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Rheinmetall Hauptversammlung 2008

Laut dem letzten Bericht der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) im Dezember 2007 haben die Rüstungsexporte wieder zugenommen. Waffen gehen oft in Länder, die Menschenrechte verletzen oder in Spannungsgebieten liegen. Dorothea Kerschgens vom Vorstand der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre machte auf der diesjährigen Hauptversammlung ihre Besorgnis über die Vielfältigkeit der Waffenproduktion von Rheinmetall laut und die Absicht, den Rüstungsanteil gar auszuweiten. Mit der südafrikanischen Firma DENEL wurde im Februar 2008 ein Vertrag abgeschlossen, um 51 % des Kapitals zu übernehmen. DENEL ist die Nachfolgefirma von ARMSCOR, der südafrikanischen, früheren halbstaatlichen Rüstungsschmiede. Sie produzieren moderne Kampfsysteme, Infanteriewaffen, Langstreckenmörser, eine umfassende Palette von klein-, mittel- und großkalibriger Munition sowie Luftfahrtsysteme.

Rheinmetall wurde auch Mehrheitsgesellschafter bei der Chempro GmbH, einem Hersteller militärischer Hochleistungs-Schutzsysteme. Des Weiteren erwarb Rheinmetall 100 Prozent der Schweizer Firma Zaugg Elektronik. Zaugg fertigt High-Tech-Zünder, die zum Beispiel bei Panzermunition oder in Bunker brechender Munition verwendet werden.

Konsequenz dieser Ausweitung ist jedoch zum Beispiel auch, dass der Norwegische Pensionsfonds 2007 erwogen hat, Rheinmetall aus seinem Fonds zu nehmen. Im vergangenen Jahr hatte bereits der belgische Bank- und Versicherungskonzern KBC Rheinmetall und 16 weitere an Streubombenproduktion beteiligte Firmen aus den Portefeuilles seiner Fonds entfernt.

Lesen Sie hierzu: Rede Dorothea Kerschgens, Gegenanträge

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