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Verantwortlich produzieren und konsumieren
Verbraucher-, Umwelt- und Sozialverbände fordern mehr Transparenz
bei der ökologischen und sozialen Unternehmensverantwortung
In einem gemeinsamen Memorandum zur Unternehmenstransparenz fordert ein Bündnis aus Verbraucher-, Umwelt- und Sozialverbänden mehr
Verbraucher- informationsrechte und die Einführung einer Publizitätspflicht für soziale und ökologische Unternehmensdaten.
Die Bundesregierung müsse endlich die Lücken in der entsprechenden Gesetzgebung schließen. So dürfe das im Sommer gescheiterte
Verbraucherinformationsgesetz nach der Bundestagswahl nicht ad acta gelegt werden. Die Öffentlichkeit habe ein Recht darauf, Zugang zu Unternehmensdaten zu bekommen. Dazu müsse auch eine Datenbank mit
Unternehmensinformationen aufgebaut werden.
Deutschland brauche eine Diskussion über die ökologische und soziale Verantwortung der Unternehmen. Bisher herrsche in der deutschen
Wirtschaft ein „Klima des Schweigens“. In anderen Staaten, etwa Großbritannien, den Niederlanden oder den USA hätten die Bürger weitaus mehr Informationsrechte über die Unternehmen als hierzulande.
Volkmar Lübke, Bundesvorstandsmitglied der Verbraucher Initiative und ehemaliges Vorstandsmitglied des Dachverbands der Kritischen
Aktionärinnen und Aktionäre erklärt dazu: „Angesichts einer Ausweitung von Dumpinglöhnen, ausbeuterischer Kinderarbeit, radikalem Arbeitsplatzabbau und drohenden Langzeitfolgen für die Umwelt haben
Verbraucher mehr denn je ein Recht zu erfahren, ob und wie Unternehmen ihre soziale und ökologische Verantwortung übernehmen.“
Das Memorandum wurde von der Verbraucher Initiative und fo.KUS (Forschung und Kommunikation für Konsum, Umwelt und Soziales) e.V.
initiiert und wird vom Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre und 13 weiteren Nichtregierungsorganisationen sowie von 12 Einzelpersonen aus Gewerkschaften, Forschungseinrichtungen und Verbänden
getragen.
Das sechsseitige Memorandum können Sie hier als PDF-Datei (126 kb) herunterladen.
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