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Menschen viel Hoffnung gegeben, die gleichzeitig mit vielen unserer Mitglieder
gegen einen erneuten Angriffskrieg demonstriert haben.
Hoffnung geben mir auch die 4.000 Menschen, die im vergangenen Jahr die Stimm-
rechte ihrer Aktien an unseren Verband übertragen haben. Was für ein Vergleich das ist, fragen Sie jetzt? Krieg und Aktien sind leider viel enger verknüpft, als einige
Anlegerinnen und Anleger wahr haben möchten
Erst vor wenigen Wochen bestätigte mir der Vorstand des deutschen Rüstungs-
konzerns ThyssenKrupp, dass er sich um einen Auftrag für 60 (sechzig!) neue Kriegsschiffe der US-Marine bewirbt. Dem Aktienkurs würde dieser Auftrag über
14 Milliarden Dollar sicher gut tun. Aber wie erklären Aktionärinnen und Aktionäre ihren Kindern, dass ihre Dividenden aus dem Bau von Kriegswaffen stammen?
Wie rechtfertigen Anlegerinnen und Anleger, dass ihr Kapital von den Steuerzahler- innen und Steuerzahlern verzinst wird, die staatliche Rüstung bezahlen müssen?
Vielen Menschen ist solche rücksichtslose Bereicherung längst fremd geworden.
Wir Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre sind stolz darauf, gerade diese Menschen vertreten zu dürfen und von ihnen unterstützt zu werden. Auch der Umzug
in unser neues Gemeinschaftsbüro mit der Entwicklungsgenossenschaft OikoCredit ist Ausdruck unserer Kooperation mit engagierten Partnern
Mit einem unserer Schwerpunkt-Projekte 2002 haben wir den vielen Anfragen
Rechnung getragen, die uns seit langer Zeit erreichen: Wir haben Kriterien für ethisches Investment definiert und pünktlich zur Messe „Grünes Geld“ veröffentlicht.
Unser Kriterienkatalog ist natürlich nicht der erste seiner Art, aber viele Vorläufer zeichnen sich durch ausgesprochen „weiche“ Regeln aus. Wir wollten die
„härtesten“ Kriterien schaffen und damit allen Scharlatanen der Branche die Leviten lesen. Das große Interesse der Medien und vieler Anlegerinnen und Anleger hat uns begeistert.
Immer mehr Menschen wollen an Rüstungsproduktion, Umweltzerstörung und
Ausbeutung nicht mehr mitverdienen. Immer mehr Menschen suchen nach ökologisch und sozial verträglichen Geldanlagen. Damit engagieren sie sich für eine gerechtere und friedlichere Welt.
Für das gleiche Ziel engagieren sich weltweit auch viele Menschen, die kein
Kapital zur Verfügung haben, die „nur“ ihre Arbeitskraft anbieten können, die „nur“ ihre Rechte einfordern, die „nur“ in Frieden leben wollen
Aus der Verbindung dieser Engagements wächst meine persönliche Hoffnung.
In jedem Fall wird unser Verband seinen Beitrag zu dieser Entwicklung leisten. Dafür hoffen wir weiterhin auf Ihre Unterstützung.
Herzlichst Ihr
Henry Mathews
im März 2003
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