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17 peinliche Fragen an die Konzernvorstände
Kritische Aktionärinnen und Aktionäre richteten im Jahr 2002 die folgenden Fragen
an die Vorstände von Adidas-Salomon, Allianz, BASF, Bayer, Bewag, BMW, Com- merzbank, DaimlerChrysler, Deutsche Bank, Deutsche Lufthansa, Deutsche Post,
Deutsche Telekom, E.ON, EnBW, Fraport, HEW, KarstadtQuelle, Norddeutsche Affinerie, Puma, RWE, Schering, Siemens ThyssenKrupp und Volkswagen:
- Wie hoch ist der Anteil weiblicher Beschäftigter in Ihrem Konzern in Deutschland,
wie hoch ist er weltweit und wie haben sich diese Zahlen in den letzten zwei Jahren verändert?
- Wie hoch ist der Anteil weiblicher leitender Angestellter in Ihrem Konzern in
Deutschland, wie hoch ist der Anteil von Frauen in vergleichbaren Funktionen weltweit und wie haben sich diese Zahlen in den letzten zwei Jahren verändert?
- Wie hoch ist der Anteil von Frauen im Top-Management (Geschäftsleitungs-
ebene) in Ihrem Konzern in Deutschland, wie hoch ist er weltweit und wie haben sich diese Zahlen in den letzten zwei Jahren verändert?
- Wie hoch sind die Anteile weiblicher Auszubildender und Management-Trainees
in Ihrem Konzern in Deutschland, wie hoch sind sie weltweit und wie haben sich diese Zahlen in den letzten zwei Jahren verändert?
- Bietet Ihr Konzern Teilzeitarbeitsplätze an? Wenn ja: Wie viele Frauen bzw.
Männer nutzen diese Angebote und wie viele davon bekleiden Führungs- positionen mit Personalverantwortung?
- Beschäftigt Ihr Konzern sogenannte Leiharbeiter (Zeitarbeitskräfte, die bei
Fremdfirmen angestellt sind)? Wenn ja: Wie viele Frauen bzw. Männer sind dies?
- Welche Gleichstellungspolitik verfolgt Ihr Konzern? Gibt es dafür formelle
Regelungen oder konkrete Massnahmenpläne? Wenn ja: Welche Regelungen und Pläne gibt es? Wie wird ihre Erfüllung evaluiert? Welche Ziele wurden erreicht bzw. nicht erreicht?
- Wer ist in Ihrem Konzern für die Gleichstellung von Frauen und Männern zuständig
und über welche Entscheidungskompetenzen verfügt sie/er? Sofern es sich dabei um eine Abteilung handelt: Wieviele Personen arbeiten in dieser Abteilung und über welches Budget verfügt sie?
- Bei welchen ausländischen Tochterunternehmen bzw. Niederlassungen im
Ausland gibt es entsprechende Gleichstellungsbeauftragte bzw. Abteilungen für Gleichstellung?
- Befassen sich der Vorstand Ihrer AG bzw. die Geschäftsleitungen der Tochter-
unternehmen regelmäßig mit Fragen der Gleichstellung von Frauen und Männern?
- Welche betrieblichen Regelungen gibt es in Ihrem Konzern, um die optimale
Vereinbarkeit von Familie und Beruf sicherzustellen? (Gemeint sind u.a. flexible Arbeitszeiten, Betriebskindergärten, Gespräche mit werdenden Müttern und
Vätern, Fortbildung nach dem Mutterschutz sowie Regelungen, die über den gesetzlichen Mutterschutz hinaus gehen. Die Fragen 7 bis 10 gelten sinngemäß.)
- Wie hoch waren die Investitionen Ihres Konzerns in die Fortbildung der
Beschäftigten, und wie viele Frauen bzw. Männer (absolute Zahlen) haben an entsprechenden Maßnahmen teilgenommen?
- Welche Regelungen existieren in Ihrem Konzern betreffend sexueller und
sexistischer Belästigung und Mobbing?
- Wie hoch lag der durchschnittliche jährliche Verdienst aller Beschäftigten Ihres
Konzerns in Deutschland, wie hoch lag er weltweit und wie haben sich diese Zahlen in den letzten zwei Jahren verändert?
- Wie hoch lag der durchschnittliche jährliche Verdienst der weiblichen Beschäf-
tigten Ihres Konzerns in Deutschland, wie hoch lag er weltweit und wie haben sich diese Zahlen in den letzten zwei Jahren verändert?
- Wie wird in Ihrem Konzern die Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern bei
gleicher Tätigkeit sichergestellt? Gibt es hierfür formelle Regelungen? Wenn ja: Welche?
- Werden in Ihrem Konzern regelmäßig Berichte zu den o.g. Themen erstellt?
Wenn ja: Wo und in welcher Frequenz werden sie veröffentlicht? Wenn nicht: Warum nicht?
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