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Die I.G. Farben AG i.A. ist zahlungs-
unfĂ€hig und steht seit dem 11. Novem- ber 2003 unter Verwaltung einer vom Gericht bestellten Insolvenzverwalterin. Damit rĂŒckt sechs Jahrzehnte nach der
Nazidiktatur das Ende des wohl blutig- sten deutschen Konzerns in greifbare NĂ€he. Seine ehemaligen Zwangs- arbeiter dĂŒrften dabei endgĂŒltig leer aus gehen.
Denn um das Restvermögen der I.G. Farben und um dessen Teile, die sich die Schweizer GroĂbank UBS
einverleibt haben soll, wird unwĂŒrdig geschachert: Einzelne AktionĂ€re versuchen mit Hilfe des schillernden US-Anwalts Ed Fagen, den gröĂten Teil des Kuchens fĂŒr sich zu sichern.
Die letzten âLiquidatorenâ des Unter- nehmens distanzieren sich zwar von Fagan, scheinen aber insgeheim selbst eine Ă€hnliche Klage zu planen.
Nachdem findige âInvestorenâ und âLiquidatorenâ den Restkonzern I.G. Farben ĂŒber Jahrzehnte ausgeplĂŒndert
haben, besteht sein Restvermögen heute aus wenigen Immobilien. Der Erlös aus ihrem Verkauf dĂŒrfte an mehrere Banken flieĂen, denen I.G. Farben 28 Millionen Euro schuldet.
Deshalb fordern ĂŒberlebende Zwangs- arbeiter mit UnterstĂŒtzung derKritischen AktionĂ€re und vieler weiterer Organi-
sationen in einer gemeinsamen ErklĂ€- rung vom Januar 2004: âDie GlĂ€ubiger- banken der I.G. Farben â allen voran die HSH Nordbank â mögen juristi-
schen Anspruch auf ,ihrâ Geld besitzen. Moralisch gehört ihnen kein Cent. Wenn durch den Verkauf der Immo- bilien der Farben-Tocher AWM KG zum wahrscheinlich letzten Mal liquide Mittel
des einstigen Mordkonzerns bewegt werden, darf dieses Restvermögen nicht stillschweigend in Banktresoren verschwinden. Die Immobilien wurden gekauft mit dem Vermögen, das die
Zwangsarbeiter erarbeiten mussten.â
Bislang weisen die Grossbanken HSH und UBS jede Verantwortlichkeit fĂŒr das Thema weit von sich.
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