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Conti 2005: Terry Beane (deutsch)

Hauptversammlung der Continental AG am 12. Mai 2005 in Hannover:

Ich bin Terry Beane. Ich komme als Vertreter des Werkes Mayfield, Kentucky. Ich bin seit 29 Jahren bei Continental. Ich trage Ihnen eine Auflistung in Stichpunkten vor:

  • Im Jahre 2003 hat Continental die vereinbarte Wiederaufnahme von Verhandlungen verweigert, solange die Gewerkschaft allen noch ausstehenden strittigen Punkten nicht im Paket zustimmt. Das galt fĂĽr Bryan, Charlotte und Mayfield. Das Unternehmen erklärte der Gewerkschaft, es werde das Verfahren mit Hilfe von Anwälten so lange wie nur möglich hinauszögern.
     
  • Continental verweigerte allen gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter in Bryan, Charlotte und Mayfield die Auszahlung des fĂĽr die CTNA geltenden Mitarbeiterbonus.
     
  • Continental fordert Kostensenkungen in Charlotte, ohne der Gewerkschaft Arbeitsplatzsicherheit fĂĽr die Zukunft zuzusagen.
     
  • Am 31. Dezember 2004 wurde die gesamte Reifenherstellung in Mayfield stillgelegt. Damit verloren ĂĽber achtzig Prozent der gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz. Continental weigerte sich, dies als einen Punkt anzuerkennen, der unter ‚WerksschlieĂźung’ fällt. Allen von der Entlassung betroffenen gewerkschaftlich organisierten Mitarbeitern wurden die vertraglich festgelegten Sozialleistungen versagt, Leistungen, auf die sie einen Rechtsanspruch haben.
     
  • FĂĽr 200 der entlassenen Mitarbeiter in Mayfield hat Continental die Krankenversicherung gekĂĽndigt, auf die sie einen vertraglichen Anspruch haben. Einige Mitarbeiter und deren Familienmitglieder werden aufgrund vorbestehender Erkrankungen (z.B. Krebs) von keiner Krankenversicherung mehr aufgenommen.
     
  • Continental hat einer Erhöhung der Prämien fĂĽr freiwillig abgeschlossene Lebensversicherungen um das bis zu vierfache der normalen Prämie fĂĽr gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter im Werk Mayfield zugestimmt. Im Tarifvertrag aber wird die ursprĂĽngliche Prämie bis zum 15. Oktober 2006 garantiert.
     
  • Continental hat sich geweigert, ĂĽber neue Leistungslohnrichtlinien fĂĽr das Werk Mayfield zu verhandeln. Bei den gewerkschaftlich organisierten Mitarbeitern sind 15 % Ihres Monatsgehalts erfolgsabhängig. Den gewerkschaftlich organisierten Mitarbeitern wurde dieser Leistungslohnbestandteil seit Dezember 2004 verwehrt.
  • Continental lieĂź die Gewerkschaft wissen, das Unternehmen habe kein Interesse daran, aus dem Werk Mayfield entlassene Mitarbeiter ins Werk Charlotte zu ĂĽbernehmen.
     
  • Continental verstößt gegen den Tarifvertrag, indem sich das Unternehmen weigert, in ein Schiedsverfahren zur Lösung der zwischen Gewerkschaft und Unternehmen noch ausstehenden strittigen Punkte einzutreten.
     
  • Wir sind hier aus Solidarität zu unseren Gewerkschaftskollegen in Deutschland und Mexico.
     
  • So manche haben unsere Gewerkschaft beschuldigt, unverantwortlich zu handeln. Unsere Gewerkschaft hat jedoch immer verantwortlich gehandelt - zum Wohl unserer Mitglieder und zum Wohle des Unternehmens.
     
  • Daher appelliere ich an Aufsichtsrat, Vorstand und Aktionäre, die notwendigen MaĂźnahmen zu mehr verantwortungsvollem Handeln bei Continental Tires North America zu ergreifen.


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