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die Streichung der Krankenkassenbeitrage für tausende Betriebsrentner vor. Er selbst sei herzkrank und müsse seine Medikamente nun
selbst bezahlen. „Hat Conti keine soziale Verantwortung?“, fragte Little unter Applaus vieler Aktionäre und erinnerte an das Fehlen einer gesetzlichen Krankenversicherung in den USA. Gegen die Weigerung des
Unternehmens, die Beiträge weiter zu bezahlen, habe seine Gewerkschaft USW bereits Klage eingereicht.
Der Generalsekretär der nationalen Gewerkschaft der Arbeiter von General Tire in Mexiko, Efrén Escorza, sprach wie seine US-Kollegen mit Vollmacht des Dachverbands der Kritischen Aktionäre in der
Hauptversammlung. Er berichtete über die Wiedereinstellung von vier entlassenen Betriebsräten in Contis Reifenfabrik in San Luis de PotosÃ, die ihre Gewerkschaft arbeitsgerichtlich durchsetzen konnte. Wennemer
beharrte hingegen, die vier Entlassungen seien „rechtens“ gewesen. Conti habe lediglich in der ersten Gerichtsinstanz verloren und dann „darauf verzichtet“, die zweite Instanz anzurufen.
Escorza beklagte vor allem die Aufspaltung des Produktionsstandorts in drei rechtlich unabhängige Firmen. Eine davon besitzt alle
Produktonsanlagen aber keine Beschäftigten. Die Zweite beschäftigt nur die höheren Angestellten. Die Dritte beschäftigt die 1.200 Arbeiter, verfügt aber nur über umgerechnet 3.700 Euro Eigenkapital.
Seine Gewerkschaft habe Klage eingereicht, denn „dieses Outsourcing ist laut mexikanischen Gesetzen illegal, weil bei Entlassungen oder
Werksschliessungen keine Mittel für Abfindungen und Haftungen zur Verfügung stehen,“ rief der Gewerkschafter den Aktionären zu – und erhielt zumindest von einigen anerkennenden Applaus.
Rede von Efrén Escorza
Speach of Larry Little
Speach of John Sellers
Übersicht Continental
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