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Verschwundene Betriebsräte von Mercedes Argentinien

Aufklärung und Strafverfolgung bleiben unverzichtbar

Fünfzehn Betriebsräte des Mercedes Benz
Werks in Argentinien sind während der Militär-
diktatur 1976 bis 1983 verschwunden. Vieles
deutet darauf hin, dass sie der Werksleitung
missliebig waren und deshalb von der Militär-
junta entfĂĽhrt, gefoltert und ermordet wurden.
Die Mitschuld der Werksleitung an diesen
Verbrechen wird bis heute untersucht.

Die deutsche Journalistin Gaby Weber brachte
den Fall 1999 an die Ă–ffentlichkeit und verfolgt
ihn weiterhin intensiv vor Ort. Der Berliner
Rechtsanwalt Wolfgang Kaleck erstattete
Stafanzeigen gegen zahlreiche Verdächtige,
insbesondere gegen den damaligen Produk-
tionsleiter Juan Tasselkraut.

Durch jahrelangen öffentlichen Druck zwangen
die Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre den
Vorstand der DaimlerChrysler AG Ende 2002
endlich eine “unabhängige” Untersuchungs-
kommission zu beauftragen. Als deren Leiter
wurde der bislang anerkannte Völkerrechtler
Prof. Christian Tomuschat ernannt.

Die Kritischen Aktionäre haben im Jahr 2002
die GrĂĽndung der Untersuchungskommission
prinzipiell begrüßt. Bereits vor der Veröffent-
lichung ihrer Ergebnisse tauchten jedoch
Zweifel an der Recherchequalität auf.

Zur ĂĽberraschenden Einstellung der Ermittlun-
gen gegen den Hauptverdächtigen durch die
NĂĽrnberger Staatsanwaltschaft Ende November
2003 liegt eine Stellungnahme von Wolfgang
Kaleck im Namen der ,Koalition gegen Straf-
losigkeit’ und des ,Republikanischen Anwält-
tinnen und Anwältevereins’
vor. (en espanol)

Ein bezeichnendes Licht auf die Arbeitsweise
von Prof. Christian Tomuschat werfen auch die
Anmerkungen von Lothar Evers zum Gutachten
ĂĽber den
Ausschluss ehemaliger italienischer
Militärinternierter (IMI) von Leistungen der
Bundesstiftung ,Erinnerung, Verantwortung
und Zukunft’.

Ein Bericht ĂĽber die Pressekonferenz der
DaimlerChrysler AG zur Vorstellung des
Tomuschat-Berichts am 08.12.2003 erschien
sofort. Nach einer grĂĽndlichen Analyse des
Berichts gaben Gaby Weber und die Kritischen
Aktionäre am 15.12.2003 eine umfassende
Stellungnahme zu den Ergebnissen der
Tomuschat-Kommision
ab.

Am 14.01.2004 reichten US-Anwälte im Auftrag
der Opfer von Mercedes-Argentinien eine
Schadenersatzklage gegen DaimlerChrysler
ein, die von den Kritischen Aktionären und dem
Republikanischen Anwälteverein ausdrücklich
unterstĂĽtzt wird.

 

 

 

 

weitere Hintergrund-Texte zum Thema:

Verteilten Daimler-Manager Babys aus Folterkammern? von Gaby Weber
(externer Link zum LabourNet)

Bericht ĂĽber die Hauptversammlung 2004
mit Link zum Redemanuskript des
Ăśberlebenden Eduardo Fachal

Bericht ĂĽber die Hauptversammlung 2004
(externer Link zum AK Internationalismus Berlin)

Argentinien: Vorstand verschleppt Aufklärung
(Alternativer Geschäftsbericht 2002)

Mercedes-Mitarbeiter verschwunden.
Schrempp schweigt!

(Alternativer Geschäftsbericht 2001)

Schatten auf dem Stern
(Bericht ĂĽber die Hauptversammlung
2001 und den Auftritt von Gaby Weber)

Startseite DaimlerChrysler / KADC
(Rubrik ,Konzernkritik’)

 

externe links zum Thema:

LabourNet Deutschland
(Sonderseite zu Mercedes Argentinien)

Koalition gegen Straflosigkeit
(Site der Anwalte, die Strafanzeigen gegen
argentinische Folterer gestellt haben)

Republikanischer Anwätinnen-
und Anwälteverein

International Labor Rights Fund