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Presseinformation zur DaimlerChrysler HV 2003

KADC Presseinformation, Stuttgart/Berlin, 08. April 2003

Kritische Daimler-AktionÀre verweigern
Schrempp und Kopper die Entlastung

wegen Erhöhung der AufsichtsratsbezĂŒge,
fehlender Entgiftung durch Rußfilter,
fehlender EntrĂŒstung durch Beteiligung an EADS und
fehlender EntschĂ€digung sĂŒdafrikanischer Apartheidopfer.

„Nicht nur wegen der großen Unzufriedenheit mit den skandalösen Erhöhungen der
AufsichtsratsbezĂŒge um bis zu 100 Prozent, sondern auch wegen fehlender Rußfilter
in Mercedes-Dieselfahrzeuge und den noch immer vorhanden Minen und Atomwaffen
im Angebot der Daimlerbeteiligung EADS“ rechnet der Dachverband der Kritischen
AktionĂ€rInnen DaimlerChrysler (KADC) „auch in diesem Jahr mit einer grossen Zahl
von Gegenstimmen“ in der AktionĂ€rshauptversammlung von Daimler-Chrysler, die am
Mittwoch in Berlin stattfindet. Schon im letzten Jahr gelang es den vom Evangelischen
Entwicklungsdienst finanziell unterstĂŒtzten „Kritischen“ gut fĂŒnf Prozent der AktionĂ€rs-
stimmen fĂŒr ihre ethisch-moralisch begrĂŒndeten GegenantrĂ€ge zu gewinnen.

Der verkehrspolitische Sprecher  des KADC, Alexander Dauensteiner, greift den
Konzern wegen seiner umweltfeindlichen Produktpolitik an: „Das vergangene
GeschĂ€ftsjahr 2002 ist das mit der schlechtesten Umweltbilanz seit ĂŒber zehn Jahren,
das Management hat in dieser Hinsicht völlig versagt.“ Kritisiert wird insbesondere die
nach wie vor vehemente Weigerung des Konzern, fĂŒr seine Diesel-Pkw Rußpartikelfilter
einzubauen. Der Konzern nehme dabei Tausende von Krebstoten jÀhrlich in Kauf
anstatt den Vorreitern zu folgen, die seit ĂŒber 3 Jahren diese Technik erfolgreich
einsetzt. Keinerlei Fortschritte sieht der Dachverband auch bei der Reduzierung
des Flottenverbrauchs und beklagt „zunehmende Tricksereien" von DaimlerChrysler,
um Umweltvorschriften nicht einhalten zu mĂŒssen.

Daimler solle dem Beispiel General-Motors folgen, sich auf das AutogeschÀft konzen-
trieren und aus dem GeschĂ€ft mit Minen, Atomwaffen und anderen RĂŒstungsgĂŒtern
aussteigen fordert KADC RĂŒstungexperte Paul Russmann: „Der Ausstieg aus der
RĂŒstungsschmiede EADS ist nach Ablauf der Stillhaltefrist am 01. Juli 2003 möglich
und nötig.“ Zudem sollten „alle RĂŒstungslieferungen von Daimler/EADS an die USA
sofort gestoppt werden, da die USA einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg durchfĂŒhrt.“

„FĂŒr eine firmeneigene, kritische Aufarbeitung der illegalen RĂŒstungszusammenarbeit
mit dem Apartheidregime in SĂŒdafrika“ spricht sich KADC-Sprecher Holger Rotbhauer
aus. Er fordert „die grundsĂ€tzliche Bereitschaft von DaimlerChrysler ein, sich mit den
Opfern der Apartheid an einen Tisch zu setzen und mit ihnen ĂŒber angemessene
EntschĂ€digungen zu verhandeln.“