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Presse-Information, Berlin/Stuttgart, 05. April 2005
„Jürgen Schrempp ist nicht nur der größte Kapital- und Arbeitsplatz-
vernichter, sondern auch der schlechteste Automanager und größte Waffenhändler, den Daimler je hatte.“
Kritische Aktionäre verweigern dem Daimler-Vorstand in der Hauptversammlung
am 06. April 2005 die Entlastung
„Nicht nur wegen der Halbierung des Börsenwertes und der Vernichtung von 80.000 Arbeitsplätzen seit der Fusion mit Chrysler, sondern auch
wegen der mangelnden Bereitschaft angesichts steigender Ölpreise das 2-Liter-Auto zu produzieren und wegen der noch immer vorhandenen Minen- und Atomwaffentechnologie im Angebot der Daimlerbeteiligung EADS“ rechnet
der Sprecher der Kritischen Aktionäre DaimlerChrysler (KADC), Paul Russmann, „in der Hauptversammlung mit einer großen Zahl von Gegenstimmen. Jürgen Schrempp ist nach 10 Jahren Vorstandstätigkeit nicht nur der
größte Kapital- und Arbeitsplatzvernichter, sondern auch der schlechteste Automanager und größte Waffenhändler, den Daimler je hatte. Seine Vision von der Nummer 1 aller Autokonzerne ist gescheitert!“
„Als inakzeptablen Imageschaden für die Marke Mercedes“ kritisiert der Rechtsexperte der KADC Holger Rothbauer das ihm vorliegende
schriftliche Nein des UN-Kinderhilfs- werkes UNICEF zu Partnerschaften und Bündnissen im Sinne des Social-Sponsoring mit Daimler wegen der Beteiligung an der Rüstungsschmiede EADS.
Der verkehrspolitische Sprecher der KADC, Alexander Dauensteiner begrüßt zwar den angekündigten serienmäßigen Einbau des
Rußpartikelfilters in alle Mercedes-Diesel- Pkw „als längst überfälligen Schritt nach jahrelanger Blockade unserer Forderung. Doch auch der Smart und die Mercedes-Nutzfahrzeuge müssen mit Rußfiltern ausgerüstet
werden. Während Mitbewerber Hybrid-Antriebe erfolgreich verkaufen, hat Daimler die rechtzeitige Markteinführung dieser innovativen Technik erneut verschlafen. Obwohl der Preis fürs Erdöl ständig steigt, liegen die
Pläne für ein Zwei-Liter-Auto auf Eis und der Kraftstoffverbrauch der Pkw-Flotte ist mit durchschnittlich 7,35 Liter immer noch viel zu hoch.“
„Gegen die 100-prozentige Männerdominanz im Aufsichtsrat“ wollen die Kritischen Aktionäre mit der Gegenkandidatur von Marion Struck Garbe
bei der Nachwahl zum Aufsichtsrat „mehr als ein Zeichen setzen“, so die KADC-Sprecherin Beate Winkler- Pedernera: „die Sozialwirtin und Greenpeace-Referentin für Frieden und Umwelt soll im Aufsichtrat unsere
Forderungen nach dem Einstieg ins 2-Liter-Auto und den Ausstieg aus der EADS einbringen.“
Der Geschäftsführer des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, Henry Mathews, erinnert: „In New York, San Francisco,
Buenos Aires, La Plata und Nürnberg sind juristische Verfahren gegen DaimlerChrysler anhängig, die sämtlich im Zusammenhang mit schweren Menschenrechtsverletzungen während des Arpartheid- regimes in Südafrika bzw.
der Militärdiktatur in Argentinien stehen. Unabhängig von deren Ausgang steht der Konzern in der moralischen und historischen Schuld, seine Archive aus diesen Zeiten zu öffnen und Entschädigungen an die Opfer zu
zahlen.“
Gegenanträge zur Hauptversammlung 2005
Schattenbericht 2005: „Innovationen für den Krieg“
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