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Deutsche Bank Hauptversammlung 1996

Sozialverträgliche Satzung für die Deutsche Bank

Kritische Aktionäre erzwingen HV-Dabatte

Sozial und ökologisch verantwortungsvolles Handeln soll oberste Unternehmens- maxime der Deutschen Bank werden. Eine entsprechende Satzungsänderung beantragte der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre zur Hauptversammlung der Bank am 28. Mai 1996.

Mit den Stimmen der von ihm vertretenen Aktionäre setzte der Dachverband eine Erweiterung der Hauptversammlung um zwölf zusätzliche Tagesordnungspunkte durch. Demnach soll die Bank „keine Forschung und keine Geschäfte“ mehr finanzieren, „die gesundheitsgefährdende oder umweltschädliche Auswirkungen haben können oder die unabsehbare Risiken bergen.“ Speziell von Geschäften mit Rüstungsgütern, Atom- energie, Gentechnik oder chemischem Pflanzenschutz müßte das Geldhaus künftig die Finger lassen, wenn die Satzungsänderung beschlossen werden sollte.

Für Vorstand und Aufsichtsrat sähe die geänderte Satzung verbindliche Frauenquoten vor und „mit Regierungen, die keine demokratische Legitimation besitzen oder aus deren Staaten Berichte über staatlich veranlaßte oder staatlich geduldete Menschen- rechtsverletzungen vorliegen“, soll die Deutsche Bank generell keine Geschäfte mehr tätigen.

Vorstand und Aufsichtsrat lehten die Änderungsanträge ab. Dennoch entfielen bis zu vier Prozent der abgegebenen Stimmen auf die Vorschläge der Kritischen Aktionär- innen und Aktionäre.


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