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Deutsche Bank Hauptversammlung 1997

Kritische Aktionäre erreichen acht Prozent
für Satzungsänderungen bei Deutscher Bank

Unerwartete acht Prozent der abgegebenen Stimmen entfielen am Abend des
20. Mai 1997 in der Hauptversammlung der Deutschen Bank in Frankfurt/M. auf
die Satzungsänderungs-Anträge vom Dachverband der Kritischen Aktionärinnen
und Aktionäre.

Als der scheidende Aufsichtsrats-Vorsitzende F. Wilhelm Christians nach elfstündiger Versammlung gegen 21.00 Uhr die Abstimmungsergebnisse zu verkünden hatte, wollte er zwar eine „überwältigende Mehrheit“ gegen die Anträge der Kritiker festgestellt haben, doch gemessen an den in deutschen Hauptversammlungen üblichen ,SED-Ergebnissen‘ von 98 oder 99 Prozent für die Vorschläge von Vorstand und Aufsichtsrat sind die acht Prozent für den Dachverband doch eine kleine Sensation.

Er hatte beantragt, in der Satzung festzulegen, daß „mindestens die Hälfte“ der Kapitalvertreter im Aufsichtsrat Frauen sein müssen (dafür waren 8,04 % der abgegebenen Stimmen), daß Aufsichtsratsmitglieder der Deutschen Bank gleichzeitig „weniger als drei Mandate in konzernfremden Aufsichtsräten innehaben“ dürfen (7,68 %) und daß neugewählte Aufsichtsrats-Mitglieder der Bank „in den vergangenen fünf Jahren nicht Mitglied ihres Vorstands“ gewesen sein dürfen (7,61 %).

Seit Gründung ihres Dachverbands 1986 hatten sich die Kritischen Aktionäre fast immer mit Ein- bis Zwei-Prozent-Ergebnissen für ihre Anträge bescheiden müssen. „Die acht Prozent sind ein weiterer Viertel-Meilenstein unserer Arbeit“, freut sich Dachverbands-Geschäftsführer Henry Mathews. „Sie beweisen, daß immer mehr Aktionärinnen und Aktionäre ihre soziale Verantwortung wahrnehmen.“


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