|
Kritische Aktionäre fordern Jobgarantien und Atomausstieg
Die Fusion der Energieriesen VEBA und VIAG stieß auf heftigen Widerstand der Kritischen Aktionäre, die vor allem die geplante Vernichtung
von 2.500 Arbeitsplätzen anprangern. In den außerordentlichen Hauptversammlungen von VEBA am 25. und VIAG am 29. Mai 2000 lehnten sie den Verschmelzungsvertrag wegen sozialer und ökologischer Mängel ab.
Mit gleichlautenden Gegenanträgen zu beiden Versammlungen forderte der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre die
Konzernvorstände auf, den Vertrag neu zu verhandeln. Dadurch sollte garantiert werden, dass das fusionierte Unternehmen „alle Arbeits- und Ausbildungsplätze langfristig erhält, die vor der Fusion bei VEBA und VIAG
bestanden.“
Zudem setzten sich die Kritischen Aktionäre dafür ein, dass der neue Konzern „spätestens ein Jahr nach Wirksamwerden der Fusion sämtliche
ihm mehrheitlich gehörende Atomkraftwerke endgültig still legt und den davon betroffenen Beschäftigten Ersatzarbeitsplätze anbietet.“ Der Handel mit Atomstrom von anderen Anbietern solle ausgeschlossen und die
Nutzung erneuerbarer Energieträger gefördert werden.
|