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Die „Liquidatoren“ (Vorstand) und der amtierende verkündeten in der Versammlung,
es sei ihr „Ziel, die Abwicklung spätestens im Jahre 2004 zu beenden.“ Ob und wann sie die jüngst gegründete Entschädigungs-Stiftung der Firma mit nennenswerten Mitteln
ausstatten wollen, ließen sie jedoch im Dunkeln.
Der Kritische Aktionär Henry Mathews blieb unbeeindruckt vom Ziel 2004 und erinnerte: „Die Firmenleitung verspricht
seit Jahrzehnten die kurzfristige Auflösung, während die Opfer der I.G. Farben sterben, ohne Entschädigungen für ihr Leiden erhalten zu haben.“ Deshalb sei eine Lösung nur von einem neu besetzten
Aufsichtsrat zu erwarten.
Vor dem Hauptversammlungsgebäude demonstrierten erneut etwa 100 Menschen,
darunter überlebende Zwangsarbeiter, Kritische Aktionäre und Mitglieder zahlreicher antifaschistischer Organisationen.
„Wir sind überrascht und empört, dass die Liquidatoren die Auflösung der
I.G. Farben immer noch verschleppen“, entrüstete sich Peter Gingold, Sprecher der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN). „Das Restvermögen der
I.G. Farben gehört den überlebenden Zwangsarbeitern und muß sofort ausgezahlt werden“, fordert auch die Vorsitzende des Auschwitz-Komitees in Deutschland, Esther Bejarano.
Zu der Demonstration aufgerufen hatten:
Auschwitz-Komitee • Berliner Bündnis gegen I.G. Farben •
Bonner Bündnis/Berliner Verhältnisse (BB/BV) • BuFaTa Chemie •
Coordination gegen BAYER-Gefahren • Dachverband der Kritischen
Aktionärinnen und Aktionäre • fzs (freier zusammenschluss von
studentInnenschaften) • Gruppe Casablanca (Köln) • gruppe offene
rechnungen (Berlin) • Hochschulgruppe Kritische Linke Mainz •
Initiative Studierende im I.G. Farben-Haus (Frankfurt/Main) • Kampagne
»Nie wieder!« • Kommunistische Antifa Mainz/Wiesbaden •
Marburger Bündnis gegen I.G. Farben • P.A.N.K (Postmoderne Antinationale
KommunistInnen, Frankfurt/Main) • Sinistra! • VVN-BdA Hessen
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