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Kritik an I.G. Farben i.A.

I.G. Farben ist insolvent,
aber noch nicht aufgelöst

Die I.G. Farben AG i.A. ist zahlungsunfÀhig
und steht seit dem 11. November 2003 unter
Verwaltung einer gerichtlich bestellten Insol-
venzverwalterin. Die bisherigen Liquidatoren
Otto Bernhardt MdB und RA Volker Pollehn
(beide CDU) haben keine Kontrolle mehr
ĂŒber das Unternehmen, bleiben aber Vor-
stÀnde der Stiftung zur EntschÀdigung von
Zwangsarbeitern, die I.G. Farben im Jahr
2000 gegrĂŒndet hat.

Das Restvermögen der Firma besteht aus
wenigen Immobilien, die voraussichtlich von
der Insolvenzverwalterin verkauft werden.
Der Verkaufserlös dĂŒrfte an mehrere Banken
fließen, denen I.G. Farben 28,2 Mio. Euro
schuldet. Die ĂŒberlebenden Zwangsarbeite-
rinnen und Zwangsarbeiter des einstigen
Nazikonzerns gehen höchstwahrscheinlich
leer aus. Ihre einzige Hoffnung, nach mehr
als 50 Jahren verschleppter Liquidation der
I.G. Farben wenigstens noch symbolische
EntschÀdigungen zu erhalten, besteht in
einem Verzicht der Kredit gebenden Banken.

 

„Die GlĂ€ubigerbanken mĂŒssen auf
das Blutgeld aus dem Restvermö-
gen der I.G. Farben verzichten und
es den Zwangsarbeitern ĂŒberlassen,
die den höchsten moralischen An-
spruch darauf haben,“ fordert des-
halb der GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Dach-
verbands der Kritischen AktionÀrin-
nen und AktionÀre, Henry Mathews.

Die Forderung nach sofortiger Auf-
lösung des Firmenfossils I.G. Farben-
industrie AG in Abwicklung und nach
EntschĂ€digung ihrer frĂŒheren Zwangs-
arbeiterinnen und Zwangsarbeiter
aus dem Restvermögen wird seit fast 

20 Jahren von zahlreichen Organsiationen erhoben, die sich im
„Bundesweiten BĂŒndnis gegen I.G. Farben“ zusammengeschlossen
haben. Dazu gehören die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes,
das Auschwitz-Komitee, antifaschistische Gruppen aus zahlreichen
deutschen StÀdten, die Coordination gegen BAYER-Gefahren sowie
der Dachverband der Kritischen AktionÀrinnen und AktionÀre.

Ort der Auseinandersetzung mit den wechselnden Liquidatoren der
Skandalfirma waren immer wieder deren Hauptversammlungen.
Eindrucksvolle Berichte mit zahlreichen Fotos liegen vor ĂŒber
die Versammlungen in den Jahren 1999, 2000 und 2001.

Die Verfassung der ,Stiftung I.G. Farbenindustrie’ ist ebenso dokumentiert
wie der ihr zu Grunde liegende Beschluss der Hauptversammlung 1999.

Die Verbrechen der „alten” I.G. Farben wĂ€hrend der von ihr
unterstĂŒtzten Nazidiktatur fasst der Aufruf „Nie wieder!“ zusammen.

Der Historiker Dr. Janis Schmelzer hat die skrupellosen Machenschaften
rund um I.G. Farben in den Nachkriegsjahren aufgearbeitet.

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