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Kritik zur KWS Hauptversammlung 1997

Kritischer Aktionär der KWS prangert
die Mißerfolge der Gentechnik an

Gegenanträge zur KWS-Hauptversammlung am 21. Januar 1997

Die diesjährige Aktionärsversammlung am 21.01.97 in Einbeck wird mit Gegen-
anträgen eines Vertreters der Kritischen Aktionäre konfrontiert. Ralf Baufeld, im
Göttinger Arbeitskreis gegen Gentechnologie aktiv, nimmt die Mißerfolge der
Gentechnologie in der Pflanzenzüchtung zum Anlaß, Anträge gegen die Entlastung
von Vorstand und Aufsichtsrat zu stellen. „Aufgrund neuer Forschungsergebnisse
ist es wichtig“, erklärt der Kleinaktionär, „daß die Gentechnologie in der
Hauptversammlung thematisiert wird.“

Es habe sich gezeigt, daß gentechnisch veränderte Pflanzensorten nicht so funktionieren wie von den Herstellern geplant:

  • Genmanipulierte Baumwolle, die resistent gegen Insektenfraß sein sollte, sei trotzdem von den Insekten vertilgt worden. Die Herstellerfirma mußte daraufhin Kursverluste hinnehmen.
  • Herbizidresistenter Raps gab seine Resistenz in wenigen Generationen an verwandte Unkäuter weiter.

„Untersuchungen zur Herbizidresistenz lassen Mißerfolge bei Zuckerrüben vorausahnen“, so Baufeld weiter in seiner Begründung der Gegenanträge. Die Untersuchungsergebnisse deuteten darauf hin, daß die herbizidresistenten Zuckerrübensorten nicht einmal die Sortenzulassung in Deutschland erreichen werden. Der Kritische Aktionär weist auch auf die mangelnde Akzeptanz und das Risikobewußtsein der Verbraucherinnen und Verbraucher gegenüber der Gentechnologie hin, die gegen ihre Wirtschaftlichkeit sprechen.