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zwischen den beteiligten Behörden und den örtlichen Firmenleitungen vielfach nachweisbar sind.
In Indonesien gibt es zwei Kupferminen: Batu Hijau auf Sumbawa (östlich von Java) und die Grasberg
Mine in West-Papua.
Batu Hijau auf Sumbawa
In Hijau werden Kupfer und Gold gefördert. Die Mine wurde im vierten Quartal 1999 in Betrieb genommen. TÀglich werden dort
120.000 Tonnen
giftiger Erz- rĂŒckstĂ€nde (Tailings) in die Senunu Bay eingeleitet, wo sie am Meeresgrund in einem benachbarten Tiefseegraben deponiert werden sollen (Submarine Tailings- Placement, STP). Die Tailings enthalten Schwermetalle, Arsen und Kupfer.
Im Gegensatz zu den Behauptungen der Betreiber kann nicht sichergestellt werden, dass sie gÀnzlich in den Graben absinken
und ungefĂ€hrlich bleiben, vielmehr sind schwerwiegende UmweltschĂ€den zu befĂŒrchten. In den USA (wo Newmont, der Betreiber der Mine, seinen Firmensitz hat) und in Kanada ist die "Entsorgung"
von ErzrĂŒckstĂ€nden auf dem Meeres- grund deshalb verboten. Wissenschaftler und Nichtregierungsorganisationen setzten sich fĂŒr ein weltweites Verbot ein.
Die Grasberg Mine in West-Papua
Die Grasberg Mine liegt in West-Papua, das seit 1963 von Indonesien besetzt ist. Schwere Mensche- nrechtsverletzungen seitens
indonesischer Behörden und des MilitĂ€rs reiĂen seither nicht ab.
Die Grasberg Mine leitet tĂ€glich 285.000 Tonnen giftiger ErzrĂŒckstĂ€nde in die FlĂŒsse der Umgebung ein. (Vergleich:
OK-Tedi = 80.000 Tonnen). In allen entwickelten LĂ€ndern, die ĂŒber nennenswerte Erzvorkommen verfĂŒgen, ist diese Art der Tailing- Entsorgung verboten. Mindestens 130 Quadrat- kilometer tropischer
Regenwalds sind irreparabel zerstört.
Die Grasberg Mine ist aber auch dafĂŒr bekannt, dass von Gewinn und Umsatz fast nichts bei der lokalen Bevölkerung ankommt,
und auch kaum EntschĂ€di- gungen gezahlt wurden. Im Gegenteil, es kam seitens des indonesichen MilitĂ€rs â vielfach auf kaum verhohlene Anstiftung durch die Minenbetreiber â
zu schweren Menschenrechtsverletzungen bis hin zum offenen Terror. So allein wurden 1995 37 Papua ermordet.
In den letzten Jahren wurden einigen kosmetischen Korrekturen vorgenommen: An der Praxis der Tailing- âEntsorgung"
Ă€nderte sich nichts. DafĂŒr wurden an Teile der Bevölkerung Kompensationen gezahlt, wobei offensichtlich das Prinzip "Teile und Herrsche" im Vordergrund stand und sicherlich nicht der Wille
zu echter Wiedergutmachung.
Aktuelle Menschenrechtsverletzungen
in Indonesien
Auch das Abtreten Suhartos von der politischen BĂŒhne hatte ĂŒberwiegend kosmetische Effekte. Nach wie vor kommt es zu
schweren Menschenrechtsverletzungen bis hin zum Mord. Im November 2001 wurde der PrÀsident des Papua Rates Theys Eluay von Angehö- rigen einer Sondereinheit des indonesischen MilitÀrs ermordet.
Weitere Menschenrecht- und Umwelt- aktivisten stehen auf Todeslisten.
Was hat die Norddeutsche Affinerie damit zu tun? |