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Post HV 2001: Gegenanträge des Dachverbands

Post-Vorstand zerstört Wissenspotential
des Unternehmens

Die Gegenanträge des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen
und Aktionäre zur Hauptversammlung der Deutschen Post AG am
27. Juni 2001:

zum Tagesordnungspunkt 3: “Den Mitgliedern des Vorstands
wird die Entlastung für das Geschäftsjahr 2000 verweigert.”
Begründung:

    “Der Vorstand vergibt Aufträge für Verkehrs- und Transportleistungen an Fremdunternehmen. Er senkt die Einkommen befristet Beschäftigter bis
    zu 29,9 Prozent. Damit betreibt er ruinöses Lohndumping und hebelt
    Tarifverträge aus.
    Trotz erheblicher Steigerung der Mitarbeiterproduktivität zerstört der
    Vorstand so langfristig des Wissenspotential der Deutschen Post und
    damit die Grundlage des Unternehmenserfolgs.
    Durch Filialschließungen verschlechtert er die Kundennähe. Durch
    steigende Arbeitsbelastung und Ausbau ungeschützter Arbeitsverhältnisse
    bei Tochter firmen vermindert er die Zuverlässigkeit und Qualität des
    Dienstleistungsangebotes.
    Trotz steigender Umsatzrenditen zerstört der Vorstand durch die vorrangige
     Orientierung an kurzfristigen Kostenvorteilen die Grundlagen einer sozialen
    und kundenorientierten langfristigen Unternehmensperspektive.”

zum Tagesordnungspunkt 4: “Den Mitgliedern des Aufsichtsrats
wird die Entlastung für das Geschäftsjahr 2000 verweigert.”
Begründung:

    “Der Aufsichtsrat hätte stärker für die 145.000 Belegschaftsaktionäre
    eintreten müssen. Doch er hat nicht ausreichend für Weiterbildung, gerechte
    Einkommen und sichere Arbeitsplätze gesorgt. Er hat nicht berücksichtigt,
    wie die steigende Arbeitsbelastung auf Gesundheit und Motivation der
    Beschäftigten wirkt.
    Die kundenfeindliche Schließung und Umwandlung von Postfilialen hat der
    Aufsichtsrat nicht verhindert. Er hat auch nicht verhindert, dass Transporte
    von der Schiene auf die Straße verlagert werden, was unnötige Umwelt-
    belastungen verursacht.
    Der Aufsichtsrat hätte sich für eine soziale und ökologische Unternehmens-
    politik der Post einsetzen müssen, wie sie auch vom Dachverband der
    Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre gefordert wird.”