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Post-Vorstand muß sich für unsoziale Personalpolitik rechtfertigen
Kritische Aktionäre sprechen für 1.500 Anteilseigner
in der Hauptversammlung am 27. Juni 2001
Presse-Information des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre vom 25.06.01:
Vernichtete Arbeitsplätze und verschlechterte Tarifbedingungen für viele Beschäftigte werden dem Vorstand der Deutschen Post AG in der
Hauptversammlung am Mittwoch in Köln heftige Angriffe vom Dachverband der Kritischen Aktionäre einbringen.
Fast 1.500 Besitzer der "Aktie Gelb" haben dem Verband ihre Stimmen übertragen um seine Anträge zu unterstützen, mit denen
Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung verweigert werden soll. Unterstützung erfahren die Kritischen Aktionäre auch von der Kölner PDS Bundestagsabgeordneten Ulla Lötzer, die in der Versammlung sprechen wird.
Die Kritiker werfen dem Management des gelben Riesen vor, Aufträge für Verkehrs- und Transportleistungen an Fremdunternehmen zu vergeben
und die Einkommen befristet Beschäftigter bis zu 29,9 Prozent zu senken. "Damit betreibt der Post- Vorstand ruinöses Lohndumping und hebelt Tarifverträge aus", entrüstet sich der Geschäftsführer des
Dachverbands der Kritischen Aktionäre, Henry Mathews.
Trotz erheblicher Steigerung der Mitarbeiterproduktivität zerstöre der Vorstand so langfristig des Wissenspotential der Deutschen Post
und damit die Grundlage des Unternehmenserfolgs, schreibt der Dachverband zur Begründung seiner Gegen- anträge. Die steigende Arbeitsbelastung für die Beschäftigten und der Ausbau ungeschützter Arbeitsverhältnisse
bei Tochterfirmen hätten die Zuverlässigkeit und Qualität des Dienstleistungsangebotes ebenso verschlechtert wie die Schließung vieler Postfilialen.
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