Rationale Gesundheitsversorgung und
Ende der grĂĽnen Gentechnik gefordert
Zur BegrĂĽndung ihres Antrags auf Nichtentlastung des Schering-Vorstands in der
Hauptversammlung am 27. April 2000 schrieben die Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre unter Berufung auf eine Untersuchung der BUKO Pharma-Kampagne:
„Mehr als ein Viertel der von Schering vertriebenen Arzneimittel sind nach medizinischen Gesichtspunkten irrational und stellen keine sinnvolle Therapie dar.
Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO ist weniger als ein Viertel der von Schering angebotenen Medikamente für die Gesundheitsversorgung unent-
behrlich. Der Vorstand hat die daraus entstehenden Gesundheitsgefahren und ökonomischen Nachteile für Patienten in aller Welt zu verantworten.“
Gegen die Entlastung des Aufsichtsrats argumentierten die Kritiker: „Der Aufsichtsrat
gefährdet das Aktionärsvermögen, das in Form des Agrarchemie-Geschäfts von Schering in den Aventis-Konzern eingebrachten wurde, indem er dort weiterhin Investi-
tionen in die sogenannte grĂĽne Gentechnik duldet, obwohl der Vorstand dafĂĽr bereits in mehreren Hauptversammlungen keinerlei konkrete Gewinnerwartungen benennen
konnte. Viele Aktionärinnen und Aktionäre verlieren dadurch ihr Vertrauen in die amtierende Konzernführung.
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