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Schering Hauptversammlung 1999

Kritik an Zwangsarbeit,
Gentechnik und Männerdominanz

In der Hauptversammlung der Schering AG am 27. April 1999 beantragte der Dach-
verband der Kritischen Aktion√§rinnen und Aktion√§re, Vorstand und Aufsichtsrat nicht zu entlasten, weil sie ‚Äěverantworten, da√ü Schering 54 Jahre nach Kriegsende noch keine
klare Verantwortung f√ľr die Ausbeutung von Zwangsarbeitern in der Nazizeit √ľbernom-
men und Entschädigungszahlungen geleistet hat. Beide Gremien haben geduldet, daß
Vorstandsmitglied G√ľnter Stock die Aktion√§re √ľber die wahren Ziele der Freisetzungs-
experimente der Schering-Tochter AgrEvo mit gentechnisch veränderten Pflanzen
irref√ľhrte. Mit der Behauptung, das Ziel der gef√§hrlichen Experimente sei die Verbes-
serung der Weltern√§hrungslage, wurde verschleiert, da√ü sie √ľberwiegend der Erzeu-
gung nachwachsender Rohstoffe dienen.“

Zur Neuwahl der Kapitalvertreter im Aufsichtsrat beantragte der Dachverband, die
Wahl ausschließlich männlicher Kapitalvertreter in den Aufsichtsrat abzulehnen, denn
‚ÄěFrauen sind weiterhin im Berufsleben benachteiligt und in F√ľhrungspositionen unter-
repr√§sentiert. Die von der amtierenden Schering-F√ľhrungs-MANNschaft vorgeschla-
gene Kandidatenliste manifestiert diesen Mi√üstand.Ohne Frauen in F√ľhrungsposi-
tionen kann eine wirkliche Gleichberechtigung der Geschlechter auch im Schering-
Konzern nicht erreicht werden.Die Aktionärinnen und Aktionäre sollten in der Haupt-
versammlung nur einer Kandidaturliste f√ľr den Aufsichtsrat zustimmen, in der auch
Frauen angemessen vertreten sind.“