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Siemens Hauptversammlung 2005

Gegen Lohndumping und Atomkraft

Zur Hauptversammlung der Siemens AG am 27. Januar 2005 stellt der
Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre folgende Gegenanträge:

Gegenantrag zum Tagesordnungspunkt 4:

Den Mitgliedern des Vorstands wird die Entlastung
f√ľr das Gesch√§ftsjahr 2003/2004 verweigert.

Begr√ľndung:

40 Prozent mehr Nachsteuergewinn und 14 Prozent mehr Dividende bei stagnieren-
dem Umsatz: Dieses Ergebnis erreichte der Vorstand nur durch Massenentlassungen
und Lohndumping! Mit der Drohung, tausende Arbeitsplätze in Billiglohnländer
zu verlagern, zwingt er die Besch√§ftigten, f√ľr weniger Lohn l√§nger zu arbeiten.
Doch die Kompetenz eines Technologiekonzerns ist die Kompetenz seiner Fachleute.
Ein Vorstand, der die Fachleute entlässt oder in schlechtere Tarife zwingt, gefährdet
die Zukunft des Unternehmens.

Gleichzeitig hält der Vorstand uneinsichtig am Bau von Atomkraftwerken fest und
unterlässt ausreichende Maßnahmen, um Siemens im Markt der erneuerbaren
Energien zu positionieren. Auch nach der formellen Ausgliederung des Siemens-
Atomgeschäfts in ein französisch-deutsches Gemeinschaftsunternehmen tragen die
Neubauten von Atomreaktoren in Finnland und China zur Siemens-Dividende bei.
Das öffentliche Ansehen des Unternehmens nimmt dadurch schweren Schaden.

Gegenantrag zum Tagesordnungspunkt 5:

Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wird die Entlastung
f√ľr das Gesch√§ftsjahr 2003/2004 verweigert.

Begr√ľndung:

Die Stimmenmehrheit im Aufsichtsrat unterst√ľtzt das kurzsichtige und unsoziale
Handeln des Vorstands. Deshalb verdienen beide Gremien keine Entlastung.
Viele Aktion√§re √§u√üern Ihren Unmut √ľber die gegenw√§rtige Gesch√§ftspolitik
der Siemens AG, indem sie die Stimmrechte ihrer Aktien √ľbertragen an den
Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.

Gegenantrag zum Tagesordnungspunkt 7:

Die Wahl des Herrn Dr. Heinrich von Pierer
in den Aufsichtsrat wird abgelehnt.

Begr√ľndung:

Herr Dr. von Pierer hat als Vorstandsvorsitzender in vergangenen Hauptversamm-
lungen mehrfach klare Antworten auf entscheidende Fragen verweigert und sich
abf√§llig √ľber die Nutzung erneuerbarer Energien ge√§u√üert. W√ľrde er in den
Aufsichtsrat gew√§hlt, drohte die Gefahr, dass er als k√ľnftiger Leiter der Hauptv-
ersammlungen offene Debatten unterbinden und dadurch die Zukunftsfähigkeit
der Siemens AG gef√§hrden w√ľrde.

Gegenantrag zum Tagesordnungspunkt 9:

§ 17 der Satzung erhält folgenden Wortlaut:
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten variable Bez√ľge in H√∂he des
durchschnittlichen Einkommens aller Beschäftigten des Siemens-Konzerns
im jeweiligen Gesch√§ftsjahr sowie das einhundertfache der jeweils f√ľr eine
Aktie ausgesch√ľtteten Dividende.

Begr√ľndung:

Der Aufsichtsrat ist nicht nur den Aktionären der Siemens AG verpflichtet, sondern
auch den Menschen, die täglich den Unternehmensgewinn erarbeiten. Die Koppelung
seiner Bez√ľge an
beide Kriterien kann seine Tätigkeit nur verbessern.


Bericht √ľber die Siemens HV 2004

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