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Deutsche Telekom Hauptversammlung 2005

„Ihr frischer Wind stinkt nach Furz!“

Wegen der Vernichtung von 100.000 Arbeitsplätzen seit der Privatisierung vor zehn
Jahren attackierte der Geschäftsführer des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen
und Aktionäre, Henry Mathews, den Vorstand der Deutschen Telekom in der Hauptver-
sammlung am 26. April 2005 in Hannover.

„Hunderttausend Menschen zahlen jetzt nicht mehr in die sozialen Sicherungssysteme
ein, sondern fallen ihnen zur Last“, beklagte Mathews und forderte die Anwesenden auf,
dem Vorstand und den Kapitalvertretern im Aufsichtsrat wegen ihrer unsozialen
Personalpolitik die Entlastung zu verweigern. Nur bis Ende 2005 wolle der Vorstand
auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. „Ab 2006 geht es weiter mit 10.000
vernichteten Jobs pro Jahr.“

Besonders griff Mathews das Lohndumping durch die Telekom-eigene Personal-
service-Agentur „Vivento“ an. Er schilderte den Aktionären, wie Beschäftigte bei
der Telekom AG „freigesetzt“, anschließend bei Vivento „geparkt“ und schließlich
in Telekom-Tochterfirmen „vermittelt“ werden. „Dort verrichten die Kollegen zum Teil
die gleiche Arbeit wie vorher – aber für bis zu 13 Prozent weniger Lohn.“

„Vivento“ bedeute übersetzt „Wie ein Frischer Wind“, stellte der Kritische Aktionär
fest und rief dem Vorstand zu: „Ihr frischer Wind stinkt nach Furz!“


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