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Thyssen & Krupp Hauptversammlungen 1998

Kritische Aktionäre fordern Fusion
mit sozialen und zivilen Vorzeichen

Gegenanträge des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und
Aktionäre zu den außerordentlichen Fusions-Hauptversammlungen der
Thyssen AG und der Fried. Krupp AG Hoesch-Krupp im Dezember 1998:

„Dem Verschmelzungsvertrag wird nur zugestimmt, wenn die Satzung der künftigen
Thyssen Krupp AG gegenüber der vorgeschlagenen Fassung wie folgt geändert wird:

§ 1 der Satzung (Firma, Sitz und Entstehung) wird ergänzt um einen vierten Absatz mit
dem Wortlaut: ,Am Tag ihrer Gründung übernahm die Gesellschaft die Verpflichtung,
sämtlichen Beschäftigten ihrer beiden Vorgängergesellschaften dauerhaft die
unbefristete Weiterbeschäftigung zu garantieren und die Interessen ihrer Aktionäre
nicht höher zu bewerten als die Interessen ihrer Belegschaft.‘

Im § 2 (Gegenstand des Unternehmens) Absatz 1b wird vor dem Wort ,Maschinen‘
das Wort ,zivilen‘ eingefügt. Im § 2 Absatz 1c wird vor dem Wort ,Fahrzeugindustrie‘
das Wort ,zivile‘ eingefügt.

§ 6 Absatz 1 (Vorstand) wird an seinem Ende ergänzt um den Satz: ,Die Hälfte der
Vorstandsposten soll der Aufsichtsrat mit Frauen besetzen.‘

§ 9 Absatz 1 (Aufsichtsrat) wird an seinem Ende ergänzt um den Satz: ,Vorstand
und Aufsichtsrat sollen der Hauptversammlung zur Wahl der von ihr zu wählenden
Aufsichtsratsmitglieder jeweils gleich viele Frauen und Männer vorschlagen.‘

§ 14 Absatz 1b (Aufsichtsrats-Tantiemen) wird gestrichen.“


Begründung:

„Das historische Ereignis der Fusion von Thyssen und Krupp darf nicht unter dem
Diktat eines kalten, unsozialen Shareholder Value erfolgen. Vielmehr muß die Fusion
als Chance genutzt werden, um ein entschiedenes Zeichen für soziale Gerechtigkeit
zu setzen – insbesondere gegenüber der Belegschaft. Der vorgelegte Satzungsentwurf
für die neue Thyssen Krupp AG wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Immer mehr
Aktionärinnen und Aktionären mißtrauen dadurch der bisherigen und der künftigen
Konzernleitung und lassen sich deshalb vertreten vom Dachverband der Kritischen
Aktionärinnen und Aktionäre.“