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ThyssenKrupp Hauptversammlung 2000

Kritische Aktionäre fordern
„Gesellschaft für Arbeitsplatzerhalt“

Gegenanträge des Dachverbands der Kritischen
Aktionärinnen und Aktionäre zur Hauptversammlung
der Thyssen Krupp AG am 24. Mai 2000:

    zum TOP 3 (Vorstandsentlastung):
    Dem Vorstand wird die Entlastung verweigert.

    zum TOP 4 (Aufsichtsratsentlastung):
    Dem Aufsichtsrat wird die Entlastung verweigert.

    zum TOP 5 (Aufsichtsratswahl):
    Die Wahl ausschließlich männlicher Kapitalvertreter
    in den Aufsichtsrat wird abgelehnt.

    zum TOP 9 (Umfirmierung):
    § 1 Abs. 1 der Satzung wird wie folgt geändert: „
    Die Gesellschaft führt die Firma ,ThyssenKrupp
    AG – Gesellschaft für Arbeitsplatzerhalt‘ “


Begründung der Gegenanträge zu TOPs 3 und 4:

Vorstand und Aufsichtsrat verantworten eine beispiellose Arbeitsplatzvernichtung.
Vor und während der Fusion von Thyssen und Krupp haben sie tausende Arbeits-
und Ausbildungplätze – mehr oder minder ,sozialverträglich' – beseitigt. Der so
entstandene Personalmangel hat zu deutlich mehr Arbeitsunfällen geführt. Für die
geplante Ausgliederung des Stahl-Bereichs sollen nun weitere Stellen vernichtet
werden. Den (verbleibenden) Beschäftigten soll dies durch Belegschaftsaktien
schmackhaft gemacht werden. Immer mehr Anteilseigner verlieren dadurch ihr
Vertrauen in Vorstand und Aufsichtsrat und lassen sich deshalb vertreten vom
Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.


Begründung des Gegenantrags zu TOP 5:

Frauen sind weiterhin im Berufsleben benachteiligt und in Führungspositionen
unterrepräsentiert. Die von der amtierenden ThyssenKrupp-Führungs-MANNschaft
vorgeschlagene Kandidatenliste manifestiert diesen Mißstand. Ohne Frauen in
Führungspositionen kann eine wirkliche Gleichberechtigung der Geschlechter auch
im ThyssenKrupp-Konzern nicht erreicht werden. Die Aktionärinnen und Aktionäre
sollten in der Hauptversammlung nur einer Kandidaturliste für den Aufsichtsrat
zustimmen, in der auch Frauen angemessen vertreten sind. Vorstand und
Aufsichtsrat sind aufgefordert, Kandidatinnen ihres Vertrauens vorzuschlagen.