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Presse-Information
Köln, 18. Januar 2007
ThyssenKrupp- Projekte gefährden Frieden und zerstören Umwelt
Kritische Aktionäre fordern bei Hauptversammlung: Vorstand nicht entlasten
Die ThyssenKrupp AG setzt nach wie vor auf Projekte, die langfristig den Frieden gefährden und die Umwelt zerstören. Deshalb ruft der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre dazu auf, bei der Hauptversammlung des Unternehmens am Freitag in Bochum Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung zu verweigern.
Das Tochterunternehmen ThyssenKrupp Technologies hat zusammen mit dem deutsch-französischen Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern EADS (European Aeronautic Defence and Space Company) das Bremer Unternehmen Atlas erworben. Atlas Elektronik ist spezialisiert auf Ausrüstung der Seestreitkräfte. „Damit setzt der Vorstand seine bisherige Politik fort, Arbeitsplätze im Rüstungsbereich statt im zivilen Bereich auszubauen“, sagte Dorothea Kerschgens, Vorstandsmitglied des Dachverbands der Kritischen Aktionäre.
Die Tochterfirma von ThyssenKrupp, Uhde GmbH, will sich in Südafrika am Bau eines Hochtemperaturreaktors (Kugelhaufenreaktors) beteiligen. Der Bau der neuen Anlage bei Kapstadt durch den südafrikanischen Energiekonzern ist im Land selber sehr umstritten. Wichtige Entscheidungen z.B. des südafrikanischen Umwelt-ministeriums stehen noch aus. Eskom steht in der Kritik der nationalen Atombehörde (NNR). Sie wirft dem Unternehmen Nachlässigkeit im Umgang mit dem bereits bestehenden Atomkraftwerk vor.
Wie schon in den Vorjahren haben auch diesmal wieder viele Aktionäre, die mit der Geschäftspolitik von ThyssenKrupp unzufrieden sind, ihre Stimmrechte an den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre übertragen.
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