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Mit Aktien gegen Ausbeutung
Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre hat sich im ersten Halbjahr 2009 auf 25 Hauptversammlungen mit Aktien gegen Ausbeutung eingesetzt. Mit Ihren Stimmrechtsübertragungen, Spenden und Unterschriften konnten wir uns mitten in der Finanz- und Wirtschaftskrise erfolgreich und kompetent für mehr Unternehmensverantwortung stark machen und Spielregeln für Global Players einfordern. Dafür danken wir Ihnen herzlich.
Spielregeln für Global Players
Dank intensiver Lobbyarbeit sind einige der von uns geforderten Spielregeln für Global Players Wirklichkeit geworden. Das neue Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) sieht vor, die Gehälter an der langfristigen Entwicklung des Unternehmens zu orientieren. Außerdem müssen Manager jetzt für Fehlentscheidungen mit ihrem eigenen Vermögen haften. Auch der direkte Wechsel von Vorständen in den Aufsichtsrat desselben Unternehmens wird jetzt erschwert.
Das sind Teilerfolge, die uns Kritische Aktionärinnen und Aktionäre jedoch nicht ruhen lassen. Wir setzen uns dafür ein, die Position von Whistleblowern in Unternehmen durch eine gesetzliche Regelung zu stärken. Mitarbeiter, die auf Korruption und Missstände in ihrem Unternehmen hinweisen, laufen weiter Gefahr, gemobbt oder gekündigt zu werden.
Kampf gegen Steueroasen
Als einzige Aktionärsvereinigung kritisierte der Dachverband auf den Hauptversammlungen Steueroasen im Herzen Europas und in der Karibik. Das war den Vorständen der Deutschen Bank und der Commerzbank gar nicht recht. „Schätzungen zufolge verliert die Allgemeinheit weltweit 255 Milliarden Dollar durch private Steuerhinterziehung via Steueroasen“, sagte Bernd Moritz, Vorstandsmitglied des Dachverbands bei der Hauptversammlung der Deutschen Bank. „Allein den Ländern des Südens entgehen dabei etwa 120 Milliarden Dollar. Das ist mehr als weltweit an Entwicklungshilfe zur Verfügung gestellt wird.“