Deutsche Bank
"Nominierung der Deutschen Bank als Nachhaltigkeitsbank des Jahres ist skandalös"
Am 4. Juni verleihen Weltbanktochter IFC und Financial Times "Sustainable Banking Awards"
Kritische Aktionäre, Klima-Allianz und urgewald appellieren an Juroren
> gemeinsame Pressemitteilung
Deutsche Banken sind tief ins Geschäft mit Steueroasen verstrickt
Die Deutsche Bank, die teilverstaatlichte Commerzbank und weitere hiesige Finanzinstitute unterhalten über ihre Tochtergesellschaften in Liechtenstein und der Schweiz Geschäftsbeziehungen zu mehr als 1600 Stiftungen und Trusts in fast allen Steuerparadiesen der Welt. Auf Nachfrage des Dachverbands der Kritischen Aktionäre räumte die Commerzbank bei der Hauptversammlung 2009 ihr weltweites Engagement in Steueroasen ein.
> "Heiße Spur ins Paradies" (Joachim Wagner in Die Zeit, 03.09.2009)
> Rede Bernd Moritz bei der Hauptversammlung der Deutschen Bank 2009
> "Ohne Ouagadougou" (Kommentar und Bericht von Kurt Stenger, Neues Deutschland)
Hauptversammlung am 26. Mai in Frankfurt:
> Gegenantrag
> Pressemitteilung Kritische Aktionäre
> Pressemitteilung urgewald
> Rede Bernd Moritz
> Rede Dorothea Kerschgens
> Rede Antje Kleine-Wiskott
> Rede Christoph Rinneberg
Im Auftrag der Initiative Ordensleute für den Frieden übergab Christoph Rinneberg "Spenden für die notleidende Bank" an Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann. "Man muss auch den Pfennig ehren", sagte Ackermann und hob ein Cent-Stück auf, das auf den Boden gefallen war.
> "Spenden für die notleidende Bank"
"Vorfahrt für Klimaschutz?"
Antworten der Deutschen Bank auf die Umfrage 2008 des Dachverbands bei 27 deutschen Konzernen
DAXwatch | Okt. 08: "Schöne neue Hochschulwelt. Die Geschäfte des Herrn J. Ackermann"
Hauptversammlung 2008: Ackermann entschuldigt sich für Brötchentüten-Kampagne
Der Dachverband der Kritischen Aktionäre hat die Proteste von Attac gegen die menschenverachtenden Spekulationen mit Agrarrohstoffen in die Hauptversammlung der Deutschen Bank getragen. Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands, kritisiert die Spekulation der Bank mit Agrarrohstoffen. "Der Vorstandsvorsitzende Dr. Ackermann muss sich fragen lassen, warum die Deutsche Bank nicht in Unternehmen investiert, die einen Beitrag zu einer größeren Effizienz der Landwirtschaft und damit zu einer besseren Versorgung der Bevölkerung in Schwellen- und Entwicklungsländern leisten", so Dufner.
Mit einer Werbekampagne hatte die Deutsche Bank versucht, Kunden von Frankfurter Bäckereien für den bankeigenen Agrarrohstoff-Fonds zu interessieren. Auf Postkarten, die an Brötchentüten geheftet waren, wurden die Kunden gefragt:
"Freuen Sie sich über steigende Preise? Alle Welt spricht über Rohstoffe – mit dem Agriculture Euro Fonds* haben Sie die Möglichkeit an der Wertentwicklung von sieben der wichtigsten Agrarrohstoffe zu partizipieren."
Bei seiner Hauptversammlungsrede hielt der Kritische Aktionär Dufner das ´Corpus delicti´ in die Höhe und fragte Deutsche-Bank-Chef Ackermann:
"Was haben Sie sich eigentlich dabei gedacht, mit einer derart zynischen Werbung auf Kundenfang zu gehen?"
Ackermann: "Ich habe keine Freude an dieser Kampagne und möchte mich in aller Form dafür entschuldigen."
Dufner: "Herr Ackermann, hier in Frankfurt haben Ihnen Bürgerinnen und Bürger deutlich zu verstehen gegeben, was sie davon halten, mit dem Hunger der Armen Geschäfte zu machen."
Ackermann: "Nach ersten kritischen Reaktionen haben wir die Brötchentüten sofort zurückgezogen." Dies sei bereits am 25. April geschehen – also schon bevor es Einwände von Nichtregierungsorganisationen gegeben habe.
Dufner: "Wie viele Kunden haben aufgrund der Brötchentüten-Kampagne Ihr Konto bei der Deutschen Bank gekündigt und die Deutsche-Bank-Aktie aus Ihrem Depot geworfen?"
Ackermann: "Es gab keine Kontokündigungen, die spezifisch waren. Die Beschwerdequote war gering."
Klage von Apartheids-Opfern
Dorothea Kerschgens, Vorstandsmitglied der Kritischen Aktionäre, fragte Ackermann, ob die Deutsche Bank die Entscheidung des US Supreme Court, anerkennen werde. Ackermann antwortete darauf: „Wir sind weiterhin der Auffassung, dass die Bewältigung der Apartheid nicht vor ein US-Gericht gehört. Diese Auffassung vertreten auch die Regierungen der USA, Südafrikas und Deutschlands.
Uranwaffen-Geschäfte
Zur Finanzierung von Uranwaffen-Geschäften sagte Ackermann: "Die Deutsche Bank hält sich dabei nicht nur an gesetzliche Vorschriften, sondern auch an die Leitlinien der UNO."
Studie: "Deutsche Bank: Ein fragwürdiges Markenzeichen" (in Auszügen) unserer Mitgliedsorganisation urgewald (hier die Studie bestellen).
Die Reden und Gegenanträge der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre bei der Deutsche Bank HV 2008: Rede Dorothea Kerschgens, Rede Markus Dufner, Gegenantrag
Im Weisungsbogen sehen Sie, wie die Kritischen AktionärInnen bei der HV abstimmen werden.
Hauptversammlung 2007
Kredite für umweltfeindliche Projekte, Vernichtung von Arbeitsplätzen, Ausbeutung der „Dritten Welt“ – dies und mehr werfen Kritische Aktionärinnen und Aktionäre dem Vorstand der Deutschen Bank vor. Einzelheiten dazu stehen in ihren Berichten über die Hauptversammlungen 1996, 1997, 2000, 2001a, 2001b, 2002 und 2004 (siehe Archiv) und im Aufruf zu ihrer Kampagne Umweltzerstörung auf Kredit? Verantwortung der Banken! und natürlich in ihrer Broschüre Machtzentrum Deutsche Bank.
Pressemitteilung HV 2007
Kritischer Deutsche Bank Aktionärsbrief 2007




