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Konzernkritik
Wer gehört zu wem?
Sie wollen wissen, wem die großen deutschen Unternehmen gehören? Wer wie und wo beteiligt ist? Auf der Website der Süddeutschen Zeitung finden Sie - erstmals kostenfrei im Internet - einen Auszug der von der Commerzbank erstellten Online-Publikation "wer gehört zu wem". Sie können hier fast alle Unternehmen abfragen, die in den beiden wichtigsten deutschen Börsenindizes enthalten sind, sowie deren Muttergesellschaften.
Der Selbstbereicherung der Manager Einhalt gebieten: Die Vorstände in deutschen Unternehmen haben 2007 im Schnitt 17,5 Prozent mehr verdient als im Vorjahr. Innerhalb weniger Jahre haben sich die Einkommen der DAX-Vorstände vom 14-fachen des durchschnittlichen Belegschaftsgehalts auf das 44-fache erhöht. Die Wirtschaftselite treibt die Gesellschaft und sich selbst in eine gefährliche Diskussion: Sie fordert ständig Maß halten, erweckt aber nicht den Eindruck, als würde sie selber Maß halten. Wer so agiert, hat seine Glaubwürdigkeit verspielt. Bei den Vorstandschefs liegt bislang Dieter Zetsche von Daimler vorn. Er kam 2007 auf ein Jahresgehalt von 8,55 Millionen Euro. Das waren knapp 40 Prozent mehr als im Vorjahr. "Egal ob Herr Zetsche schafft, schwimmt oder schläft: Jede Stunde seines Lebens erhält er mehr als 1000 Euro auf sein Konto überwiesen", stellt Paul Russmann von den Kritischen Daimler-Aktionären fest. Kritische Aktionäre forderten in diesem Jahr anlässlich der Steuer-Affäre von Post-Chef Zumwinkel ein Verbot von Aktienoptionsplänen und die Begrenzung von Aufsichtsratsmandaten > Lesen Sie hierzu hierzu Pressemitteilung 05/2008 und Konzernkritik Deutsche Post.
"Große Bühnen, miese Shows": Im April und Mai finden die meisten Hauptversammlungen der DAX-Konzerne statt. Das Magazin €uro berichtet über die Inszenierung der Treffen mit den Kapitalanlegern und befragte dazu die Theater- und Wirtschaftswissenschaftlerin Dr. Brigitte Biehl und den Kritischen Aktionär Paul Russmann. Biehl weiß: "Großkonzerne nutzen die Techniken des Theaters, um sich selbst zu inszenieren und ihr Publikum in ihrem Sinne zu beeinflussen."Russmann findet, dass in den Hauptversammlungsdebatten kein fairer Dialog zwischen Aktionären und Managern stattfindet > Lesen Sie hier den ganzen Artikel.