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Kritische AktionärInnen protestieren vor der RWE-Hauptversammlung 2007 in Essen

Prima Klima aus dem CO2-freien Kraftwerk?

Sind die Energiekonzerne jetzt zu Vorreitern des Klimaschutzes geworden? Liest man ihre bunten Broschüren, so könnte man es glauben. So wirbt RWE mit Schäfchenwolken am blauem Himmel und der dreisten Behauptung: "Wer sich am meisten über unsere Investitionen freut? Das Klima."
Tatsächlich sind derzeit schon gigantische neue Kohlekraftwerke im Bau oder in Planung. Aus Sicht der Stromkonzerne kein Problem, weil es bald "CO2-freie Kraftwerke" geben soll. Dabei wird die Abtrennung und Speicherung von CO2 aus Kraftwerksabgasen gerade erst erforscht. Bisher weiß niemand, ob sich das Kohlendioxid sicher und wirtschaftlich im Boden speichern lässt. Trotzdem werben die Energiekonzerne schon heute mit dem CO2-freien Kohlekraftwerk.
Auch Vattenfall betreibt kräftig Imagepflege. In Zeitungen und Zeitschriften inseriert der schwedische Konzern: "Was tut Vattenfall für den Klimaschutz?"; im Lausitzer Braunkohle-Abbaugebiet hat Vattenfall die junge Generation ins Visier genommen und eine "Klimaakademie" für Schulen ins Leben gerufen.
Gemeinsam haben die großen Stromkonzernen in Berlin ein eigenes "Informationszentrum klimafreundliches Kohlekraftwerk" (IZ KLima) ins Leben gerufen. "Die IZ-Klima hat sich zum Ziel gesetzt ...", heißt es in einer Selbstdarstellung, "eine sachliche und konstruktive Diskussion über die Unentbehrlichkeit der klimafreundlichen Nutzung fossiler Energieträger, vor allem der Versorgungssicherheit, anzustoßen."  

> Das CO2-freie Kohlekraftwerk: Ein PR-Trick der Stromkonzerne? Monitor-Bericht in der ARD, 31.01.2008,
> Grün lackiert, SPIEGEL-online, 22.07.2007

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