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Position:   Konzernkritik

ThyssenKrupp bedroht die Existenz des brasilianischen Fischers Luis Carlos Oliveira
Pressekonferenz in Bonn informiert über das Stahlwerk von ThyssenKrupp in Brasilien
Protest vor der Hauptversammlung 2010 von ThyssenKrupp
Luis Carlos Oliveira stellt Forderungen an ThyssenKrupp
Karina Kato (re.) vom Institut PACS aus Rio de Janeiro
Christian Russau (KOBRA) unterstützt die brasilianischen Fischer
Kritische Aktionäre bei der Hauptversammlung von ThyssenKrupp 2010
Imagewerbung von Thyssen-Krupp. Tatsächlich zerstört das Unternehmen die Umwelt und baut U-Boote.

"ThyssenKrupp beutet das Erz aus, den Fischern bleibt die Schlacke"

Bei der diesjährigen Hauptversammlung unterstützen die Kritischen Aktionäre brasilianische Fischer, für die stellvertretend Luis Carlos Oliveira extra aus Südamerika angereist war. Er verlangte bei der Hauptversammlung der ThyssenKrupp AG am 21.01.2010 in Bochum die ökologische Wiederherstellung der Bucht von Sepetiba und eine Entschädigung für die Verdienstausfälle der Fischer, die vom Bau des Stahlwerks von ThyssenKrupp betroffen sind. "ThyssenKrupp beutet das hochwertige Erz aus, uns lassen sie die Schlacke", sagte Oliveira. "ThyssenKrupp gibt sich den Anstrich eines sozial und ökologisch verantwortungsvollen Konzerns", so Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands. "Aber dieses Bild hat mit der Realität wenig zu tun." Ein Spielzeug-Fisch, den Oliveira im Anschluss an seine Rede dem Vorstandsvorsitzenden Ekkehard Schulz überreichte, soll die Konzernführung an die Forderungen der Fischer erinnern.

ThyssenKrupp handelt sozial und ökologisch unverantwortlich
Der Vorstand von ThyssenKrupp wies jede Verantwortung von sich. Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, der den Fischer Oliveira zur Aktionärsversammlung eingeladen und ihm Stimmrechte übertragen hatte, ist wenig überrascht von dieser Haltung. "ThyssenKrupp versucht sich den Anstrich eines sozial und ökologisch verantwortungsvollen Konzerns zu geben, aber dieses Bild hat mit der Realität nicht viel zu tun. Wir werden daher die Aktivitäten von ThyssenKrupp weiter kritisch beobachten und unterstützen die Forderungen der Fischer nach Entschädigung und Beseitigung der durch das Stahlwerk angerichteten Umweltschäden."

> Presseschau
> Pressemitteilung vom 22.01.2010
> Pressemitteilung vom 20.01.2010
> Rede von Luis Carlos Oliveira, Karina Kato, Christian Russau, Christiane Gerstetter, Markus Dufner, Antje Kleine-Wiskott
> Kritischer ThyssenKrupp-Aktionärsbrief
> Gegenantrag
> "Das Stahlwerk und die Fischer", Lateinamerika-Nachrichten Nr. 427
> Einladung zur Pressekonferenz am 20. Januar in Bonn
> Konzernstudie 2010: "ThyssenKrupp - Schwerindustrie macht Nachhaltigkeit light"



Antworten ThyssenKrupp „Vorfahrt für Klimaschutz? Umfrage des Dachverbands bei 27 deutschen Konzernen“ 
 

> ThyssenKrupp Hauptversammlung 2009
> ThyssenKrupp Hauptversammlung 2008
> ThyssenKrupp Hauptversammlung 2007

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