Völlig unzureichende Konsequenzen aus Zwangsarbeitsrisiken in China und bei Wintershall DEA: Unsere Gegenanträge

Zu Tagesordnungspunkt 2: Verwendung des Bilanzgewinns

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns abzulehnen.

Begründung:

Die vorgeschlagene, gegenüber dem Vorjahr gleichbleibende Dividende ist zu hoch. Eine deutliche Reduktion wäre angesichts des Investitionsbedarfs und der angeschlagenen wirtschaftlichen Situation der BASF angemessen. Ein Blick zurück zeigt: Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) hat sich 2022 deutlich reduziert. Es sind neben den Abschreibungen auf Nord Stream 2 vor allem die massiven Abschreibungen auf das fossile Russlandgeschäft der Wintershall Dea, die BASF ein Beteiligungsergebnis von rekordverdächtigen minus 4,9 Milliarden Euro 2022 beschert haben. Das Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen lag entsprechend bei minus 627 Millionen Euro, wohlgemerkt nach 5,5 Milliarden Euro in 2021. Weiterlesen

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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Telekom-Tochter T-Systems

Rede von Markus Dufner auf der Hauptversammlung der Deutschen Telekom AG am 5. April 2023


Sehr geehrter Herr Dr. Appel, sehr geehrter Herr Höttges, sehr geehrte Mitglieder des Aufsichtsrats und Vorstands, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre der Deutschen Telekom AG,

mein Name ist Markus Dufner. Ich bin Geschäftsführer des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Zur heutigen Hauptversammlung wurden uns die Stimmrechte für mehr als 300.000 Aktien übertragen.

Herr Höttges, Sie nutzten Ihre Rede schon sehr zur Image-Politur für die Deutsche Telekom. Einige unerfreuliche Aspekte, die Sie nicht erwähnten, werde ich nun darstellen.

T-Systems und State Capture in Südafrika, bereits in der Hauptversammlung 2022 sprach ich die Verwicklung von T-Systems in einen schweren Korruptionsfall in Südafrika an. Weiterlesen

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VW weigert sich, ehemalige Sklavenarbeiter in Brasilien zu entschädigen

Pressemitteilung der Brasilien Initiative Freiburg und des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre

Stattdessen plant VW Erhöhung der Gehälter und Boni für die VW-Vorstände

Freiburg, Köln, 30. März 2023. Gestern Nachmittag kam es im brasilianischen São Paulo zur mittlerweile dritten Anhörung vor der Bundesstaatsanwaltschaft für Arbeit im Fall der Sklavenarbeit auf der ehemaligen VW-Fazenda Vale do Rio Cristalino in Amazonien Ende der 1970er bis Mitte der 1980er Jahre. Zeitgleich sollte vor Ort von Aktivist:innen einen von fast 3.000 Bürgerinnen und Bürgern aus Deutschland unterzeichnete Petition übergeben werden, die von Volkswagen Entschädigung für die ehemaligen Sklavenarbeiter:innen fordert. Laut brasilianischen Medienberichten verließen die anwesenden Vertreter:innen und Rechtsanwält:innen von VW do Brasil die Anhörung und lehnten eine weitere Beteiligung an dem Verfahren ab. Weiterlesen

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Brasiliens Arbeitsministerium: Kein Rausreden für BASF im Falle von Sklavenarbeit als bloßer Abnehmer, sondern de facto-Boss

BASF war „tatsächlicher Arbeitgeber“ der Anfang März aus den sklavenähnlichen Bedingungen auf Reisfeldern in Uruguaiana im Westen von Rio Grande do Sul befreiten Arbeiter:innen, sagt das brasilianische Arbeitsministerium, wie das Portal G1 soeben berichtet.

von Christian Russau

BASF wurde vom brasilianischen Ministerium für Arbeit und Beschäftigung MTE als „tatsächlicher Arbeitgeber“ der (laut G1 mittlerweile) 85 Arbeiter:innen benannt, die aus den sklavenähnlichen Bedingungen auf Reisfeldern in Uruguaiana im Westen von Rio Grande do Sul befreit wurden (KoBra hatte berichtet). Die Bundesstaatsanwaltschaft für Arbeit und das MTE hatte den Namen des Unternehmens zunächst nicht bekannt gegeben, um die Ermittlungen nicht zu behindern, aber der Bericht von RBS TV bestätigte den Namen des Unternehmens mit Quellen, berichtet nun das Infoportal G1. Weiterlesen

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Die Aktionärsversammlung als Bühne für zivilgesellschaftlichen Diskurs

Podcast-Folge bei Finance 4Future über unsere Arbeit und Interventionen auf Hauptversammlungen

In der aktuellen Podcast-Folge von Finance 4Future haben wir mit Niklas Krämer über unsere Interventionen auf Hauptversammlungen gesprochen. Dabei haben wir auch die mangelnde Transparenz beim Engagement großer Vermögensverwaltungen bei Nachhaltigkeitsthemen kritisiert sowie Ideen diskutiert, wie die Hauptversammlung relevanter werden könnte.

Die Podcast-Folge kann z.B. hier gehört werden:

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„Nadelstiche“ und „Psychoterror“ von RWE

4. RWE-Tribunal: Der Konzern steuert bis heute mit fossilen Strategien gegen die Energiewende

Auf sehr großes Publikumsinteresse stieß das 4. RWE-Tribunal in der Alten Feuerwache.

Nach den ersten Tagungen in Lützerath, Essen und Düsseldorf traf sich das RWE-Tribunal am 11. und 12. März 2023 in Köln. Nach zwei Verhandlungstagen und der Anhörung vieler Zeugen und Sachverständigen kam die Jury zu dem Ergebnis, dass RWE für Klimaschäden und vorzeitige Todesfälle verantwortlich ist.

„Tausende vorzeitige Todesfälle durch RWE“ ist das Motto des 4. RWE-Tribunals: Alfred Emilio Weinberg.

Der Initiator des RWE-Tribunals, Alfred Emilio Weinberg, gab vor Beginn des 4. RWE Tribunals in Köln einen Überblick (Link zum Statement auf dem Youtube-Kanal von „Der Pilger“). Weiterlesen

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Tausende vorzeitige Todesfälle durch RWE! Unwort des Jahres „Klimaterroristen“ passt auf RWE

Großer Besucherandrang beim 4. RWE-Tribunal in der Alten Feuerwache in Köln

Pressemitteilung zum 4. RWE-Tribunal am 11./12. März 2023 in Köln, Alte Feuerwache

Köln, 10.03.2023 – Auf dem 4. RWE-Tribunal am Wochenende in Köln werden Prominente aus Wissenschaft, Politik und Medien sowie persönlich Betroffene die Verantwortung von RWE für Klimaschäden und vorzeitige Todesfälle aufzeigen.

Als Zeug*innen angehört werden Elisabeth Meyn, die Mutter des im Hambacher Wald zu Tode gekommenen Dokumentarfilmer Steffen Meyn, der „letzte Landwirt von Lützerath“, Eckhardt Heukamp, und die Filmemacherin Carmen Eckhardt. Als einer von mehreren Sachverständigen gehört wird Hans-Josef Fell, einer der Väter des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Jörg Reichel von der Deutschen Journalist*innen-Union berichtet über Behinderungen und Angriffe der Polizei und RWE-Security auf Pressevertreter*innen während der Räumung von Lützerath im Januar. Weiterlesen

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LEG in der Abwärtsspirale

Keine Dividende, Investitionskürzungen und weiter steigende Mieten zeugen von dramatischer Lage des Immobilienkonzerns

Jahrelang hat die Plattform kritischer Immobilienaktionär*innen einen Verzicht auf überhöhte Dividendenausschüttungen und spekulatives Wachstum gefordert. Vergeblich. Nun präsentiert der LEG-Vorstand den Anlegern und Mietern die Quittung für seinen Größenwahn: Im Jahr 2023 soll das zweitgrößte Wohnungsunternehmen Deutschland überhaupt keine Dividende ausschütten. Zugleich sollen die Investitionen in Modernisierungen deutlich gekürzt, die Mieten aber weiter erhöht werden. Eine endlose Abwärtsspirale droht.

Dass diese radikalen Einschnitte vorgenommen werden, obwohl die Ist-Miete auf vergleichbarer Fläche um 3,1 Prozent zugelegt hat, zeigt das wie ernst die Lage ist. Hintergrund sind die steigenden Zinsen, die den auf Pump aufgeblasenen Konzern ins Mark treffen könnten. Weiterlesen

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