Fusion bedroht 13.000 Bergarbeiter-Jobs

Protest vor der Hauptversammlung von Lonmin im März 2018

Im Laufe dieses Jahres soll das britisch-südafrikanische Platin-Bergbauunternehmen Lonmin vom Bergbaukonzern Sibanye Stillwater übernommen werden. Allein bei Lonmin sollen 13.000 von 36.000 Arbeiter*innen ihre Jobs verlieren. Zusammen mit dem südafrikanischen Bischof Jo Seoka wird der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Akionäre an der Hauptversammlung von Lonmin am 25. März in London teilnehmen und sich dort für die Erhaltung der Arbeitsplätze einsetzen. Wie in den letzten beiden Jahren wird die europäisch-südafrikanische Kampagne „Plough Back the Fruits“ vom London Mining Network unterstützt. Geplant ist eine Kundgebung vor Beginn der Lonmin-Hauptversammlung (11 Uhr englische Zeit, 10-11 Carlton House Terrace, London,SW1Y 5AH). Weiterlesen

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Bischof Seoka fordert: 12.600 Bergarbeiter-Jobs bei Lonmin müssen erhalten bleiben

Drohende Massenentlassung durch Übernahme von BASF-Zulieferer: Internationales Marikana-Bündnis ruft zur Solidarität mit südafrikanischen Bergleuten auf /
Protest vor der Lonmin-Hauptversammlung am 25. März in London

Köln/London/Johannesburg. Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre und ein internationales Bündnis von Nichtregierungsorganisationen fordern, dass der britisch-südafrikanische Bergbau-Konzern Lonmin nach dem Massaker an 34 streikenden Bergarbeitern im Jahr 2012 seinen Verpflichtungen gegenüber der Gemeinschaft von Marikana nachkommt. Der Sprecher des Bündnisses, der südafrikanische Bischof Johannes Seoka, fordert Lonmin auf, die Umsetzung des rechtlich verbindlichen Sozialarbeitsplans sicherzustellen, zudem müssten 12.600 Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Am 25. März Uhr um 11 Uhr (deutsche Zeit) wird das Bündnis vor der Hauptversammlung von Lonmin in London (Carlton House Terrace, London SW1Y 5AH) protestieren. Weiterlesen

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Damit auch die Kirchen bleiben: Protest bei Bischofskonferenz

Kritische Aktionär*innen, Menschen aus dem Rheinischen Braunkohlerevier und Anti-Atom-Aktivist*innen aus dem Münsterland und Emsland haben am Mittwoch in Lingen die Petition „Appell katholischer Christen“ an die Deutsche Bischofskonferenz übergeben.

Die Protestierenden forderten die Katholische Kirche auf, keine Kirchen und Grundstücke mehr an RWE zu verkaufen. Barbara Ziemann-Oberherr aus dem Erkelenzer Ortsteil Keyenberg sagte: „Die Bagger stehen schon vor unserer Haustür, auch die alte Kirche soll zerstört werden.“ Seit die Kohlekommission ihre Empfehlungen an die Politik vorgelegt habe, beschleunige RWE den Abriss der Dörfer an den Tagebauen Garzweiler und Hambach. Die Demonstrant*innen hatten Schilder mitgebracht, auf denen die Namen weiterer Orte standen, die verschwinden sollen: Kuckum, Berverath, Morschenich und Manheim. Weiterlesen

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Bündnis protestiert bei der Frühjahrstagung der katholischen Bischöfe am 13. März in Lingen

Dorfbewohner*innen aus dem Rheinischen Revier, katholische Christinnen und Christen, Umweltschutz- sowie Anti-Atom-Gruppen aus dem Münsterland und Kritische Aktionärinnen und Aktionäre protestieren am 13. März bei der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Lingen für die Erhaltung von Dörfern und Kirchen an den Tagebauen Garzweiler und Hambach.

Bei einer Kundgebung am Mittwochnachmittag vor dem Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen überreicht das Bündnis den Bischöfen den „Appell katholischer Christen: Schöpfung bewahren! Kohleabbau stoppen! Hambacher Wald retten!“.

„Seit die Kohlekommission ihre Empfehlungen an die Politik vorgelegt hat, beschleunigt RWE den Abriss der Dörfer an den Tagebauen Garzweiler und Hambach“, berichtet Barbara Ziemann-Oberherr aus dem Erkelenzer Ortsteil Keyenberg. Weiterlesen

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Der Fall Volkswagen, Wilson Witzel – und Marielle Franco

VW-Manager Roberto Cortes (rechts im Bild) schüttelt die Hand
des Gouverneurs von Rio de Janeiro, Wilson Witzel (auch ziemlich rechts)

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, KoBra – Kooperation Brasilien, Brasilieninitiative Freiburg und die Brasilien Initiative Berlin fordern: Kein Händeschütteln von Volkswagen-Managern mehr mit Politikern, die über die Ermordung der brasilianischen Menschenrechtsaktivistin Marielle Franco öffentlich johlend und feixend gegrinst haben und der Verunglimpfung dem Andenken Verstorbener massiv und aktiv Vorschub geleistet haben!

50 Jahre nach dem Beginn der direkten Kollaboration von Volkswagen do Brasil mit der brasilianischen Militärdiktatur, in deren Zuge VW-Mitarbeiter erst bespitzelt, dann bei der Folterpolizei DOPS denunziert und dort der Folter ausgeliefert wurden, nun 50 Jahre später betreibt Volkswagen auch heute, im Jahr 2019, ein übles Spiel in Brasilien: Erst benutzte Roberto Cortes, seines Zeichens nach CEO von Volkswagen Caminhões e Ônibus, nach der Wahl des Ex-Hauptmanns Jair Bolsonaro zum Präsidenten Brasiliens, das tumbe „Aber er hat doch die Autobahnen“-Argument, als er erklärte, das letzte Mal, dass der Staat in Brasilien kompetent die Infrastruktur geplant und ausgebaut habe, sei unter den Militärs vor 50 Jahren geschehen, – und nun schüttelt derselbe Roberto Cortes dem neuen Gouverneur von Rio de Janeiro, Wilson Witzel, beim Treffen am 7. Weiterlesen

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