Diskussionsveranstaltung von naturstrom mit Kritischen Aktionär*innen, urgewald und GLS Bank am 29.01.2026 in Köln
Diskutieren über Nachhaltigkeit im Finanzwesen: Moritz Schröder-Therre (urgewald), Markus Dufner (Dachverband Kritische Aktionäre) und Stefan Möller
Nachhaltigkeit im Finanzwesen ist in aller Munde. Doch nicht alle Anlagen werden dem Klima & Artenschutz gerecht. Zurecht beschweren sich Anleger und Umweltverbände über Intransparenz und Greenwashing. Leider gibt es – mal wieder – nicht die einfachen Antworten. Finanzen haben die Macht nachhaltigen Wandel effektiv zu fördern, aber auch Prozesse auszubremsen. Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands, Moritz Schröder-Therre von urgewald und Stefan Möller von der GLS Bank möchten bei der Diskussionsveranstaltung der naturstrom AG für das Thema sensibilisieren und zum genauen Hinsehen animieren. Weiterlesen
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Gegenantrag zu Tagesordnungspunkt 3: Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands
Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, den Mitgliedern des Vorstands die Entlastung zu verweigern.
Begründung:
Der Vorstand kommt seinen Sorgfaltspflichten nicht hinreichend nach, insbesondere bei der Integration von Tierschutzstandards in die Nachhaltigkeitsstrategie und Lieferkettenkontrolle.
Systematische Tierquälerei in der Lieferkette
Im September 2025 deckte die Tierrechtsorganisation SOKO Tierschutz durch einen dreimonatigen Undercover-Einsatz bei einem Lieferanten von Siemens Healthineers, der Asamhof GbR, schwerwiegende Verstöße gegen geltendes Tierschutzrecht auf (ARD-Mediathek „Tierversuche in der Siemensforschung: Kaninchenblut für Antikörper“ 23.09.2025). Zwischen 3.000 bis 4.000 Kaninchen werden dort unter grausamen Bedingungen zur Antikörperproduktion unter anderem für Siemens Healthineers gehalten. Weiterlesen
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Offener Brief an das Rautenstrauch-Joest-Museum und den Kölner Kulturdezernent
Sehr geehrte Direktorinnen Nanette Snoep und Anne Fischer, sehr geehrter Kulturdezernent Stefan Charles,
als Menschenrechts- und Umweltorganisationen, die sich seit Jahrzehnten für die Landrechte indigener Gemeinschaften in Lateinamerika einsetzen, begrüßen wir sehr die Würdigung der Arbeit von Sebastião Salgado durch die beeindruckende Ausstellung im Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum.
Unsere Arbeit beruht auf dem Völkerrecht, unter anderem dem Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte der Vereinten Nationen sowie der ILO-Konvention 169 zu Rechten Indigener Völker. Wir haben in der Vergangenheit auch mit Sebastião Salgado kooperiert, beispielsweise zu Landkonflikten in Brasilien. Herr Salgado hat die brasilianische Landlosenbewegung MST und FIAN durch Überlassung von Bildrechten unterstützt. Weiterlesen
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Gegenantrag zu Tagesordnungspunkt 2: Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns
Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns abzulehnen.
Thyssenkrupp sollte den Betrag von 93.379.761,15 € (0,15 € je Stückaktie) nicht als Dividende ausschütten, sondern für Investitionen in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens, die schnellere Erreichung von Klimazielen und die Erhaltung von Arbeitsplätzen nutzen.
Während sich das Unternehmen in der Krise befindet, der Umsatz weiterhin sinkt, Arbeitsplätze gestrichen werden und weiterer Stellenabbau droht, soll nach dem Wunsch von Vorstand und Aufsichtsrat trotzdem eine Dividende ausgeschüttet werden. Das passt nicht zusammen und ist aus unserer Sicht unverhältnismäßig. Weiterlesen
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Mit weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen des AK Rohstoffe haben wir die Vorstellung des Aktionsplans „Starke Partnerschaften für eine erfolgreiche Wirtschaft weltweit“, der den Rahmen für Ziel 3 des neuen BMZ-Reformplans stellt, mit großer Sorge zur Kenntnis genommen. Damit geht das BMZ einen deutlichen Schritt in Richtung engerer Einbindung deutscher Unternehmen in die entwicklungspolitische Arbeit und öffnet sich einer strategischen Ausrichtung an deutschen Wirtschaftsinteressen, unter anderem mit dem Ziel, Märkte zu erschließen und die Versorgung mit sogenannten kritischen und strategischen Rohstoffen zu sichern.
Mit einer gemeinsamen Stellungnahme, die wir mit 32 weiteren zivilgesellschaftliche Organisationen unterstützen, fordern wir die konsequente Ausrichtung an folgenden fünf Punkten:
Entwicklungspolitische Kernziele müssen zentrale Ziele von EZ bleiben
Zusammenarbeit an Bedürfnissen der Partnerländer und deren Bevölkerung ausrichten
Effektive Einbeziehung globaler Zivilgesellschaft und Betroffener in Entscheidungs- und Umsetzungsprozesse und notwendige Aufstockung zivilgesellschaftlicher Förderung
Verbindliche Sicherung menschenrechtlicher und ökologischer Standards durchsetzen
Reduktion des Rohstoffverbrauchs für eine global gerechte sozial-ökologische Transformation
Der heute veröffentlichte „Konzernatlas 2026 – Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmittelindustrie“ zeigt die Folgen der starken Marktkonzentration im Agrar- und Ernährungssektor auf und präsentiert politische Instrumente, um die Markt- und Lobbymacht dominanter Konzerne einzudämmen. Die Herausgeber Heinrich-Böll-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Dachverband Kritische Aktionärinnen und Aktionäre warnen: Wenige Konzerne setzen Preise durch – von Saatgut und Pestiziden bis zum Lebensmitteleinzelhandel – und beeinflussen politische Entscheidungen.
Weltweit kontrollieren jeweils nur vier Konzerne 61 Prozent des Pestizidmarkts, 56 Prozent des Saatguts und 43 Prozent der Landmaschinen. In Deutschland beherrschen die vier großen Supermarktketten Aldi, Edeka (mit Netto), Rewe (mit Penny) und die Schwarz-Gruppe (mit Lidl und Kaufland) inzwischen rund 88 Prozent des Lebensmittelhandels – 1995 waren es noch 55 Prozent. Weiterlesen
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Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmittelindustrie: Vorstellung des neuen Konzernatlas mit Podiumsdiskussion am Montag, 12. Januar 2026 ab 18 Uhr in Berlin und online
Konzernatlas 2026. Urheber/in: STOCKMAR+WALTER Kommunikationsdesign. All rights reserved.
Das globale Ernährungssystem wird dominiert von wenigen großen Playern – vom Saatgut bis zum Supermarkt. Wohin diese starke Konzentration führt, konnten wir zuletzt anhand von Versorgungsengpässen während der Corona-Pandemie und einer drastischen Inflation in Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine beobachten. Dabei haben etwa Agrarhandels- oder Düngemittelkonzerne von diesen ökonomischen Schocks enorm profitiert.
Der Konzernatlas 2026 beleuchtet, wie Agrar- und Lebensmittelkonzerne ihre Macht einsetzen und welche Folgen dies hat: Sie blockieren mit ihrer Lobbymacht Gesetze, um sich Vorteile zu verschaffen. Weiterlesen
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Sehr geehrte Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
ich bin Tilman Massa, ich spreche für den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Mit den uns übertragenen Stimmrechten fordern wir von KWS deutlich effektivere Maßnahmen zur Unterstützung landwirtschaftlicher Betriebe, gegen die Klimakrise sowie für den Schutz der Umwelt und Biodiversität ein.
Angesichts der immer deutlicher werdenden Auswirkungen der Klima- und Biodiversitätskrise erwarten wir von Ihnen deutlich mehr Investitionen und Unterstützung der Landwirtschaft – vor allem mittel- und langfristig. Aber auch schon von Ihrem heutigen Dividendenvorschlag sollte mehr in Zukunftsinvestitionen für ein nachhaltiges Ernährungssystem fließen.
Probleme und Abhängigkeiten durch Konzentration im Saatgut-Markt
Eingangs sollte ich klarstellen: Wir sehen in Bezug auf Saatgut deutlich mehr Verantwortung bei Ihren „großen“ Konkurrenten Bayer und BASF, auf deren Hauptversammlungen kritisieren wir deren Ausnutzen von Marktmacht auch sehr deutlich. Weiterlesen
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