Pressemitteilung des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre zur Hauptversammlung 2026 der HHLA AG am 11.06.2026
Erschrockene Hamburger Bürger*innen beobachten, wie der MSC-Raubfisch das HHLA-Fischchen verschlingt. (KI-generiertes Bild des Dachverbands)
Köln/Hamburg, den 10. Juni 2026 – Auf der morgigen Hauptversammlung der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) erhebt der Dachverband der Kritischen Aktionäre schwere Vorwürfe gegen die Konzernführung. Im Fokus der Kritik stehen der Ausschluss der Minderheitsaktionäre durch einen Squeeze-out, die umstrittene Neubesetzung der Aufsichtsratsspitze und die Sorge um einen lascheren Umgang mit Klimaschutz und den Interessen der Beschäftigten durch den Einstieg der Mediterranean Shipping Company (MSC).
Das Ende der „Bürger-HHLA“ durch Squeeze-out Mit dem geplanten Squeeze-out der verbliebenen der Minderheitsaktionäre geht die Ära der „Bürger“-HHLA zu Ende. Weiterlesen
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Pressemitteilung des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre zur Hauptversammlung der TRATON SE am 16.06.2026
Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre konfrontiert den deutsche Lkw-Hersteller TRATON SE auf seiner virtuellen Hauptversammlung morgen mit Fragen zu den schwachen Verkaufszahlen bei Elektro-Lkw und zu Wettbewerbsrisiken. Die Lkw-Tochter von Volkswagen könnte in einem sich rasch wandelnden Markt den Anschluss verlieren.
„Was uns wirklich beunruhigt, ist, dass genau dieselben schädlichen Lobbying-Praktiken, die wir bei TRATON in den USA beobachtet haben, nun auch nach Europa übergreifen“, sagt Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands. „Die deutschen Lkw-Hersteller stehen vor einer entscheidenden Wettbewerbsherausforderung. Während die Nachfrage nach Elektro-Lkw wächst und neue Wettbewerber auf den Markt drängen, verkauft TRATON Elektro-Lkw nur in begrenzten Stückzahlen und betreibt Lobbyarbeit gegen Vorschriften, die Investitionssicherheit schaffen und die Einführung beschleunigen sollen. Weiterlesen
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Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Vorstand und Aufsichtsrat,
ich spreche heute für den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.
Bereits im vergangenen Jahr haben wir deutliche Kritik am Einstieg der Mediterranean Shipping Company, kurz MSC, bei der HHLA geäußert. Damals wurde uns vermittelt, dass der Einstieg Stabilität, Zukunftsinvestitionen und Wachstum sichern solle.
Heute, ein Jahr später, sehen wir eine Entwicklung, die unsere damaligen Sorgen bestätigt.
Denn aus dem Einstieg eines Großaktionärs ist inzwischen faktisch die vollständige Machtübernahme geworden.
Die Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft hält inzwischen über 95 Prozent der Aktien und hat Anfang Januar 2026 ein Squeeze-out-Verlangen angekündigt. Minderheitsaktionärinnen und Minderheitsaktionäre sollen also gegen Barabfindung ausgeschlossen werden. Weiterlesen
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Die brasilianische Bundesstaatsanwaltschaft MPF und die Landesstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Ceará MPCE haben am 9. Juni 2026 vor dem zuständigen Bundesgericht von Ceará eine öffentliche Zivilklage eingereicht, um Unternehmen und Behörden für die Rodung von 50,72 Hektar Atlantischem Regenwald auf dem Flughafengelände des Internationalen Flughafens Pinto Martins in Fortaleza, Bundesstaat Ceará, zur Verantwortung zu ziehen. Die Beklagten sind: Fraport Brasil S.A., Aerotrópolis Empreendimentos S.A., die landesstaatliche Umweltbehörde Semace, die Nationale Zivilluftfahrtbehörde (ANAC), die Brasilianische Flughafeninfrastrukturgesellschaft (Infraero) und die Bundesebene.
Fraport-Flughafen in Brasilien (hier: Porto Alegre). Foto: Christian Russau
Die Klage der brasilianische Bundesstaatsanwaltschaft MPF und die Landesstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Ceará MPCE weist – so die diesbezügliche Pressemitteilung von Bundes- und Landesstaatsanwaltschaft – auf „schwerwiegende Unregelmäßigkeiten bei der Umweltgenehmigung hin, die von der staatlichen Umweltbehörde (Semace) durchgeführt wurde“. Weiterlesen
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Letzte Hauptversammlung der HHLA AG vor dem Squeeze-out: Markus Dufner präsentiert in seiner Rede einen KI-generierten Cartoon, in dem der MSC-Raubfisch das HHLA-Fischchen verschlingt.
Rede auf der Hauptversammlung der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) am 11.06.2026
Sehr geehrter Herr Eijsink, sehr geehrter Herr Vitt, sehr geehrte Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!
Mein Name ist Markus Dufner. Ich spreche heute zu Ihnen als Geschäftsführer des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Gemeinsam mit unseren 29 Mitgliedsorganisationen sowie unseren Kooperationspartnern aus den Bereichen Umwelt und Menschenrechte vertreten wir einen Teil der organisierten Zivilgesellschaft. Als Mitglied der Klimaallianz Deutschland stehen wir zudem hinter einem breiten Bündnis von 155 Organisationen, die eine klare Botschaft eint: Wirtschaftlicher Erfolg darf niemals zulasten von ökologischer Nachhaltigkeit, sozialer Gerechtigkeit und demokratischer Teilhabe gehen. Weiterlesen
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Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat,
ich spreche heute für den Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.
RENK präsentiert sich als Unternehmen, das Verantwortung übernimmt – für Menschenrechte, Umweltstandards und eine nachhaltige Unternehmensführung.
Der Geschäftsbericht verweist auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation, die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen sowie den UN Global Compact. Darüber hinaus bekennt sich RENK zu den Zielen des Pariser Klimaabkommens und zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad.
Diese Grundsätze und Zielsetzungen sind natürlich ausdrücklich zu begrüßen.
Doch entscheidend ist nicht, welche Standards und Ambitionen formuliert werden, sondern wie deren Umsetzung nachgewiesen wird. Weiterlesen
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Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Vorstand und Aufsichtsrat,
ich spreche für den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Mit den uns übertragenen Stimmrechten fordern wir von Renk Transparenz, eine effektive Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten sowie nicht erst aus aktuellen Anlässen ein Ende von Rüstungsexporten an Staaten, die Menschenrechte verletzen oder in völkerrechtswidrige Kriegshandlungen verstrickt sind.
Sie werden dazu Ihrer Verantwortung nach internationalen Menschenrechtsstandards aus unserer Sicht weiterhin nicht gerecht. Trotz dokumentierter Risiken im Zusammenhang mit dem Einsatz von Renk-Produkten in militärischen Konflikten bestehen weiterhin Lieferbeziehungen in kritische Konfliktregionen. Wir können daher auch dieses Jahr den Vorstand nicht entlasten und haben einen entsprechenden Gegenantrag eingereicht, den ich hiermit auch formal stelle. Weiterlesen
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Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat,
ich spreche heute für den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. PUMA befindet sich nach eigener Aussage in einem „Reset“. Der Umsatz ging 2025 währungsbereinigt um 8,1 % zurück, das operative Ergebnis lag bei minus 357 Mio. Euro und die Aktie verlor im vergangenen Jahr fast die Hälfte ihres Wertes. Gleichzeitig wurden weltweit rund 1.400 Stellen abgebaut.
Der Vorstand beschreibt selbst eine „zu kommerziell gewordene Marke“, mangelnde Begehrlichkeit und strukturelle Probleme im Vertrieb. Das zeigt: Auch PUMA steht unter erheblichem Druck, sein Geschäftsmodell neu auszurichten.
Gerade deshalb stellt sich uns die Frage, ob diese Transformation auch genutzt wird, um die bekannten strukturellen Probleme der Branche konsequent anzugehen – insbesondere in den Bereichen Klima, Ressourcenverbrauch sowie Menschen- und Arbeitsrechte in der Lieferkette. Weiterlesen
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