Daimler: Unschuldsbeteuerungen im Diesel-Abgasskandal widerlegt – Rüstungslieferungen verursachen Blutbad im Jemen

Dachverband und Attac und protestieren am 22. Mai vor der Daimler-Hauptversammlung, Messe Berlin (Süd), Tor 25, vor Eingang Halle 26, Jafféstr. 2

Die Daimler AG macht sich sowohl durch mangelnden Aufklärungswillen beim Dieselskandal als auch durch Rüstungsexporte in Kriegs- und Krisengebiete schuldig. Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre fordert deshalb, Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens bei der Hauptversammlung am 22. Mai nicht zu entlasten.

Lange hat die Daimler AG versucht ihre Verantwortung im Diesel-Abgasskandal klein zu reden. Aber die 2018 vom Kraftfahrbundesamt angeordneten Rückrufe widerlegen diese Beteuerungen. Das Vorstandsmitglied des Dachverbands, Jens Hilgenberg, fordert: „700.000 Fahrzeuge muss der Konzern europaweit zurückrufen, darunter Fahrzeuge die noch letztes Jahr von der Daimler AG als Neuwagen verkauft wurden. Weiterlesen

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Fridays for Future und Kritische Aktionär*innen fragen nach Klimaverantwortung und Konflikt-Rohstoffen

Aktivist*innen von Extinction Rebellion fordern mehr Klimaschutz von BMW. Foto: Martin Bauhof

Dass Autokonzerne wie BMW und die Klimakrise etwas miteinander zu tun haben, liegt auf der Hand. Darauf werden heute auf der Hauptversammlung des bayrischen Unternehmens Schüler*innen von Fridays for Future hinweisen. Wie schon zuletzt bei Volkswagen, Lufthansa, RWE und anderen Konzernen überträgt der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre Stimmrechte an die Klimaaktivist*innen.

Beim Abgas-Skandal ist BMW im Vergleich zu VW und Daimler glimpflich davongekommen. Wegen fehlerhafter Software in der Abgasreinigung bei 7.965 Autos musste der Konzern gerade mal 8,5 Millionen Euro Bußgeld zahlen. Trotzdem muss sich BMW-Chef Harald Krüger fragen lassen, ob er inzwischen neue Erkenntnisse hat, dass in seinem Unternehmen wissentlich bei den Abgaswerten manipuliert wurde. Weiterlesen

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Rede von Luca Samlidis, Fridays for Future: „Spannend, wie man sich selbst für Klimaneutralität 2050 feiern kann, obwohl das viel zu spät ist.“

Luca Samlidis sprach auf der Hauptversammlung der Deutschen Post AG 2019.

Sehr geehrte Klimaschützerinnen und Klimaschützer,

es würde mich interessieren, ob Sie sich durch diese Anrede angesprochen fühlen. Bei einem erstaunlich großen Teil von Ihnen würde ich nicht davon ausgehen – denn als Aktionärinnen und Aktionäre der Deutschen Post und DHL sind Sie alle, jeder einzelne von Ihnen, Teil eines immens großen Verantwortungsapparats. Eines Verantwortungsapparats, der nicht die Augen verschließen kann vor all dem, was gerade in der Welt geschieht – allem voran dem fortschreitenden Klimawandel, der uns über kurz oder lang in eine Klimakatastrophe führen wird.

Mein Name ist Luca Samlidis, ich spreche heute als Teil der „Fridays for Future“-Bewegung. Weiterlesen

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Rede von Christian Russau: „K+S hat erhebliche Schäden an der Umwelt zu verantworten“

BUND Hessen und Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre protestieren vor der K+S-Hauptversammlung.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich vertrete den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre e.V.. Beide Organisationen müssen auch in diesem Jahr beklagen, dass K+S weiterhin ganz erhebliche Schäden an der Umwelt zu verantworten hat. Wir sehen durchaus, dass der Vorstand seine Zusage einhält, die Probleme anzugehen. Die daraus resultierende Aufgabe bleibt wegen der jahrzehntelangen Versäumnisse aber gewaltig und ist noch nicht gelöst. Ein umweltverträgliches Entsorgungskonzept liegt weiterhin nicht vor. Wir wissen, dass daran gearbeitet wird und dass im laufenden Jahr 2019 wichtige Entscheidungen für Verbesserungsmaßnahmen anstehen. Weiterlesen

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Rede von Moritz Leiner: „Ihre Klimastrategie muss konsequenter werden!“

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, lieber Vorstand, lieber Aufsichtsrat,

ich heiße Moritz Leiner, ich bin vom Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, welcher über 40.000 uns übertragene Aktien der Deutschen Post vertritt. In meiner heutigen Rede beziehe ich mich auf den von uns eingereichten Gegenantrag, den Vorstand der Deutschen Post AG nicht zu entlasten.

Wieso sollte der Vorstand unserer Meinung nach nicht entlastet werden?

Wir vom Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre denken nicht, dass der Vorstand der Deutschen Post AG seiner Verantwortung zum Klimaschutz gerecht wird. Die Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels nicht ausreichen, vor allem nicht im Sinne des Pariser Klimaschutzabkommens und im Sinne der UN-Nachhaltigkeitsziele. Weiterlesen

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„Wir können nichts für die Klimakrise, Sie schon“: Clara Marisa Mayer, Fridays for Future Berlin

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