23. April 2026, 9:30 Uhr – 18:00 Uhr: Tagung im Gewerkschaftshaus Köln, Hans-Böckler-Platz1, 50672 Köln
Programm
9:30 Uhr Einlass Ausstellung mit Fotos des Rheinischen Braunkohlereviers von Hubert Perschke
Im großen Saal des Gewerkschaftshauses stellt der Fotograf und Sozialwissenschaftler Hubert Perschke, der seit langem im Rheinischen Revier lebt, Fotos der durch den Braunkohletagebau bedrohten, zerstörten, aber auch geretteten Dörfer an den Tagebauen Hambach und Garzweiler aus.
Begrüßung, 10 Uhr: Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands 40 Jahre auf Hauptversammlungen: Was haben wir erreicht?
Panel 1, 10:15 – 12:30 Wie viel Verantwortung tragen Unternehmen für den Klimaschutz? Moderation: Tilman Massa, Co-Geschäftsführer des Dachverbands
Wie kann transnationale Solidarität und Zusammenarbeit entlang der Lieferketten in Zeiten eskalierender Krisen und Konflikte aussehen? Und wie kann dazu das deutsche Lieferkettengesetz wirksam genutzt werden? Wir freuen uns, diese und weitere Fragen gemeinsam mit zwei Gästen aus Südafrika zu diskutieren: Der Umwelt- und Community-Aktivist Brown Matloko aus Wonderkop/Marikana wird aus erster Hand über die prekäre Realität in den Bergbaugemeinden berichten. Ein großer Teil des in der Marikana-Mine durch den Bergbaukonzern Sibanye-Stillwater (zuvor Lonmin) abgebauten Platins geht an den Chemiekonzern BASF aus Ludwigshafen, der damit u.a. Weiterlesen
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Zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung der Mitglieder des Vorstands
Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die Mitglieder des Vorstands nicht zu entlasten.
Begründung:
Der Vorstand der Allianz SE kommt weiterhin nicht hinreichend seiner Verantwortung nach, endlich wirksamere Maßnahmen für den Schutz von Klima, Nachhaltigkeit und Menschenrechten in der gesamten Geschäftstätigkeit – eigene Geschäftstätigkeit und Asset-Management – umzusetzen.
Transparenz weiterhin „nicht ausreichend!“ Die Allianz erklärt im Geschäftsbericht 2025 (S. 42), dass die „wichtigsten Richtlinien zur Integration von Nachhaltigkeit in unsere Geschäftsaktivitäten“ der Allianz Standard for Integration of Sustainability (ASIS), der Allianz Standard for P&C Underwriting (ASU) und die Allianz Functional Rule for Sustainability in Investments (FRSI) seien, und dass deren „Grundsätze für unsere eigene Geschäftstätigkeit in Unternehmensregeln für die Bereiche Procurement, Own Workforce und Sustainable Operations“ gelten. Weiterlesen
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Zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2025
Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, den Mitgliedern des Vorstands die Entlastung zu verweigern.
Begründung:
Der Vorstand der Talanx AG kommt weiterhin nicht hinreichend seiner Verantwortung nach, wirksamere Maßnahmen für den Klimaschutz umzusetzen.
Neue Gasinfrastruktur bleibt weiterhin versicherbar
Auch im letzten Jahr verfehlte es Talanx, seine fossile Richtlinie von 2023 anzupassen und bestehende Ausschlüsse im Versicherungsbereich auf neue Gasinfrastruktur und neue Gaskraftwerke auszuweiten. Talanx schließt aktuell die Versicherung von Projekten zur Erschließung neuer Greenfield Öl- und Gasfelder aus sowie von neuen Tanklagern und Pipelineprojekten, die dem Transport von Öl dienen, sofern sie im direkten Zusammenhang mit Greenfield Ölförderung stehen. Weiterlesen
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Zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2025
Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, den Mitgliedern des Vorstands die Entlastung zu verweigern.
Begründung:
Der Vorstand der Hannover Rück SE kommt weiterhin nicht hinreichend seiner Verantwortung nach, wirksamere Maßnahmen für den Klimaschutz umzusetzen.
Neue Gasinfrastruktur bleibt weiterhin größtenteils versicherbar Auch im letzten Jahr verfehlte es Hannover Re, seine fossile Richtlinie von 2022 anzupassen und bestehende Ausschlüsse in der fakultativen Rückversicherung auf jegliche neue Gasinfrastruktur und neue Gaskraftwerke auszuweiten. Hannover Re schließt derzeit zwar die fakultative Rückversicherung von Projekten zur Erschließung, Transport und Verwahrung neuer Öl- und Gasressourcen aus. Weiterlesen
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Gegenantrag zu Tagesordnungspunkt 2, Verwendung des Bilanzgewinns
Der Dachverband lehnt die von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2024 ab.
Begründung:
Aufgrund der Risiken, die von der fossilen Geschäftstätigkeit von RWE ausgeht, müssen die Rücklagen für Entschädigungen und Maßnahmen zur Behebung und Abwendung von Schäden erheblich erhöht werden.
Daher lehnen wir die von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2025 und die Ausschüttung einer Dividende von 856.277.653,20 Euro (1,20 Euro pro Stückaktie) an die Aktionärinnen und Aktionäre ab.
Wir beantragen, dass die RWE AG ihre Rückstellungen für die Kompensation von Klimakrisenschäden, zu deren Verursachung das Unternehmen beigetragen hat und noch immer beiträgt, deutlich erhöht. Weiterlesen
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Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, dem Vorstand der DHL Deutsche Post AG die Entlastung zu verweigern.
Begründung:
Der Vorstand wird seiner Verantwortung für eine klimagerechte und sozial ausgewogene Unternehmensführung nicht gerecht.
Klimapolitisch verantwortungsloser Ausbau des Frachtflugverkehrs
Die strategische Ausrichtung auf eine weitere Ausweitung des Frachtflugverkehrs – insbesondere im Zusammenhang mit dem geplanten Ausbau des Frachtflughafens Leipzig/Halle – steht im Widerspruch zu den gesetzlichen Klimazielen. Die geplante Kapazitätsverdopplung würde die Treibhausgasemissionen weiter erhöhen und zugleich zu erheblichen Belastungen für Umwelt und Anwohner*innen durch Lärm und Luftschadstoffe führen.
Sozial unverantwortlicher Stellenabbau und Arbeitsverdichtung
Die Ausbaupläne stehen im Widerspruch zu dem massiven Stellenabbau am DHL-Flughafen Leipzig/Halle. Weiterlesen
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Zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2025
Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, den Mitgliedern des Vorstands die Entlastung zu verweigern.
Begründung:
Der Vorstand kommt weiterhin nicht hinreichend seinen menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten nach. Insbesondere die fortgesetzte Vermarktung des Produkts Dormex mit dem Wirkstoff Cyanamid, das als vermutlich krebserregend und fortpflanzungsgefährdend eingestuft ist, birgt nachweislich erhebliche Gesundheitsrisiken, insbesondere für Landwirt*innen.
Doppelstandard ohne Ausstiegsstrategie
Alzchem hält weiterhin an einem Geschäftsmodell fest, das auf der Vermarktung von in der EU verbotenen Wirkstoffen in anderen Weltregionen basiert, vor allem in Ländern mit unzureichender Regulierung und Standards in Bezug auf den Arbeits- und Umweltschutz. Weiterlesen
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Protest von Landarbeiterinnen in Südafrika gegen den Einsatz des Pestizids Dormex anlässlich der Hauptversammlung 2025 des Produzenten Alzchem
Gewinne vieler Aktiengesellschaften entstehen entlang globaler Lieferketten. Dort arbeiten Menschen oft unter unsicheren Bedingungen, sind gesundheitlichen Risiken ausgesetzt und erhalten Löhne unter dem Existenzminimum. Während Vorstände weit entfernt entscheiden, tragen die Menschen vor Ort die Folgen. Die Hauptversammlung ist der Moment der Rechenschaft – nicht nur bei Bilanzfragen. Das Beispiel Alzchem zeigt, wie wir gemeinsam die Belange der Betroffenen auf die Tagesordnung setzen können.
Auf Hauptversammlungen haben Aktionärinnen das Recht, Fragen zu stellen und Missstände anzusprechen. Wir nutzen dieses Recht und zwingen die Vorstände zu einer Reaktion, indem wir sie mit konkreten Fällen von Menschenrechtsverletzungen und Umweltproblemen in der Lieferkette konfrontieren. Weiterlesen
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