Wall um L12 - Anwohnende befürchten zeitnahen Abriss RWE hat am vergangenen Mittwoch damit begonnen, einen Erdwall an der bedrohten Landstraße L12 am Tagebau Garzweiler II zu errichten. Der Wall dient RWE als Umfriedung des Tagebaugeländes und markiert damit den Bereich, in dem die Kohlebagger arbeiten dürfen. Damit scheint nun der Abriss der Straße unmittelbar bevorzustehen. Anwohnende sehen sich in ihrer Sorge bestätigt, dass der Konzern die L 12 zerstören will, bevor die NRW-Landesregierung mit der Leitentscheidung zur Braunkohle politische Vorgaben macht. "Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es überhaupt keinen sachlichen Grund für den Abriss der L12. RWE will mal wieder vorzeitig Fakten schaffen", so Alexandra Brüne aus Holzweiler. Brüne nimmt Bezug auf einen investigativen Bericht des WDR, der herausgefunden hatte, dass die Kohle hinter der L12 nur bei einem Kohleausstieg 2033 gebraucht würde. Die Bundesregierung entscheidet jedoch erst 2026, ob der Kohleausstieg doch noch von 2030 auf 2033 verschoben wird.
Die Kohlemengen, die am Tagebau Garzweiler II noch gefördert werden sollen, sind wissenschaftlichen Studien zufolge unvereinbar mit dem Ziel der Bundesregierung, die 1,5 Grad-Grenze einzuhalten. Aktuelle Infos bei Alle Dörfer bleiben |