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Bayer und die UN-Nachhaltigkeitsziele

Widerstand gegen "Baysanto"

Das Baysanto-Monster geht um: Proteste vor der Bayer-Hauptversammlung 2018

Nachhaltige Ernährung mit Agrargiften?

Vandana Shiva kritisiert die neue Macht von Bayer. Foto: Frank Schwichtenberg, CC BY-SA 4.0
Alan Tygel spricht auf der Bayer-Hauptversammlung. Foto: Anabel Schnura/CBG
"Brasilien ist Bayers Müllhalde für in der EU verbotene Agrargifte", so Tygel.

Foto: Rafi Babian, CC BY 2.5
Foto: Pimthida, CC BY-NC-ND 2.0
Foto: Jonnnyjohn, CC BY-NC-ND 2.0

Bayer hat Monsanto geschluckt – das drohende Agrargift-Monopol gefährdet Gesundheit, Artenvielfalt und Ernährungssouveränität. Wie verträgt sich dies mit Bayers Engagement für die SDGs?

Vandana Shiva, indische Wissenschaftlerin und Aktivistin, setzt gegen die industrielle auf die ökologische Landwirtschaft und das Engagement der Zivilgesellschaft: "Offensichtlich wollen oder können die Staaten und Monopolbehörden den Konzerninteressen nichts entgegensetzen. Umso wichtiger ist es, dass die Menschen selbst ein Zeichen gegen die Macht der Agro-Industrie setzen und sich für eine nachhaltige und ökologische Landwirtschaft einsetzen."

Alan Tygel, Aktivist der brasilianschen Kampagne gegen Agrargifte, sprach auf der Hauptversammlung von Bayer die Perspektive vieler Menschen im Globalen Süden an: "Es gibt noch das Brasilien der kleinbäuerlichen Landwirtschaft, das Land der Diversität der Nahrungsmittel, des Manioks und des einheimischen Mais. Unsere Kampagne vereint Millionen von Menschen zu einer Stimme. Und diese Stimme sagt „Nein!“ zu Agrargiften und genmanipulierten Pflanzen und Saatgut. Wir sagen „Ja!“ zum Aufbau einer Bewegung hin zur Agrarökologie."

Tygel weist in seiner Rede darauf hin, dass EU-Verbote von Agrargiften allein nichts bringen: "Alles, was in der EU nicht mehr benutzt werden darf bzw. verboten wurde, wird zu uns über den Atlantik geschickt. Bayer verkauft in Brasilien neun in Produkten verwendete Wirkstoffe, die in der EU verboten sind. Im Gegenzug exportieren wir dann vor allem auch in die EU Lebensmittel, die mit chemischen Rückständen vergiftet sind. Dorthin gehen dann auch die enormen Profite. Für uns in Brasilien bleiben Umweltverschmutzung, Krankheit und massive Verletzung der Menschenrechte von Bauern. Nach offiziellen Angaben müssen jedes Jahr 6.000 Menschen wegen Intoxikation durch Agrargifte medizinisch behandelt werden – die Dunkelziffer liegt höher, da im ländlichen Raum oft kaum Zugang zu medizinischer Versorgung besteht. Landwirte begehen Selbstmord, Kinder werden mit Schäden geboren, Babys weisen Anzeichen von Pubertät auf. Alles nachgewiesenermaßen wegen der Agrargifte."
> Rede von Alan Tygel

Bayer und die UN-Nachhaltigkeitsziele
Die UN-Agenda für nachhaltige Entwicklung (engl. Sustainable Development Goals, SDG) umfasst 17 Ziele zur Beendigung von Armut, Hunger und zum Schutz des Planeten. Um die Ziele bis 2030 zu erreichen, müssen auch Konzerne einen Beitrag leisten. Bayer gibt an, mit seinen Produkten vor allem zum SDG 2, den Hunger zu beenden und nachhaltige Landwirtschaft zu fördern, beizutragen. Auch SDG 3, gute Gesundheit und Wohlbefinden, wird genannt. Das Argument: Nur durch den Einsatz von Agrargiften und Gentechnik könne die wachsende Weltbevölkerung ernährt werden. Bayer erwähnt aber nicht, dass diese Ziele auch durch ökologische Landwirtschaft erreicht werden könnten. Angesichts der fatalen Folgen der Agrargifte kann bezweifelt werden, dass Bayers Beiträge zu den SDGs der richtige Weg sind.

Gesundheitsgefährdung
In Ländern wie Argentinien und Brasilien sind Menschen direkt den Pestiziden ausgesetzt.
Mit Flugzeugen wird das Gift auf die in Monokultur wachsenden Plantagen
gesprüht. Wer in einem Dorf wohnt, das an diese Plantagen angrenzt, kommt direkt
mit dem Herbizid in Kontakt. Die Folgen sind ein massiver Anstieg an Krebserkrankungen,
an Fehlbildungen bei Kindern, an Fehlgeburten.

Insektensterben
Bayer und Monsanto stehen für eine industrialisierte Landwirtschaft, die alles
andere als nachhaltig ist. Sie schadet Insekten, die für ein Fortbestehen allen Lebens
unverzichtbar sind. Sie befördert das Artensterben. Monokulturen lassen keinen
Platz für natürliche Habitate, aus den Pestiziden gelangt Stickstoff in die Böden und
verhindert, dass Pflanzen wachsen, auf welche viele Insekten angewiesen sind.

Saatgutmonopol
Die Übernahme von Monsanto bedroht auch die Ernährungssouveränität – die Fähigkeit,
die Landwirtschafts- und Ernährungspolitik selbst zu bestimmen – ohne Gentechnik. Staaten wie kleine Betriebe werden erpressbar, wenn sie dem Saatgutmonopol der Konzerne gegenüberstehen. Die Kleinbäuerinnen und -bauern müssen dafür bezahlen, wenn Bayer eine hohe Dividende ausschüttet.

> Unser Infoflyer zu Bayer und den SDGs
> Rede von Tilman Massa zu Bayer und den SDGs

Aktionen zur Bayer-Hauptversammlung 2018

19. Mai in Düsseldorf, 12 Uhr

March against Monsanto Bayer BASF

Markt ab 12 Uhr, Demo ab 13 Uhr
Am Graf Adolf Platz

 

24. Mai in Bonn, 19.30 Uhr

Podiumsdiskussion

mit Dr. Vandana Shiva (Indien), Alan Tygel (Brasilien), MdB Harald Ebner (Deutschland) und Jan Pehrke (Deutschland)

Brückenforum, Friedrich-Breuer-Str. 17, Bonn

 

 

25. Mai in Bonn, 8 Uhr

Kundgebung "Stopp Bayer/Monsanto"

vor der Bayer-Hauptversammlung
World Conference Center
Platz der Vereinten Nationen 2, Bonn

 

 

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