Kategorie: Allianz SE

Allianz holt auf beim Klimaschutz

  • Verschärfung der Kohle-Ausschlussregeln, RWE fliegt endgültig raus
  • Mit ersten Schritten bei Ölsand-Ausschluss holt Allianz zur Konkurrenz auf
  • Noch viel zu tun hat Allianz beim allgemeinen Ausschluss von Öl und Gas

Kurz vor ihrer Hauptversammlung am Mittwoch hat die Allianz eine Verschärfung ihrer Kohlerichtlinie und neue Einschränkungen für Geschäfte mit der Ölsand-Industrie angekündigt. 

Die neue Kohlerichtlinie[1] verschärft die bestehenden Einschränkungen für die Versicherung von Kohleunternehmen, die ab 2023 gelten, an zwei Stellen:

  1. Unternehmen, die neue Kohlekraftwerke bauen, können nun generell nicht mehr versichert werden
  2. Grundsätzlich sollten Unternehmen bisher von einer Versicherung ausgeschlossen werden, wenn sie mindestens 25 Prozent ihres Stroms aus Kohle genegieren UND mindestens 5 Gigawatt installierte Kohle-Kraftwerkskapazität betreiben.
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Ausschluss fossiler Energien, ESG-Framwork und Betriebsschließungsversicherungen während der Corona-Pandemie: Unsere Fragen an den Vorstand der Allianz

Fragen zu Investitionen und Versicherungen im Bereich fossiler Energien

  • Das Pariser Klimaschutzabkommen beinhaltet das Ziel, den Anstieg der Erderwärmung auf 1,5°C zu begrenzen, um die Risiken und Folgen des Klimawandels zu mindern. In 1,5°C Klimaszenarien, die kein oder wenig CO2-Overshoot vorsehen, ist kein Platz für neue Öl- und Gasprojekte. Auch der UNEP-„Production Gap Report“ legt dar, dass Öl- und Gasproduktion jährlich um 3 Prozent bzw. 4 Prozent abnehmen müssen, wenn das 1,5°C-Limit gehalten werden soll. Zieht die Allianz als Unternehmen, das sich dem 1,5°C-Limit verschrieben hat, daraus Konsequenzen für Investitionen in und Versicherung von neuen Öl- und Gasprojekten und Unternehmen, die diese planen?
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Unser Abstimmverhalten Allianz-HV 2021

TagesordnungspunkteJANEINENTHALT.
 2. Verwendung des Bilanzgewinns X 
 3. Entlastung der Mitglieder des Vorstands X 
 4. Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats X 
 5. Billigung des Systems zur Vergütung der Mitglieder des Vorstands der Allianz SE X 
6. Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder der Allianz SE und entsprechende Satzungsänderung X 
7. Satzungsänderung zur Amtszeit der AufsichtsratsmitgliederX  

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Moralisch fragwürdige Dividende und klimaschädliche Investitionen: Unsere Gegenanträge

Zu Tagesordnungspunkt 2: Verwendung des Bilanzgewinns

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die von der Verwaltung vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns abzulehnen.

Begründung:
Die Dividende sollte deutlich niedriger ausfallen, damit mehr Mittel zur Bewältigung der Coronakrise und ähnlicher Risiken bereitgestellt werden können. So können auch die Aktionär:innen der Allianz dazu beitragen, dass die ökonomischen und sozialen Folgekosten der Corona-Pandemie nicht nur vergesellschaftet, während die wenigen Gewinne privatisiert werden. Es ist mehr als nur ein bitterer Beigeschmack, wenn der Bilanzgewinn auch zum Nachteil jener Betriebe zustande gekommen ist, die sich gegen verordnete Betriebsschließungen versichert hatten, denen die Allianz nun aber keinen Versicherungsschutz gewährt. Weiterlesen

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Steueroasen, ESG-Kriterien und Risiken bei fossilen Energien: Unsere Fragen an den Vorstand der Allianz

Zu Tagesordnungspunkt 2: Verwendung des Bilanzgewinns

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, fast 90 Prozent des für das Geschäftsjahr 2019 erzielten Bilanzgewinns als Dividende auszuschütten. Doch die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung EIOPA fordert Versicherungen angesichts der weiterhin kaum absehbaren Folgen der Corona-Pandemie dazu auf, keine Dividenden zu zahlen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Allianz in Zukunft für deutlich mehr Versicherungsschäden als üblich aufkommen muss.

  1. Warum zahlen Sie angesichts der möglichen Belastungen durch die Corona-Pandemie eine erhöhte Dividende, statt mehr Liquidität für das Unternehmen zu sichern?
  2. Haben Vorstand und Aufsichtsrat Gründe erörtert, die eine niedrigere Dividende rechtfertigen würden und wenn ja, welche?
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„Keine Policen mehr für Bergbauunternehmen, die Menschenrechte verletzen“: Maíra Sertã Mansur

Maíra Sertã Mansur

Stellungnahme von Maíra Sertã Mansur von der Internationalen Koordinierung der vom Unternehmen Vale Betroffenen (Articulação Internacional – Atingidos e Atingidas pela Vale) anlässlich der Jahreshauptversammlung von Munich Re, Allianz, Hannover Re und Talanx in diesem Frühjahr 2020.


Versicherungsgesellschaften müssen dringend aufhören, Policen für Bergbauunternehmen zuzulassen, die systematische Verletzungen von Menschenrechten in ihren Einflussgebieten betreiben

In Brasilien haben die Brüche der Tailing-Dams von Fundão der Firma Samarco (zu je 50% im Besitz von Vale und BHP Billiton) im Jahr 2015 sowie der Bruch des Tailing-Dams Barragem I der Firma Vale in Brumadinho im Januar 2019 die ganze Perversität der Firmen im Bergbausektor bloßgelegt. Weiterlesen

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Gegenanträge

Zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung der Mitglieder des Vorstands

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, den Mitgliedern des Vorstands die Entlastung zu verweigern.

Begründung:
Der Vorstand der der Allianz SE kommt nicht hinreichend seiner Verantwortung nach, wirksamere Maßnahmen für den Klimaschutz umzusetzen und menschenrechtliche Sorgfaltspflichten einzuhalten. Es reicht nicht aus, sich nur formal zu den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens, der UN-Nachhaltigkeitsagenda 2030 und des UN Global Compact zu bekennen.

Missachtung der UN-Vorgaben bei menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten

Die Allianz SE erfüllt weiterhin nicht vollständig die Anforderungen der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGPs) an unternehmerisches Verhalten. Die Allianz belegt nicht ausreichend, wie und ob Menschenrechtsrisiken identifiziert, bewertet und minimiert werden. Weiterlesen

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Unser Abstimmungsverhalten

TagesordnungspunkteJANEINENTHALTUNG
 2. Verwendung des Bilanzgewinns X 
 3. Entlastung der Mitglieder des Vorstands X 
 4. Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats X 
 5. Zustimmung zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Allianz SE und der Allianz Africa Holding GmbH  X

Vorstand und Aufsichtsrat der Allianz SE kommen nicht hinreichend ihrer Verantwortung nach, menschenrechtliche Sorgfaltspflichten einzuhalten und wirksamere Maßnahmen für den Klimaschutz zu entwickeln. Die bisherigen Maßnahmen reichen nicht aus, einen wirksamen Beitrag zum Erreichen der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens und der UN-Nachhaltigkeitsagenda 2030 zu leisten. Daher werden wir Vorstand und Aufsichtsrat nicht entlasten. Weiterlesen

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