Kategorie: Daimler AG

Gegenanträge von Paul Russmann

Zu den Punkten 3 und 4 der Tagesordnung:

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats werden nicht entlastet.

Begründung:

Laut Angaben des Geschäftsberichts 2016 der Daimler AG stellen „die zehn Prinzipien des UN Global Compact eine grundsätzliche Richtschnur für unsere Geschäftstätigkeit“ dar, „der wir als Gründungsteilnehmer und Teilnehmer der LEAD Gruppe besonders verbunden sind“. Mit den zehn Prinzipien verpflichten sich die unterzeichnenden Unternehmen, sich für eine soziale und ökologische Weltwirtschaftsordnung einzusetzen. So verpflichtet sich die Daimler AG zum Beispiel dazu, die Menschenrechte zu schützen und die Verbreitung umweltfreund-licher Technologien zu beschleunigen.

Kein Wort dagegen verliert die Daimler AG in ihrem Geschäftsbericht 2016 über drei Schattenseiten des Sterns, die nach Ansicht der Kritischen Aktionäre www.kritischeaktionaere.de Weiterlesen

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Fragen von Paul Russmann mit Antworten

Bei der Aktionärshauptversammlung 2016 der Daimler AG prangerte Paul Russmann, Geschäftsführer von Ohne Rüstung Leben und Sprecher der Kritischen Aktionäre Daimler, den Export von Militärfahrzeugen an. Neben seinem Gegenantrag stellte Paul Russmann auch kritische Nachfragen an den Vorstand der Daimler AG. Für den Vorstand antwortete Bodo Uebber.

Wir dokumentieren im Folgenden die Fragen von Paul Russmann und die Kernaussagen des Antwortenden in gekürzter Form:

Kein Wort verliert die Daimler AG in ihrem Geschäftsbericht 2015 und auf ihrer Homepage über die Lieferung von Militär-Unimogs und Panzertransporten in kriegführende und menschenrechtsverletzende Staaten. Welche Gründe sprechen dagegen, diesen Geschäftsbereich im Geschäftsbericht 2015 und auf der Website zu erwähnen? Weiterlesen

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Gegenanträge zur Hauptversammlung der Daimler AG am 6. April veröffentlicht

Trotz Rekorddividende verweigern die Kritischen Aktionäre dem Daimler Vorstand die Entlastung wegen Fremdvergabe von Arbeit, dem Export von Militärfahrzeugen und der Vergiftung von Trinkwasser durch Daimler-Formel-1-Sponsor PETRONAS.

„Trotz einer Rekorddividende verweigern wir dem Daimler-Vorstand auf der Hauptversammlung die Entlastung“, so Paul Russmann, Sprecher der Kritischen Aktionäre (KAD): „In unseren Gegenanträgen kritisieren wir Dieter Zetsche wegen der Vergiftung von Trinkwasser im Südsudan durch den Formel-1-Sponsor PETRONAS, den Export von Mercedes-Militärfahrzeugen in menschenrechtsverletzende Staaten sowie wegen der Fremdvergabe durch Leiharbeit und Werkverträge.“

KAD-Sprecherin Beate Winkler-Pedernera kritisiert in ihrem Gegenantrag „die weitere Zusammenarbeit der Daimler AG mit dem Formel-1-Hauptsponsor PETRONAS, obwohl PETRONAS seit Jahren durch die unsachgemäße Entsorgung aus der Ölproduktion das Trinkwasser einer ganzen Region vergiftet und damit Leben und Gesundheit der Menschen aufs Spiel setzt. Weiterlesen

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Gegenantrag Beate Winkler-Pedernera

Zu Punkt 3 der Tagesordnung:

Die Mitglieder des Vorstands werden nicht entlastet.

Begründung:

Die Daimler AG schafft Fluchtursachen, denn sie trägt dazu bei, dass 180.000 Menschen im Südsudan vergiftet werden und ihnen die Lebensgrundlage entzogen wird.

„Werden Gebiete und Regionen durch die Zerstörung oder Veränderung der Umwelt unbewohnbar und können nicht mehr bewirtschaftet werden, ist Migration oftmals die einzige Möglichkeit für die Menschen“. www.aktion-deutschland-hilft.de

Das Engagement unseres Unternehmens in der Flüchtlingskrise in allen Ehren, es bekommt einen bitteren Beigeschmack, wenn man bedenkt, dass wir gleichzeitig über unseren Sponsor und Zulieferer PETRONAS selber zu Fluchtursachen beitragen.

Hochaktuell berichtete am 8. März 2016 die Süddeutsche Zeitung unter dem Titel „PETRONAS‘ schmierige Geschäfte setzen Daimler unter Druck“ über Umweltver-schmutzungen im Südsudan. Weiterlesen

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Gegenantrag Jürgen Grässlin

Zu Punkt 3 der Tagesordnung:

Die Mitglieder des Vorstands werden nicht entlastet.

Begründung:

Der Tod blieb auch im Geschäftsjahr 2015 ein Meister aus Wörth, Bolsheim (Frankreich), Portland (USA) und Mannheim. Denn trotz massiver Kritik von Aktionärinnen und Aktionären werden zahlreiche Militärfahrzeuge in diesen Daimler-Werken produziert und Motoren aus dem Daimler-Werk in Mannheim zugeliefert.

In der Militärversion sind Mercedes-Benz-Fahrzeuge (MB) weltweit gefragt. Mit ihnen verrichteten Militärs, Sicherheitskräfte und Guerillaeinheiten auch im Geschäftsjahr 2015 ihr Geschäft bei Kriegen und Bürgerkriegen.

Besonders problematisch sind der Verkauf von und die Werbung für MB-Fahrzeuge, siehe www.mb-military-vehicles.com. Im 48-seitigen Werbekatalog wird für das „riesige Produktportfolio“ geworben und der Einsatz von Mercedes-Militärfahrzeugen in asymmetrischen Konflikten bei aktuellen Militärszenarien beschrieben. Weiterlesen

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Gegenantrag Paul Russmann

Zu Punkt 3 der Tagesordnung:

Die Mitglieder des Vorstands werden nicht entlastet.

Begründung:

Laut dem Geschäftsbericht 2015 engagiert sich die Daimler AG unter anderem „seit Langem in der Flüchtlingshilfe. Seit 2013 haben wir in Zusammenarbeit mit ‚Luftfahrt ohne Grenzen e. V.‘ bereits drei Konvois mit Hilfsgütern für syrische Flüchtlingslager in die Türkei und zwei Hilfsflüge in den Nordirak geschickt. Der Stadt Stuttgart stellen wir für drei Jahre jeweils 100.000 € für einen Welcome-Fonds zur Verfügung. Mit weiteren 100.000 € unterstützen wir Projekte für Flüchtlinge der Bürgerstiftung Sindelfingen. 1 Mio. € haben wir für die Flüchtlingshilfe des Vereins »Bild hilft e. V. Weiterlesen

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Rede Christian Russau

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Brasilien wurde im Dezember 2014 der Abschlussbericht der Nationalen Wahrheitskommission veröffentlicht, der die Menschenrechtsverbrechen der brasilianischen Militärdiktatur von 1964-1985 untersuchte. Und laut diesem Abschlussbericht war neben anderen Firmen auch Daimler in die brasilianische Militärdiktatur verstrickt. Laut dem Abschlussbericht (Vol.II, S.320) hat auch die Niederlassung Mercedes Benz in Brasilien das Folterzentrum Operação Bandeirantes (Oban) von 1969 bis Mitte der 1970er Jahre, dem Höhepunkt des staatlichen Terrors und Folterns in Brasilien, finanziell unterstützt. Laut neuesten Untersuchungen wurden im Oban, das ab 1970 DOI-CODI hieß, 66 Menschen ermordet, 39 von diesen starben dort unter den entsetzlichen Qualen der Folter. Weiterlesen

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Rede Paul Russmann

Sehr geehrter Vorstand, sehr geehrter Aufsichtsrat, sehr geehrte Damen und Herren Mitaktionäre,

„Mercedes klauen ist auch nur Carsharing“, heißt es in einer Stuttgarter Werbeanzeige. Den Wahrheitsgehalt dieser Werbung kann man zu Recht bezweifeln. Dass dagegen Car-to go  ein in der Tat  erfolgreiches Carsharing ist, habe ich hier schon mehrfach anerkennend zum Ausdruck gebracht. Ich gratuliere Ihnen auch heute, Herr Zetsche, zum weiteren Ausbau von Car-to-go.

In Ulm dagegen wurde Car-To-Go aus Rentabilitätsgründen eingestellt. War eine Quersubventionierung aus anderen Erträgen nicht möglich? Und wenn nicht, warum nicht? Können Sie diese Entscheidung noch einmal überdenken?

Denn Car-to-go ermöglicht besonders jungen Menschen, sich relativ kostengünstig in der Stadt mobil und ohne Parkplatzprobleme zu bewegen. Weiterlesen

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