Category: Deutsche Wohnen SE

„Grundrecht auf Wohnen wird mit Füßen getreten“

Foto: attac
  • Zivilgesellschaftliches Bündnis protestiert vor der Hauptversammlung der Deutsche Wohnen SE
  • Attac: Gewinne des Konzerns gehen auf Kosten von Mieter*innen, die kaum bezahlbaren Wohnraum in Großstädten mehr finden

Zur Hauptversammlung der Deutsche Wohnen SE in Frankfurt protestiert ein zivilgesellschaftliches Bündnis gegen die Geschäfte des Immobilienkonzerns. Immer weniger Menschen können sich Wohnungen in Großstädten leisten, während Immobilienkonzerne satte Gewinne erzielten, kritisiert Attac. „Die Deutsche Wohnen ist ein Sinnbild dafür, wie das Grundrecht auf Wohnen mit Füßen getreten wird, um die Renditeziele von Aktionären zu bedienen“. Die Politik müsse die Bedingungen für bezahlbares und soziales Wohnen schaffen, so Attac.

Immobilienkonzerne stehen wegen steigender Mieten in vielen Städten in der Kritik. Weiterlesen

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„Enteignung als Notschrei gegen Raubtierkapitalismus“

Politik-Professor Peter Grottian warnt auf der Hauptversammlung der Deutsche Wohnen SE vor Blackrock

„Wer 20-30 Prozent Rendeit anpeilt, kann nicht alle Tassen im Schrank haben“: Peter Grottian (Foto: Archiv Dachverband, 2012)

Presseerklärung von Peter Grottian, Dienstag, 18.6.2019

Der Berliner Politikwissenschaftler Prof. Peter Grottian (FU Berlin) hat auf der Aktionärsversammlung der Deutsche Wohnen in Frankfurt am Main die Enteignung als Notschrei gegen den „Raubtierkapitalismus“ neuen Typs von BlackRock & Co bezeichnet. „Wer 20-30 % als Rendite anpeilt, hat nicht alle Tassen im Schrank und gehört an die Kette.“ Da sei auch der zivile Ungehorsam von Mietern erlaubt, wenn steuerfinanzierte Luxussanierungen, Spekulation, Leerstand, exorbitante Mieterhöhung und Zwangsräumungen an der Tagesordnung sind. Weiterlesen

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Rede Melanie Dyck

Sehr geehrte Aktionäre und Aktionärinnen, sehr geehrter Vorstand und sehr geehrter Aufsichtsrat der Deutsche Wohnen AG,

ich spreche heute zu Ihnen als Mieterin und Mitglied verschiedener Mieterinitiativen, die den GSW-Bestand und ihre Problematik auf dem Berliner Mietenmarkt seit mehr als 15 Jahren gut kennen. Der GSW-Bestand ist nun seit 2013 Teil der Deutsche Wohnen AG. Als Aktionärin der Deutsche Wohnen AG stelle ich hier und heute einen Gegenantrag zu Tagesordnungspunkt 3, Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr.

Bereits vor 2 Wochen, am 29. Mai 2015, habe ich schriftlich beantragt, die Mitglieder des Vorstands der Deutsche Wohnen AG für das Geschäftsjahr 2014 nicht zu entlasten. Weiterlesen

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Protest gegen Umgang der Deutsche Wohnen AG mit Sozialwohnungen

MieterInnen informieren AktionärInnen über die Folgen der Geschäftsstrategie des Immobilienriesen

Berlins größte private Wohnungsbaugesellschaft soll Verantwortung für öffentlich geförderte Sozialwohnungen übernehmen. Das fordern die Mietergemeinschaft Kotti & Co. und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Eine Aktionärin wird morgen auf der Hauptversammlung in Frankfurt am Main einen Gegenantrag auf Nichtentlastung des Vorstands stellen.

Sozialwohnungen als rentierliche Problemimmobilien?

Deutsche Wohnen AG fusionierte 2013 mit der 2004 privatisierten GSW. Damit vergrößerte sie ihren Bestand in Berlin um 65.000 Wohnungen. Allein am Kottbusser Tor verfügt sie über mehr als 800 öffentlich geförderte Sozialwohnungen. „Diese weisen erhebliche Mängel auf, die nicht instand gesetzt werden. Weiterlesen

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Gegenantrag von Melanie Dyck

Gegenantrag zu Tagesordnungspunkt 3, Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014

Ich beantrage als Aktionärin, die Mitglieder des Vorstands nicht zu entlasten.

Begründung:

Die Deutsche Wohnen AG hat die 2004 privatisierte Berliner Wohnungsbaugesellschaft GSW mit einem Wohnungsbestand von 60.000 Wohnungen 2013 durch Aktientausch übernommen und ist nun die größte private Wohnungsbaugesellschaft in Berlin. Dieser Wohnungsbestand dient auch der sozialen Wohnraumversorgung Berlins. Bestandsbewirtschaftung und Geschäftsstrategien der Deutsche Wohnen AG werden ihrem sozialen Auftrag allerdings nicht gerecht: Vor allem Bestandsmieter/innen sind gefährdet, wenn im Geschäftsbericht der Deutschen Wohnen 2014 (GW DW14) ein Mietsteigerungspotential gegenüber den aktuellen Vertragsmieten von 21, 2 % prognostiziert wird (S. Weiterlesen

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