Kategorie: Hauptversammlung 2020

Investments in Kohle und Rüstung – Was heißt nachhaltige Geldanlage konkret? Unsere Fragen an die DWS

Sehr geehrter Herr Wöhrmann,

Sie betonen, Nachhaltigkeit zum Kern ihres Handelns machen zu wollen, da dies für Ihre Kunden ein beherrschendes Thema sei. Ein eigens dafür entwickeltes Nachhaltigkeitsprogramm helfe Ihnen, Portfoliorisiken zu identifizieren und sich bei entsprechend auffallenden Firmen für mehr Nachhaltigkeit einzusetzen.

  1. Wie viel Prozent Ihres Anlagevermögens wird aktuell „nachhaltig“ gemanagt (Daten aus dem Nachhaltigkeitsbericht dürften inzwischen etwas „überholt“ sein)?
  2. Sie sagen, in diesem Jahr sei ein Drittel der Nettomittelzuflüsse in nachhaltige Fonds geflossen. Inwiefern handelt es sich dabei um eine Steigerung in welcher Höhe zu vorhergehenden Jahren?
  3. Sie sagen, dass Sie sich bei Unternehmensdialogen in erster Linie auf Unternehmen mit hohen Risiken aufgrund des Klimawandels und solchen, die gegen internationale Standards verstoßen, fokussieren.
Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/dws/investments-in-kohle-und-ruestung-was-heisst-nachhaltige-geldanlage-konkret-unsere-fragen-an-die-dws/

BMW: Teilhabe von Frauen mit Ingenieurs-Qualifikation

Die Zahlen legen einen eklatanten Missstand bei der Laufbahnentwicklung in den Führungsetagen offen – und das besonders bei den technisch geprägten Abteilungen. Die Teilhabe von Frauen auf technischer Arbeitsebene liegt bei 15 Prozent, das liegt nur wenig unter dem Gesamt-Frauenanteil von 16,3 Prozent. Teilhabe in Führung aber liegt bei nur noch fünf bis sechs Prozent! BMW hat ein massives Problem mit einer hausgemachten gläsernen Decke – und hat gerade in den ingenieurwissenschaftlich geprägten Bereichen dringenden Reformbedarf, wenn es nicht mühsam gebundene weibliche Talente verlieren will.

Bemerkenswert ist, dass auf Arbeitsebene ein großes, aber wohl auch ungeduldiges Reservoir von 5496 hochqualifizierten Ingenieurinnen vorhanden ist. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/bmw/bmw-teilhabe-von-frauen-mit-ingenieurs-qualifikation/

Volkswagen: Teilhabe von Frauen mit Ingenieurs-Qualifikation

Zahlen wurden vom Vorstand der VW auf Nachfrage des dib bereitgestellt.
Der deutsche ingenieurinnenbund (dib e.V.) befragt den Vorstand von VW nach Daten & Fakten zum generellen Frauenanteil und zum Anteil von Frauen mit Ingenieurs-Qualifikation mit Führungsverantwortung im Unternehmen. Die Aktion erfolgt im Rahmen des Projektes „Aktionärinnen fordern Gleichberechtigung“.

Erfreulicherweise hat VW umfangreicher als in den letzten Jahren auf die detaillierten Fragen des dib geantwortet:
Bei dem Anteil von Frauen mit Ingenieurs-Qualifikation in der technischen Entwicklung ergibt sich die beachtliche Zahl von 488 Ingenieurinnen (~9%), die in diesem hoch innovativen, gestaltenden und anspruchsvollen Bereichen arbeiten.

Auf die weiterführende Frage des dib e.V. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/volkswagen/volkswagen-teilhabe-von-frauen-mit-ingenieurs-qualifikation/

Gegenantrag

Zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung der persönlich haftenden Gesellschafterin für das Geschäftsjahr 2019

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, der persönlich haftenden Gesellschafterin die Entlastung zu verweigern.

Begründung:

Die persönlich haftende Gesellschafterin der DWS KGaA, die DWS Management GmbH, kommt nicht hinreichend ihrer Verantwortung nach, menschenrechtliche Sorgfaltspflichten einzuhalten und Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels im Sinne des Pariser Klimaschutzabkommens umzusetzen. Formalen Bekenntnissen folgen bisher keine verbindlichen Taten, um klimaschädliche und menschenrechtsverletzende Unternehmen kategorisch aus dem eigenen Portfolio zu entfernen.

Die DWS ist im abgelaufenen Geschäftsjahr mit hohen Ansprüchen angetreten: im September 2019 wurde ein eigenes „Sustainability-Office“ gegründet. ESG, die Integration von ökologischen, sozialen und Governance-Aspekten, bei der Geldanlage, das sei kein „Nice to have“ mehr, sondern eine „Licence to operate“, so beschrieb es CEO Asoka Wöhrmann in einer Podiumsdiskussion. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/dws/gegenantrag-30/

Abgasskandal, Klimastrategie und China Cables: Unsere Fragen an Volkswagen

A. Verzicht auf Ausschüttung der Dividende und Bildung von Rückstellungen für Konversionsmaßnahmen

  • Die Volkswagen AG schlägt vor, eine Dividende von 4,80 Euro je Stammaktie und 4,86 je Vorzugsaktie auszuschütten. Wäre es nicht besser, wenn die Volkswagen AG Rückstellungen bilden würde für den Ausgleich der Folgen der Corona-Pandemie?
  • Wie hoch beziffern Sie die Kosten, die VW durch die Corona-Pandemie und die Folgen des Lockdowns entstanden sind? Was sind die drei Bereiche, in denen die höchsten Kosten entstanden?
  • Warum haben Sie sich angesichts der wirtschaftlichen Gesamtsituation nicht für einen Verzicht auf die Dividenden-Ausschüttung entschieden?
  • Wäre es nicht besser, wenn die Volkswagen AG Rückstellungen bilden würde, um so notwendige Konversionsmaßnahmen für einen verstärkten Umbau des Konzerns in Richtung Elektromobilität voranzutreiben?
Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/volkswagen/abgasskandal-klimastrategie-und-china-cables-unsere-fragen-an-volkswagen/

Der Abgasskandal geht weiter: Unsere Gegenanträge

Protest vor der VW- Hauptversammlung 2019 in Berlin


Wir haben drei Gegenanträge zur Hauptversammlung der Volkswagen AG am 30.09.2020 eingereicht.

Gegenantrag zu TOP 2: Beschlussfassung über die Gewinnverwendung der Volkswagen AG

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre e.V. beantragt, dass die Volkswagen AG für das Geschäftsjahr 2019 keine Dividende ausschüttet.

Begründung:

Da die Bildung und Dotierung von Rückstellungen nicht der Hauptversammlung obliegt, werden wir unsere Begründung für die Ablehnung, eine Dividende auszuschütten, in unserem Gegenantrag zu TOP 3 ausführen (Versäumnis des Vorstands zur Bildung von Rückstellungen).

Gegenantrag zu TOP 3: Beschlussfassung über die Entlastung der im Geschäftsjahr 2019 amtierenden Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre e.V. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/volkswagen/der-abgasskandal-geht-weiter/

SAP: Teilhabe von Frauen mit MINT-Qualifikation

Zahlen wurden vom Vorstand der SAP auf Nachfrage des dib bereitgestellt.
Der deutsche ingenieurinnenbund (dib e.V.) befragt den Vorstand von SAP nach Daten & Fakten zu Frauen mit MINT Qualifikation (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) in leitenden Positionen im Unternehmen. Die Aktion erfolgt im Rahmen des Projektes „Aktionärinnen fordern Gleichberechtigung“.

Die Zahlen zeigen einen deutlichen Abfall der Teilhabe von Frauen mit MINT Qualifikation von der Arbeitsebene (28 %) zur Führungsebene (23 %). Bei SAP ist zu untersuchen, welche bewussten oder unbewussten Mechanismen dies bewirken. Schließlich liest sich die unternehmenseigene Zielsetzung sehr ambitioniert:

„Bis Ende 2022 soll der Anteil von Frauen in Führungspositionen bei 30 % liegen.“ Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/sap/sap-teilhabe-von-frauen-mit-mint-qualifikation/

Transportsektor im Jahr 2050 noch nicht vollständig klimaneutral

Chief Financial Officer Melanie Kreis beantwortete die Fragen zum Klimaschutz

Hauptversammlung der Deutschen Post DHL Group am 27.08.2020: Antworten auf unsere Fragen zum Klimaschutz und zur Verringerung des CO2-Ausstoßes, zum Projekt StreetScooter und zu Manager-Gehältern.

Fragen zum Klimaschutz und zur Verringerung des CO2-Ausstoßes

8. Nach eigenen Angaben befasst sich die Deutsche Post „seit mehr als 15 Jahren mit Maßnahmen für den Klima- und Umweltschutz“ und hat „die Weichen für eine nachhaltige Logistik gestellt“ (Nachhaltigkeitsbericht 2019). Dass erst bis im Jahr 2050 „alle logistikbezogenen Emissionen netto auf null reduziert“ werden sollen, ist kein besonders ehrgeiziges Ziel. Betrachtet man die Entwicklung der CO2-Emissionen des Konzerns im Zeitraum von 2013 bis 2019, erkennt man bestenfalls eine Stagnation: 2013 lag der Ausstoß des Treibhausgases bei 28,32 Mio. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/deutsche_post/transportsektor-im-jahr-2050-noch-nicht-vollstaendig-klimaneutral/