Kategorie: Hauptversammlung 2020

Solidarität statt Dividende! Gegenanträge der Plattform kritischer Immobilienaktionär*innen

1. Gegenantrag zu TOP 2: Verwendung des Bilanzgewinns

1. Der Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 256.974.007,98 € wird komplett in die Gewinnrücklage eingestellt. Auf die Ausschüttung einer Dividende wird verzichtet.

2. Die erhöhte Gewinnrücklage soll dazu verwendet werden, die Folgen der Corona-Krise für die MieterInnen der LEG abzumildern und die Geschäftspolitik der LEG generell gemeinwohlorientiert auszurichten. Dazu sind i. Bes. die Mieten zu deckeln und eine klimagerechte Bauerneuerung zu garantieren. 

BEGRÜNDUNG

Die Gewinne der LEG Immobilien AG stammen ausschließlich aus der Abschöpfung der Einkommen der MieterInnen. Im Geschäftsjahr 2019 lag der operative Überschuss aus der Mietwohnungsbewirtschaftung (FFO1) bei 104% des gesamten operativen Ergebnisses (FFO2), denn der Verkauf von Wohnungen hat zu Verlusten geführt. Weiterlesen

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Gegenantrag

Der Vorstand der Adidas AG kommt nicht hinreichend seiner Verantwortung nach, wirksamere Maßnahmen für den Klimaschutz umzusetzen und für die Einhaltung sozialer Standards in den eigenen Lieferketten zu sorgen.

Reputationsschaden durch zunächst ausgesetzte Mietzahlungen

Der Vorstand ist verantwortlich für einen massiven Reputationsschaden und Verlust des gesellschaftlichen Ansehens des Konzerns. Zu Beginn der Corona-Krise entschied Adidas, die Stundung für April-Mieten 2020 zu verlangen, und gleichzeitig keine Änderung an der zuvor geplanten Dividende vorzunehmen.
Dies war eine wenig verantwortungsvolle, unsensible und schon kurzfristig ineffektive Reaktion auf die Krise, zu deren Bewältigung zuerst eigene Mittel genutzt werden sollten. Es wirft ein fragwürdiges Bild auf die Führungsfähigkeiten des Vorstands, wenn dieser nicht erkennen kann, wann das Auslagern von Risiken und Verlusten den Schaden für das Unternehmen sogar noch vergrößern kann. Weiterlesen

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Klimaschutz, soziale Standards in Lieferketten und China Cables: Unsere Fragen an den Vorstand

Fragen zum Thema Klimaschutz:

Die Adidas AG muss viel mehr dafür tun, damit das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens erreicht werden kann. Nur diese Begrenzung würde die Risiken und Folgen des Klimawandels deutlich mindern, die von zukünftigen Generationen und vor allem von den Menschen und Ökosystemen im Globalen Süden er- und getragen werden müssen.
Wenn alle Konzerne bis 2050 eine Klimabilanz wie Adidas hätten, würde sich das Klima um ganze 3,4 Grad Celsius erwärmen. Das zeigt ein Bericht des Beratungsunternehmens Right von Ende 2019: https://www.right-basedonscience.de/

  • Wird der Vorstand Klimaziele und Maßnahmen verfolgen, die dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens gerecht werden?
  • Wie stellen Sie in Zukunft sicher, dass Ihre Unternehmensentscheidungen mit dem 1,5-Grad-Ziel vereinbar sind?
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Klimaschutz, Kohleausstieg und menschenrechtliche Sorgfalt in der Steinkohle-Lieferkette: Unsere Fragen an den Vorstand der EnBW

Fragen zum Thema Klimaschutz:

  1. Wird der Vorstand Klimaziele und Maßnahmen verfolgen, die dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens gerecht werden?
  2. Nach Berechnungen von Climate Analytics müssen OECD-Staaten und Staaten der ehem. UdSSR bis 2030 aus der Kohle aussteigen, damit die Erreichung des 1,5-Grad-Ziels möglich bleibt. Wird die EnBW bis spätestens 2030 aus der Kohleverstromung aussteigen?
  3. Wie bewertet die EnBW in diesem Zusammenhang den geplanten öffentlich-rechtlichen Vertrag zwischen der Bundesregierung und den Braunkohlekraftwerksbetreibern, der einen nicht Paris-kompatiblen Braunkohleausstieg bis Ende 2038 vorsieht?
  4. Für den EnBW-Kraftwerksblock Lippendorf S sieht dieser Vertrag eine Laufzeit bis Ende 2035 vor, die ebenso wenig im Einklang ist mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens.
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Bilfinger: Teilhabe von Frauen mit Ingenieurs-Qualifikation

Bilfinger muss sich die Frage stellen, warum es scheinbar sehr unattraktiv für Frauen (im technischen und nicht-technischen Bereich) ist.
Der Anteil von Frauen an der Gesamtbelegschaft ist mit 11 % äußerst gering. Ein Anteil von 8 % Frauen mit Ingenieursqualifikation und Führungsverantwortung erscheint bei dieser Grundvoraussetzung als bemerkenswert „hoch“ ist aber ohne Angabe der Absolutzahlen nicht interpretierbar. Insgesamt deuten die Zahlen auf eine starke Vereinzelung von Ingenieurinnen im technischen Umfeld hin. Im Vergleich zu anderen Unternehmen liefert Bilfinger leider praktisch keine Zahlen und Fakten. Nach Aussage des Unternehmens ist es nicht möglich, sie aus den Systemen zu generieren. Der dib e.V. Weiterlesen

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Continental: Aufklärung beim Abgasskandal und Kursänderung bei Aktivitäten in der Westsahara nötig

  • Automobilzulieferer sollte beim Diesel-Abgasskandal nachweisen, nicht gegen Aufsichtspflichten verletzt zu haben
  • Western Sahara Resource Watch fordert Ende der Aktivitäten in besetzter Westsahara

Zur heutigen virtuellen Hauptversammlung der Continental AG fordert der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre Klarheit über mögliche Verwicklungen des Automobilzulieferers in den Diesel-Abgasskandal. Wegen des Verdachts der Beihilfe zum Betrug im VW-Abgasskandal ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen neun Mitarbeiter und durchsuchte Anfang Juli 2020 verschiedene Standorte von Continental.

„Die aktuellen Ermittlungen erschüttern das Vertrauen in bisherige Aussagen von Continental, keine Hinweise auf missbräuchliche Verwendung der eigenen Produkte gehabt zu haben“, kritisiert Jens Hilgenberg, Vorstandsmitglied beim Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Weiterlesen

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Klimaschutz, Abgasskandal und Aktivitäten in der Westsahara: Unsere Fragen an den Vorstand

Fragen zum Thema Klimaschutz:

Wenn alle Konzerne bis 2050 eine Klimabilanz wie Continental hätten, würde sich das Klima um ganze 4,1 Grad Celsius erwärmen. Schlimmer noch: Wenn Continental die eigenen Klimaziele umsetzen würde, liefe es immer noch auf eine Erwärmung um 2,9 Grad Celsius hinaus. Das zeigt ein Bericht des Beratungsunternehmens Right von Ende 2019.

  1. Wird der Vorstand Klimaziele und Maßnahmen verfolgen, die dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens gerecht werden?
  2. Wie stellen Sie in Zukunft sicher, dass Ihre Unternehmensentscheidungen mit dem 1,5-Grad-Ziel vereinbar sind?
  3. Welches sind die konkret geplanten Treibhausgas-Reduktionen in den nächsten fünf, zehn, 15 und 20 Jahren?
  4. Werden auch Ziele für den Scope 3 der indirekten Treibhausgasemissionen festgelegt?
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Siemens Energy wird keine nachhaltige Anlage

  • Kritik an fehlenden Ausstiegsplänen aus fossilen Energien bei neuer Siemens Energy
  • Windkraftanlagen in der Westsahara unterstützen völkerrechtswidrige Besatzung

Vor der morgigen außerordentlichen Hauptversammlung der Siemens AG, bei der die Abtrennung der Energiesparte beschlossen werden soll, kritisieren Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen das Fehlen von konkreten Maßnahmen zum Schutz von Klima, Völker- und Menschenrechten bei der neuen Siemens Energy.

„Siemens Energy hält sich alle Türen offen. Das Gas- und Ölgeschäft stellt der Konzern nicht in Frage, selbst bei der Erschließung neuer Öl- und Gasquellen will er mitverdienen, obwohl dies die Klimaziele unerreichbar macht. Ein Ausstiegsdatum für seine fossilen Energiegeschäfte nennt Siemens Energy nicht. So wird das Unternehmen definitiv keine nachhaltige Anlage für Investoren. Weiterlesen

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