sehr geehrte Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats,
mein Name ist Matthias Bachmann, ich spreche für den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Mit den uns übertragenen Stimmrechten fordern wir von Mercedes-Benz deutlich effektivere Maßnahmen bei der Achtung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten ein. Dies gilt insbesondere auch für die grundlegenden Arbeits- und Gewerkschaftsrechte, vor allem in Ihren eigenen Betrieben. Die eindrücklichen Statements der Gewerkschafter*innen der UAW aus den USA haben heute deutlich gemacht, dass Sie mehr tun müssen, um gewerkschaftliches Engagement zu fördern, wenn Sie Ihre eigenen Richtlinien und Grundsätze dazu ernst nehmen. Leider sehen wir in den USA, dass Sie vielmehr gewerkschaftliches Engagement aktiv verhindern. Weiterlesen
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Mercedes-Benz hat 650.000 Dollar für gewerkschaftsfeindliche Agitatoren in den USA ausgegeben – entgegen seinen eigenen Grundsätzen
Was Mercedes in den USA tut, liefert eine Vorlage für Einschüchterung von Beschäftigten in Deutschland
United Auto Workers (UAW) und der Dachverband Kritische Aktionärinnen und Aktionäre fordern Verweigerung der Vorstandsentlastung
Auf der heutigen Hauptversammlung der Mercedes-Benz Group AG haben die UAW, eine der größten US-Gewerkschaften, und der Dachverband Kritische Aktionärinnen und Aktionäre gemeinsam eine Frage an den CEO Källenius gestellt: Warum hat das Unternehmen nachweislich rund 650.000 US-Dollar in den USA für gewerkschaftsfeindliche Agitatoren ausgegeben – und wie verträgt sich das mit den eigenen Grundsätzen zur sozialen Verantwortung? Weiterlesen
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Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Damen und Herren des Vorstands und des Aufsichtsrats,
der Krieg im Sudan ist derzeit die schwerste humanitäre Krise weltweit. Gleichzeitig ist er kein isoliertes Ereignis, sondern eng verbunden mit ökonomischen Strukturen – insbesondere mit der Kontrolle und dem Handel von Rohstoffen wie Gold.
Dieser Rohstoff ist heute eine der zentralen Finanzierungsquellen bewaffneter Akteure. Große Teile des sudanesischen Goldes werden über internationale Märkte exportiert und gelangen so in globale Lieferketten.
Vor diesem Hintergrund stellt sich eine grundlegende Frage: Welche Verantwortung tragen Unternehmen wie Mercedes-Benz, wenn ihre Lieferketten potenziell mit solchen Konfliktökonomien verknüpft sind?
Ich möchte daher gezielt auf Ihre Risikoanalysen, Ihre Lieferkettenverantwortung und Ihre konkrete Praxis im Umgang mit Konfliktrohstoffen eingehen. Weiterlesen
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mein Name ist Jeremy Kimbrell. Ich war 25 Jahre lang bei Mercedes-Benz U.S. International beschäftigt, als ich 2024 in Alabama die Gewerkschaftsinitiative der UAW anführte. Die Beschäftigten waren schon lange unzufrieden, und 2024 standen wir kurz davor, für eine Gewerkschaftsgründung zu stimmen. Unzureichende Bezahlung, unangenehme Schichten und die ständige Angst vor Bestrafung oder Kündigung hatten MBUSI zu einem unattraktiven Arbeitsplatz gemacht. Eine hohe Fluktuation und die Zurückhaltung qualifizierter, erfahrener Arbeitskräfte, dort überhaupt eine Beschäftigung in Betracht zu ziehen, wurden zu einem Risiko für unsere Zukunft. Mangelhafte Qualität, mögliche Produktrückrufe und Bedenken hinsichtlich der persönlichen Sicherheit spielten ebenfalls eine Rolle. Weiterlesen
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Laut der beim US-Arbeitsministerium eingereichten LM-20-Meldung für 2024 haben Sie am 26. April 2024 über Ihren Vertrag mit der Firma Labor Relations Specialists LLC Ricardo Pasalagua beauftragt, Beschäftigte dahingehend zu beeinflussen, wie sie bei der UAW-Gewerkschaftswahl im Werk von Mercedes-Benz U.S. International in Alabama später in diesem Jahr abstimmen sollten. Dem Dokument zufolge bestand eine mündliche Vereinbarung, ihm 200 US-Dollar pro Stunde sowie eine Tagespauschale von 59 US-Dollar plus Auslagen zu zahlen.
Dabei handelt es sich um eine Person, von der drei verschiedene Bundesrichter festgestellt haben, dass sie gegen US-Arbeitsrecht verstoßen hat. Weiterlesen
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Rede von Markus Dufner auf der Hauptversammlung am 16. April 2026
Vorstandsvorsitzender Ola Källenius sagte auf der Hauptversammlung am 16. April wieder einmal: „Mercedes-Benz will die begehrenswertesten Fahrzeuge der Welt bauen.“
Sehr geehrter Herr Källenius, sehr geehrter Herr Brudermüller, sehr geehrte Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
Herr Källenius, Sie verwiesen in Ihrer Rede stolz auf die Historie von Mercedes-Benz: Vor 140 Jahren meldete Carl Benz das Patent für das erste Automobil an. Da möchte ich auch mal kurz einen Blick auf die Historie des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre werfen.
In diesem Jahr feiert unser Verband mit 29 Mitgliedsorganisationen sein 40-jähriges Bestehen. Weiterlesen
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Gegenantrag zu TOP 2:Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns
Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns abzulehnen.
Begründung:
Der Dividendenvorschlag ist angesichts der aktuellen Geschäftsentwicklung und des bestehenden Investitionsbedarfs bei Mercedes-Benz unangemessen hoch.
Milliardenausschüttung trotz Krisen und Gewinneinbruch
Neben der geplanten Dividendenausschüttung in Höhe von 3,35 Milliarden Euro – der gesamte Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2025 – sind bereits Aktienrückkäufe im Umfang von 1,7 Milliarden Euro vorgesehen, sodass insgesamt eine sehr hohe Kapitalrückführung erfolgt. In den vergangenen vier Jahren hat das Unternehmen insgesamt 27,8 Milliarden Euro über Dividenden und Aktienrückkäufe ausgeschüttet – mehr als jeder andere deutsche Automobilhersteller – und damit über 81 Prozent des freien Cashflows des Industriegeschäfts verwendet. Weiterlesen
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Hauptversammlung der Mercedes-Benz AG am 7.5. 2025
Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands (links) warf Mercedes-Chef Ola Källenius vor, Verluste mit massivem Stellenabbau wettmachen zu wollen.
Sehr geehrte Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
mein Name ist Markus Dufner. Ich bin Geschäftsführer des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Mit unseren 30 Mitgliedsorganisationen sowie Kooperationspartnern aus den Bereichen Umwelt und Menschenrechte repräsentieren wir einen Teil der Zivilgesellschaft. Zudem ist der Dachverband Mitglied der Klimaallianz Deutschland mit 155 Mitgliedsorganisationen. Zur heutigen Hauptversammlung wurden uns die Stimmrechte für rund 20.000 Aktien übertragen.
Herr Dr. Brudermüller, Sie leiten heute zum ersten Mal die Hauptversammlung der Mercedes-Benz Group AG. Weiterlesen
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