Kategorie: Pressemitteilung

Deutsche Telekom darf Netzneutralität nicht weiter verletzen

Pressemitteilung vom 31.03.2026

  • Epicenter.Works und Dachverband stellen Forderungen auf der Hauptversammlung am 1. April in Bonn
  • Extrem hoher Strombedarf von Rechenzentren nicht ausschließlich durch grüne Energiequellen gedeckt
  • T-Mobile US ist konzernweiten Standards zum Teil nicht unterworfen
  • Risikoreiche Kooperation mit Elon Musks Space-X

Wien/Köln – Die Deutsche Telekom verletzt durch ihre Praxis der „bezahlten Überholspur“ grundlegende Prinzipien der Netzneutralität, wie sie in der EU-Open Internet Verordnung verankert sind. Zu diesem Ergebnis kommt die Nichtregierungsorganisation epicenter.works. Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre kündigt an, den Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Telekom nicht zu entlasten.

Thomas Lohninger, Geschäftsfüher von epicenter.works, wirft der Deutschen Telekom vor, künstliche Engpässe an den Zugängen zu ihrem Netz zu schaffen. Weiterlesen

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TKMS-Schiffe in völkerrechtswidrige Konflikte involviert

  • Organisationen kritisieren riskante Lieferungen in Konflikt- und Kriegsgebiete
  • Transparenz zu Waffensystemen ohne menschliche Kontrolle gefordert

Zur ersten, virtuellen Hauptversammlung der TKMS AG am 27. Februar 2026 fordern die Organisationen Facing Finance, die Fondazione Finanza Etica und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre von dem Rüstungskonzern einen Lieferstopp an Staaten, die Völkerrecht und Menschenrechte missachten und entsprechende Richtlinien.

Saar 6 Korvetten von TKMS wurden nachweislich zum Beschuss von Gaza verwendet. Selbst 2024 und 2025, nach dem völkerrechtswidrigen Einsatz von TKMS-Korvetten in Gaza, hat TKMS die Rüstungsexporte fortgesetzt und weitere Komponenten für diese Korvetten nach Israel geliefert. „Einige institutionelle Investoren mit Investmentrichtlinien gegen Waffenlieferungen an Staaten, die systematisch internationales Recht brechen, haben TKMS daher von Investitionen ausgeschlossen“, sagt Luca Schiewe von Facing Finance. Weiterlesen

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Siemens Energy: Glaubwürdigkeit beginnt mit Verantwortung

  • Siemens Energy muss das Selbstbestimmungsrecht des sahrauischen Volkes achten
  • Weiterhin Atomgeschäfte mit russischem Staatskonzern Rosatom
  • Besorgniserregende Kündigung einer Betriebsrätin

Anlässlich der morgigen Hauptversammlung der Siemens Energy AG fordern zivilgesellschaftliche Organisationen das Unternehmen auf, der eigenen Verantwortung für eine sozial- und klimagerechte Energiewende nachzukommen. Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre lehnt dazu den Dividendenvorschlag ab. Siemens Energy sollte deutlich mehr in erneuerbare Energien investieren und dabei den Schutz von Menschenrechten stärken.

EuGH-Urteil bestätigt: Siemens Energy sollte Projekte in der Westsahara neu bewerten

Siemens Energy trägt zur Ausbeutung des Volkes der Westsahara bei. Im Oktober 2024 verdeutlichte ein maßgebliches Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) nochmals, dass Handelsabkommen, die das Hoheitsgebiet der Westsahara mit einschließen, ohne die Zustimmung des Volkes der Westsahara nicht gültig sind. Weiterlesen

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Seit 40 Jahren hat die Zivilgesellschaft eine Stimme auf Aktionärsversammlungen

Der Dachverband und seine Mitgliedsorganisationen verlangen Transparenz von börsennotierten Konzernen

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre setzt sich seit 1986 auf Hauptversammlungen börsennotierter Unternehmen für Umweltschutz und Menschenrechte ein. Nicht nur die 29 Mitgliedsorganisationen des Verbands, sondern auch Bürgerinitiativen, NGOs, die Zivilgesellschaft und indigene Gemeinschaften aus dem Globalen Süden erhalten so die Möglichkeit, direkt auf Konzerne einzuwirken. Auch 2026 werden die Kritischen Aktionär*innen an mehr als 50 Hauptversammlungen teilnehmen und sich für konsequenten Klimaschutz, Menschenrechte und faire Unternehmenspraxis einsetzen.

Der Grundstein wurde 1986 gelegt, als 13 Umwelt- und Menschenrechtsaktivist*innen beschlossen, sich nicht länger mit schönen Worten abspeisen zu lassen. Seitdem stellen Kritische Aktionär*innen auf Hauptversammlungen unbequeme Fragen zu Atomausstieg, Rüstungsexporten, Umwelt- und Klimaschutz, Frauen in Führungspositionen und Menschenrechten in Lieferketten. Weiterlesen

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Aurubis: Keine Transparenz bei Hochrisiko-Kupferminen

·        BAFA-Prüfung: Aurubis muss Lieferketten-Beschwerden endlich ernst nehmen

·        Neue Beschwerde von Misereor wegen Menschenrechtsverletzungen in Peru

·        Bietet neues Hinweisgeber-System besseren Schutz für Whistleblower?

Zur Hauptversammlung der Aurubis AG am 12. Februar fordern Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen von Europas größtem Kupferkonzern die Einhaltung des Lieferkettengesetzes. Nach der Romero Initiative hat auch das katholische Hilfswerk Misereor beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Beschwerde gegen Aurubis eingereicht. Inzwischen hat das BAFA bestätigt, in allen Fällen wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Lieferkettengesetz eine Prüfung von Aurubis einzuleiten.

Seit Jahren fordern Aktionäre Einsicht in die Lieferbeziehungen von Aurubis, um Reputa-tions-, Regulatorik- und Menschenrechtsrisiken überprüfen zu können“, sagt Luca Schiewe von Facing Finance. Weiterlesen

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Siemens Healthineers unter Druck wegen Kaninchen-Antikörpern

Vereine fordern auf Hauptversammlung verbindlichen Ausstiegsplan

Auf der Hauptversammlung von Siemens Healthineers hat Dr. Melanie Seiler, Geschäftsführerin für Öffentlichkeitsarbeit bei Ärzte gegen Tierversuche, gemeinsam mit dem Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre den Vorstand zur fortgesetzten Nutzung von Kaninchenblut für diagnostische Tests befragt (1). Hintergrund sind wiederholte Aufdeckungen zu Missständen in Zulieferbetrieben sowie seit Jahren verfügbare tierversuchsfreie Methoden zur Antikörperherstellung. Die Vereine fordern den Konzern auf, die Zusammenarbeit mit auffällig gewordenen Lieferanten zu beenden und einen konkreten Zeitplan für den vollständigen Ausstieg aus Kaninchen-Antikörpern vorzulegen.

Hintergrund der Kritik sind unter anderem verdeckte Recherchen des Vereins SOKO Tierschutz, die im September 2025 massive Tierschutzverstöße in einem bayerischen Zulieferbetrieb dokumentierten, in dem Tausende Kaninchen für die Antikörperproduktion gehalten werden (2). Bereits Weiterlesen

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Siemens Healthineers: Kaninchenblut statt Verantwortung

Anlässlich der morgigen Hauptversammlung von Siemens Healthineers kritisiert der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre die fortlaufende Nutzung von Kaninchenblut für die Herstellung von Antikörpern, obwohl tierversuchsfreie Verfahren zur Verfügung stehen.

Nachdem bereits 2022 Tierquälerei bei einem damaligen Zulieferbetrieb von Siemens Healthineers öffentlich wurde, deckte die Tierrechtsorganisation SOKO Tierschutz im September 2025 durch Undercover-Recherchen gravierende Missstände bei einem anderen Zulieferbetrieb auf (ARD-Bericht). Dort werden 3.000 bis 4.000 Kaninchen zur Antikörperproduktion für Siemens Healthineers unter grausamen Bedingungen gehalten.

Friedrich Mülln von SOKO Tierschutz kritisiert: „Siemens Healthineers muss sich von diesem Betrieb trennen, der Tiere systematisch misshandelte, fahrlässig und verantwortungslos agiert und die Tiere weiterhin den brutalen Arbeitern ausliefert.“ Weiterlesen

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Thyssenkrupp: Zweifel an Jindal Steel als Partner für nachhaltige Transformation

Pressemitteilung zur Hauptversammlung der Thyssenkrupp AG am 30. Januar 2026

  • Dividende und höhere Vorstandsvergütung bei Lohneinbußen der Belegschaft
  • Arbeitsschutz-Desaster: 421 meldepflichtige Unfälle
  • Indigene Gemeinschaft aus Mexiko wehrt sich gegen Ammoniak-Anlage von Uhde

Köln, 29.01.2025 – Während die Thyssenkrupp AG mitten in der Umstrukturierung steckt, der Umsatz weiterhin sinkt, Arbeitsplätze gestrichen werden und weiterer Stellenabbau droht, sind eine höhere Vorstandsvergütung und die Ausschüttung einer Dividende das falsche Signal. Deshalb wird der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre morgen auf der Hauptversammlung in Bochum Vorstand und Aufsichtsrat des Konzerns nicht entlasten.

Für uns ist fraglich, ob Jindal Steel International aus Umweltsicht ein verlässlicher Partner für die grüne Stahltransformation ist“, sagt Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Weiterlesen

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