Angesichts schwächerer Konsumausgaben und wirtschaftlicher Unsicherheiten hat Hugo Boss seine Strategie angepasst. CEO Daniel Grieder betont den Fokus auf Markenstärkung im Jahr 2026. Nicht gestärkt werden hingegen die Arbeiter*innen in der Lieferkette. Hugo Boss verlässt das wichtige Gebäudeschutzabkommen in Pakistan, in der eigenen Fabrik in der Türkei werden Gewerkschafter*innen entlassen. FEMNET, der Dachverband der Kritischen Aktionär*innen und die Kampagne für Saubere Kleidung erwarten konkrete Antworten auf der Aktionärsversammlung.
Während über 130 Marken ihre Verpflichtung zum Pakistan Accord verlängern, hat Hugo Boss das Abkommen verlassen. Der Accord gilt mit seinen unabhängigen Sicherheitsinspektionen branchenweit als erfolgreichster Mechanismus zur Verbesserung der Fabriksicherheit. In mehreren pakistanischen Zulieferbetrieben von Hugo Boss wurden in den letzten Jahren schwerwiegende und potenziell lebensbedrohliche Sicherheitsmängel, wie verschließbare Tore und blockierte Fluchtwege, festgestellt. Weiterlesen
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Pressemitteilung zur Hauptversammlung der Hapag-Lloyd AG am 20. Mai 2026
Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre sieht vorauseilenden Gehorsam gegenüber völkerrechtswidrigen US-Sanktionen und hinterfragt Rolle von Kühne Holding und Stadt Hamburg.
Hamburg / Köln, 19.05.2026 – Auf der morgigen Hauptversammlung der Hapag-Lloyd AG verurteilt der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre die jüngste Entscheidung des Vorstands, sämtliche Buchungen nach Kuba zu stoppen. Der Verband sieht darin eine Verletzung des Völkerrechts, die Missachtung europäischer und deutscher Außenwirtschaftsprinzipien sowie einen eklatanten Mangel an unternehmerischer Souveränität.
Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands, kritisierte das Einknicken der Reederei vor einem US-Dekret der Trump-Administration. „Durch die einseitige Unterwerfung unter die Blockadepolitik Washingtons agiert das deutsche Traditionsunternehmen Hapag-Lloyd als verlängerter Arm fragwürdiger Gesetze.“ Weiterlesen
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Vor der Hauptversammlung der Commerzbank AG am Mittwoch kritisieren die Organisationen urgewald, Facing Finance und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre die Abschwächung der fossilen Ausschlusskriterien im ESG-Rahmenwerk der Bank. Mit der Überarbeitung ihrer ESG-Richtlinien Ende 2025 hat die Bank zentrale Ausschlusskriterien für Kohle deutlich gelockert. Unter anderem wurde das Kohleausstiegsdatum für Bestandskunden von 2030 auf 2038 verschoben.
Kathrin Petz, Finanz-Campaignerin bei urgewald, sagt:„Zahlreiche Banken und Investoren im europäischen Ausland haben längst erkannt, dass der Kohlesektor keine Zukunft hat. Dass die Commerzbank ihre fossilen Richtlinien ausgerechnet im Bereich Kohle abschwächt, zeugt von Ambitionslosigkeit. Es ist gleichzeitig ein Bärendienst für die Transformation des Finanzsektors hin zu einer zukunftsfähigen Volkswirtschaft.“Weiterlesen
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Anlässlich der morgigen Hauptversammlung von Uniper kritisieren die Organisationen urgewald, Deutsche Umwelthilfe und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre abgesenkte Klimaziele, die fortgesetzte Ausrichtung des Konzerns auf fossiles Gas sowie steigende Investitionen in LNG-Infrastruktur und neue Gaskraftwerke.
Trotz eigener Dekarbonisierungsziele baut Uniper sein fossiles Gasgeschäft weiter aus. Die Investitionen in den Gasbereich stiegen 2025 deutlich an, gleichzeitig wurden Klimaziele abgeschwächt und neue LNG-Lieferoptionen etwa aus den USA, Argentinien und Kanada verfolgt. Kritisiert werden dabei neben den hohen wirtschaftlichen Risiken insbesondere Umweltzerstörung, Fracking sowie Menschenrechtsverletzungen entlang der Lieferketten.
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, sagt: „Trotz der sich dramatisch beschleunigenden Erderhitzung plant Uniper den Abschluss neuer LNG-Lieferverträge – mit gravierenden Folgen für Mensch und Natur in Argentinien, Kanada und den USA. Weiterlesen
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die beiden größten dieser börsennotierten Wohnungsunternehmen – die Vonovia SE und die LEG Immobilien SE – werden am 21. bzw. 27. Mai ihre Hauptversammlungen durchführen. Aus diesem Anlass wollen wir Sie über die Einschätzungen kritischer Immobilienaktionär*innen und die aktuellen Erfahrungen organisierter Mieter*innen informieren.
Ihre Gesprächspartner*innen
Knut Unger, Plattform kritischer Immobilienaktionär*innen und MieterInnenverein Witten
Markus Röser, Mieterverein Dortmund u. Umg. e.V.
Annette Herrgesell, Mieterinitiative Mariendorf-Ost, Berlin
Klimaklage wegen Klimaschutzmaßnahmen im Schneckentempo
Lieferkettengesetz: Beschwerde gegen Heidelberg Materials eingereicht
Bündnis End Cement protestiert vor der Konzernzentrale
Mit einem Protest vor der Konzernzentrale von Heidelberg Materials und kritischen Redebeiträgen begleiten Menschenrechtler*innen und Klimaaktivist*innen die heutige Hauptversammlung von Heidelberg Materials. Das Bündnis fordert, dass Profite statt für Dividenden für die Kompensation von Klimakrisenschäden verwendet werden sollen, zu deren Verursachung der Konzern noch immer beiträgt.
Ulrich Wohland vom End Cement Bündnis: „Zum zweiten Mal fand im April ein zehntägiges Protest- und Aktionscamp direkt vor der Zentrale von Heidelberg Materials in Heidelberg statt. Workshops, Vorträge, Aktionen und über allem sechs Fahnen: Solidarität mit den Aboriginals in Australien, den Bäuer*innen in Pakistan, den Palästinenser*innen in der Westbank und den Sahrauis der Westsahara, Aktivist*innen in Schweden und den mutigen Menschen in Indonesien. Weiterlesen
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Festhalten an gefährlicher Expansionsstrategie trotz voller heimischer Auftragsbücher
Förderung von Nuklearer Teilhabe und Automatisierung von Waffensystemen
Geld für Aufrüstung statt für den Kiez
Auf der heutigen Hauptversammlung von Rheinmetall konfrontieren „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“, der Dachverband Kritischer Aktionärinnen und Aktionäre und das Stadtteilkomitee und Nachbar*innen Wedding die Unternehmensführungen mit scharfer Kritik. Sie werden ihr Rede- und Fragerecht bei den Hauptversammlungen nutzen und so die hochproblematischen Geschäftspraktiken der Konzerne in den Fokus rücken – etwa die Beteiligung an nuklearer Aufrüstung und Exporte an Staaten, die Menschenrechte verletzen oder in völkerrechtswidrige Kriegshandlungen verstrickt sind. In einem aktuellen Briefing fordern die Organisationen ein Ende solcher Geschäfte und klare politische Rahmenbedingungen seitens der Bundesregierung. Weiterlesen
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Ein fetter Gewinn von 591 Millionen Euro – aber: Keine Zahlung von existenzsichernden Löhnen für die Beschäftigten in der Lieferkette, keine Veröffentlichung von Auditprüfergebnissen, keine Nachhaltigkeitsanforderungen an Drittmarken. Zu diesen und weiteren Themen werden FEMNET, der Dachverband der Kritischen Aktionär*innen und die Kampagne für Saubere Kleidung (CCC Deutschland) kritische Fragen auf der Hauptversammlung von Zalando am 12. Mai stellen.
Zalando unternimmt keine Schritte, die sicherstellen, dass die Arbeiterinnen bei ihren Zulieferern im globalen Süden Löhne erhalten, die zum Leben reichen. Das Unternehmen legt nicht einmal einen Aktionsplan vor, wie existenzsichernde Löhne erreicht werden sollen. Auch in Deutschland steht Zalando wegen seines Umgangs mit Beschäftigten in der Kritik. Weiterlesen
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