Kategorie: Talanx AG

Risiken bei fossilen Energien, Bergbau und Dividende: Unsere Fragen an den Vorstand

Zu Tagesordnungspunkt 2: Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns

Die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung EIOPA fordert Versicherungskonzerne angesichts der weiterhin kaum absehbaren Folgen der Corona-Pandemie dazu auf, keine Dividenden zu zahlen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Talanx AG in Zukunft für deutlich mehr Versicherungsschäden als üblich aufkommen muss.

  1. Warum zahlen Sie angesichts der möglichen Belastungen durch die Corona-Pandemie eine erhöhte Dividende, statt Liquidität für das Unternehmen zu sichern?
  2. Haben Vorstand und Aufsichtsrat Gründe erörtert, die eine niedrigere Dividende rechtfertigen würden und wenn ja, welche?
  3. Gibt es Fälle im Talanx-Konzern, beispielsweise bei der HDI, in denen bei abgeschlossenen Betriebsschließungsversicherungen wegen Infektionsgefahr oder Pandemieversicherungen in aktuellen Fällen nicht gezahlt wird, weil das Virus „SARS-CoV-2“ in den Vertragsbedingungen nicht namentlich in den Verträgen genannt ist?
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„Keine Policen mehr für Bergbauunternehmen, die Menschenrechte verletzen“: Maíra Sertã Mansur

Maíra Sertã Mansur

Stellungnahme von Maíra Sertã Mansur von der Internationalen Koordinierung der vom Unternehmen Vale Betroffenen (Articulação Internacional – Atingidos e Atingidas pela Vale) anlässlich der Jahreshauptversammlung von Munich Re, Allianz, Hannover Re und Talanx in diesem Frühjahr 2020.


Versicherungsgesellschaften müssen dringend aufhören, Policen für Bergbauunternehmen zuzulassen, die systematische Verletzungen von Menschenrechten in ihren Einflussgebieten betreiben

In Brasilien haben die Brüche der Tailing-Dams von Fundão der Firma Samarco (zu je 50% im Besitz von Vale und BHP Billiton) im Jahr 2015 sowie der Bruch des Tailing-Dams Barragem I der Firma Vale in Brumadinho im Januar 2019 die ganze Perversität der Firmen im Bergbausektor bloßgelegt. Weiterlesen

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Gegenanträge

Zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, den Mitgliedern des Vorstands die Entlastung zu verweigern.

Begründung:
Der Vorstand der Talanx AG kommt nicht hinreichend seiner Verantwortung nach, wirksamere Maßnahmen für den Schutz des Klimas und der Achtung der Menschenrechte umzusetzen. Die bisherigen Maßnahmen reichen nicht aus, einen angemessenen Beitrag zum Erreichen der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens, der UN-Nachhaltigkeitsagenda und des UN Global Compact zu leisten, zu denen sich die Talanx AG bekannt hat.

Ausschluss aller fossilen Energieträger nötig

Um die Risiken und Folgen des Klimawandels auf ein akzeptables Maß zu begrenzen – und daran sollte Talanx auch ein starkes Eigeninteresse haben – muss die Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad begrenzt werden. Weiterlesen

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„Lieferanten-Verhaltenskodex noch nicht implementiert“: Rede von Tilman Massa

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Vorstand und Aufsichtsrat,

mein Name ist Tilman Massa und ich spreche für den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Mit den uns übertragenen Stimmrechten setzen wir uns für den Schutz der Menschenrechte und der Umwelt ein.

Wir können auch dieses Jahr den Vorstand nicht entlasten, da Sie unserer Auffassung nach Ihren menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten nicht hinreichend nachkommen. Wir haben einen entsprechenden Gegenantrag eingereicht, den ich hier kurz begründen werde.

Ich beschränke mich auf das Thema Ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten, da die Fragen zu Ihrer neuen Klimaschutz-Strategie bereits von Regine Richter von urgewald gestellt worden sind.

Es ist weiterhin nicht ersichtlich, wie der Vorstand ein an Nachhaltigkeitskriterien und Menschenrechtskonventionen orientiertes ESG-Management umsetzt. Weiterlesen

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Gegenantrag

Zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, den Mitgliedern des Vorstands die Entlastung zu verweigern.

Begründung:

Der Vorstand der Talanx AG kommt nicht hinreichend seiner Verantwortung nach, wirksamere Maßnahmen für den Schutz des Klimas und der Achtung der Menschenrechte umzusetzen. Die bisherigen Maßnahmen reichen nicht aus, einen angemessenen Beitrag zum Erreichen der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens, der UN-Nachhaltigkeitsagenda und des UN Global Compact zu leisten, zu denen sich die Talanx AG bekannt hat.

Kohle-Ausschluss lobenswert, Ausnahmen könnten Klimanutzen aber deutlich schwächen

Vor Ostern hat Talanx die Zeichnungspolitik für Kohlerisiken geändert und angekündigt, grundsätzlich keine Risiken bei neu geplanten Kohlekraftwerken und Minen mehr zu zeichnen. Weiterlesen

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Rede von Jan Chudzynski (Deutsch)

Sehr geehrter Herr Baumgartl, sehr geehrter Herr Haas,
Sehr geehrte Damen und Herren des Vorstands und des Aufsichtsrats der Talanx AG,
Sehr geehrte Damen und Herren Aktionärinnen und Aktionäre,

mein Name ist Jan Chudzyński, ich arbeite bei der polnischen Stiftung “Development YES – Open-pit mines NO”. Ich bin hierher angereist, um Ihre Aufmerksamkeit auf die Versicherungs- und Rückversicherungspolitiken von Talanx-Tochterfirmen zu richten. Dabei geht es um die Hannover Rück und Talanx’ polnische Tochterfirma Warta. Beide Firmen leisten noch immer Versicherungs- und Rückversicherungsleistungen an polnische Kohlefirmen. Damit tragen sie dazu bei, den Status Quo dessen zu verfestigen, was wir als „die polnische Kohle-Suchtabhängigkeit“ umschreiben. Weiterlesen

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Rede von Jan Chudzynski (Englisch)

Dear Mr Baumgartl, Mr Haas,
Dear Members of Talanx Board of Management and Supervisory Board,

My name is Jan Chudzyński, from “Development YES – Open-pit mines NO” Foundation from Poland. I came here to draw your attention to the insurance and re-insurance activity of Talanx’s subsidiaries. These are Hannover Rueck and Talanx’s Polish subsidiary, Warta. They carry on insuring and reinsuring Polish coal companies, which leads to perpetuating a status quo that is known as “Polish coal addiction”.

This addiction makes Polish coal sector the most pollutant in Europe, causing an estimated 5,800 premature deaths in Europe every year, including 600 in Germany. Weiterlesen

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Gegenanträge

Gegenantrag zu Tagesordnungspunkt 3, Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017:

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017 nicht zu entlasten.

Begründung:

Der Talanx-Konzern behauptet von sich selbst, er habe „ökologische, soziale und Governance-Aspekte in seine Geschäftstätigkeit“ integriert. „Als international agierender Versicherungskonzern und langfristig orientierter Investor“ habe sich Talanx „einer verantwortungsvollen, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgelegten Unternehmensführung“ verschrieben. Dies hält aber einem Realtitäts-Check so nicht stand, wie der Blick auf die Geschäftstätigkeit von Talanx in Sachen Bekämpfung des Klimawandels zeigt. Das Beispiel Polen zeigt dies deutlich:

Die polnische Talanx-Tochterfirma TuiR Warta zählt zu den größten Versicherern polnischer Energiekonzerne. Weiterlesen

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