Kategorie: Uniper SE

Keine Uniper-Rettung zum politischen Nulltarif: Umweltverbände fordern klimazielkompatible Neuausrichtung und personelle Konsequenzen

Der Dachverband, urgewald, die Deutsche Umwelthilfe und Greenpeace fordern vor dem Bundeswirtschaftsministerium in Berlin einen Konzernumbau von Uniper für das 1,5-Grad-Ziel. Foto: © Gordon Welters / Greenpeace 
  • Nach Absturz durch fossile Geschäftsstrategie: Unipers außerordentliche Hauptversammlung stimmt heute über die geplante Rettung durch den Bund ab
  • Bundesregierung ist nach dem Klimaschutz-Urteil des Verfassungsgerichts aus 2021 verpflichtet, das Klimaschutzgebot bei staatlichen Beteiligungen zu achten
  • Umweltverbände kritisieren eine fehlende strategische, klimabezogene Neuausrichtung bei den Vorschlägen für die Besetzung des Aufsichtsrates

Bei der heutigen außerordentlichen Hauptversammlung des Gasunternehmens Uniper entscheiden die Aktionäre über die Übernahme durch den Bund. Ein Verbändebündnis aus der Deutschen Umwelthilfe (DUH), Greenpeace, dem Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, urgewald und Europe Beyond Coal nimmt dies zum Anlass, mit einer Aktion in Berlin vor dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) um 10 Uhr eine Forderungsliste für die Rettung Unipers zu übergeben. Weiterlesen

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Wer übernimmt Verantwortung für das Russland-Debakel? Unsere Fragen zur außerordentlichen Hauptversammlung von Uniper

Unsere Mitglieds- und Partnerorganisationen haben angesichts der Staatsrettung und der bishergen, einseitigen Ausrichtung auf fossile Gaslieferungen aus Russland etliche Fragen an die Veranwortlichen bei Uniper:

Wer übernimmt Verantwortung für das Russland-Debakel: Fragen von urgewald

  • Uniper hat über viele Jahre die Abhängigkeit von russischem Gas vorangetrieben, trotz aller geopolitischen Warnungen Nord Stream 2 mitfinanziert und selbst am Vorabend des russischen Angriffskrieges die damit verbundenen Risiken für die russischen Gaslieferungen als gering eingestuft. Wie konnte eine für das Überleben des Unternehmens derart riskante Abhängigkeit von einem einzigen, noch dazu im Dienste eines autokratischen Staates stehenden Unternehmen wie Gazprom, über Jahre von allen Entscheidungsgremien abgesegnet werden?
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Offener Brief an die Bundesregierung: Unsere Forderungen zur Rettung Unipers

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Scholz,
Sehr geehrter Herr Bundesminister Dr. Habeck,
Sehr geehrter Herr Bundesminister Lindner,

mit der geplanten staatlichen Übernahme von Uniper sehen wir die Bundesregierung in der Pflicht, jetzt Einfluss auf die zukünftige Ausrichtung des Konzerns zu nehmen.

Unipers Zukunft hat weitreichende Konsequenzen für die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Energiesicherheit in Deutschland. Die staatliche Rettung von Uniper und deren enorme und weiterhin unabsehbare Kosten erfordern jetzt ein entschiedenes Handeln. Eine Rettung Unipers darf daher nicht zum politischen Nulltarif erfolgen, sondern muss an klare Bedingungen geknüpft sein. Zwar gibt es erste gute Ansätze, wie beispielsweise die angekündigte Aussetzung der Klage gegen die Niederlande auf der Basis des Energiecharta-Vertrags. Weiterlesen

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Uniper: Protest gegen zerstörerisches Geschäftsmodell

  • Initiativen und Gruppen der Klimagerechtigkeitsbewegung prangern Schäden für Mensch, Umwelt und Klima durch Unipers Importe fossiler Energien an
  • Protestaktion „UNIque PERformance of Destruction“ am 18. Mai ab 9 Uhr vor der Uniper-Zentrale Düsseldorf
„UNIque PERformance of Destruction“: Protest am 18.05.2022 vor der Uniper-Konzernzentrale in Düsseldorf (Foto: Der Pilger)

Zur heutigen Hauptversammlung von Uniper fordern Umweltgruppen und Menschenrechtsaktivist*innen vom Energiekonzern ein Ende des zerstörerischen Geschäftsmodells. Trotz der fortschreitenden Klimakatastrophe, dem völkerrechtswidrigen Krieg Russlands gegen die Ukraine und Menschenrechtsverletzungen beim Kohleabbau in Kolumbien und anderen Ländern hält Uniper an seiner fossilen Strategie fest. 

Die Umweltgruppen fordern einen sofortigen Stopp des Imports von Gas und Kohle aus Russland. Weiterlesen

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Klimaschutz, Gas- und Kohleimporte aus Russland, Lieferketten, Datteln 4: Unsere Fragen an den Uniper-Vorstand

Klimaschutz allgemein:

  • Mehr als die Hälfte von Unipers Stromerzeugung 2021 basierte auf fossilem Erdgas und Öl, gegenüber 2020 benötigte Uniper 15 Prozent Öl und Gas. Auch die Kohleverstromung nahm um 23 Prozent zu, sodass Ihre direkten CO₂-Emissionen 2021 um fast 20 Prozent auf 50,9 Mio. Tonnen CO₂ gestiegen sind. Sieht Uniper mit diesem Jahresausstoß bei sich selbst eine Mit-Verantwortung für den Klimawandel?
  • Für mehr als doppelt so viele Emissionen ist Uniper zusätzlich in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope 3) verantwortlich. Wenn Sie nun vermehrt auf Flüssiggas (LNG) setzen, können Sie weiterhin Ihre Klimaziele für Scope 1, 2 und 3 realistisch einhalten oder werden Sie Ihre Klimaziele anpassen müssen?
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Uniper: Fossile Geschäfte mit Kriegstreibern statt Aufbruch in erneuerbare Zeiten

  • Trotz Ukraine-Krieg: Uniper will weiter russisches Gas importieren
  • Der Konzern plant, verstärkt „Blutkohle“ aus Kolumbien zu kaufen
  • Protestaktion am 18.5. vor der Uniper-Zentrale

Anlässlich der morgigen digitalen Hauptversammlung von Uniper kritisiert die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald das skrupellose Festhalten des Energieunternehmens an russischen Gasimporten und an einem weiterhin viel zu stark auf fossile Energien ausgerichteten Geschäftsmodell.

Uniper hat Langfristverträge über 200 TWh russisches Erdgas. Dies entspricht etwa einem Fünftel des durchschnittlichen deutschen Gasverbrauchs. [1] Trotz des russischen Angriffs auf die Ukraine plant der Konzern weiterhin, dieses Gas auch zu importieren. Uniper spricht sich gegen ein Gasembargo aus, bleibt aber konkrete Zahlen schuldig, welche Auswirkungen ein sofortiger Importstopp hätte. Weiterlesen

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Protestaktion „UNIque PERformance of Destruction“ am 18. Mai ab 9 Uhr vor der Uniper-Zentrale Düsseldorf

Zur Jahreshauptversammlung des Uniper-Konzerns am 18. Mai 2022 fordern Umweltgruppen und Menschenrechtsaktivist*innen von Uniper ein Ende des zerstörerischen Geschäftsmodells. 

Trotz der fortschreitenden Klimakatastrophe, dem völkerrechtswidrigen Krieg Russlands gegen die Ukraine und Menschenrechtsverletzungen beim Kohleabbau in Kolumbien und anderen Ländern hält Uniper an seiner fossilen Strategie fest. 

Die Umweltgruppen fordern einen sofortigen Stopp des Imports von Gas und Kohle aus Russland, damit Uniper nicht weiterhin Zahlungen an Kriegsverbrecher leistet. Außerdem wird Uniper aufgefordert, russische Kohle nicht einfach durch noch mehr Importe aus Ländern wie Kolumbien oder Südafrika zu ersetzen, da der Kohlebergbau auch dort zu Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung führt. Zugleich verlangen sie das Aus für das klimapolitisch und juristisch seit Jahren heftig umstrittene Kohlekraftwerk Datteln 4.  Weiterlesen

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Trotz Ukrainekrieg: Weiterhin Geschäfte mit Russland. Unsere Gegenanträge

Zu Tagesordnungspunkt 3: Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands der Uniper SE für das Geschäftsjahr 2021

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die Mitglieder des Vorstands nicht zu entlasten.

Begründung:

Der Vorstand der Uniper SE wird seiner Verantwortung für Klimaschutz und Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Energien, insbesondere von Erdgas aus Russland, nicht gerecht.

Massiv steigende CO₂-Emissionen, kein Fokus auf erneuerbare Energien

Der Uniper-Vorstand hat die massive Abhängigkeit von fossilem Erdgas, vor allem aus Russland, aktiv vorangetrieben. Mehr als die Hälfte von Unipers Stromerzeugung 2021 basierte auf fossilem Erdgas und Öl, gegenüber 2020 benötigte Uniper 15 Prozent Öl und Gas. Weiterlesen

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