Category: Daimler AG

„Sie dürfen Ihre Autos nicht weiter grün rechnen, sondern müssen wirklich energiesparende Autos bauen“: Rede von Jens Hilgenberg

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
geehrte Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats,
meine Damen und Herren,

mein Name ist Jens Hilgenberg und ich spreche hier und heute für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V. und den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.

Wir beantragen heute sowohl dem Vorstand, als auch dem Aufsichtsrat der Daimler AG die Entlastung für das Geschäftsjahr 2018 zu verweigern. Der entsprechende Gegenantrag wurde fristgerecht eingereicht und auf der Konzernwebsite veröffentlicht.

Lange hat der Konzernvorstand seine Rolle im Diesel-Abgasskandal geleugnet. Noch letztes Jahr wurde von Herrn Zetsche öffentlich beteuert, die Daimler AG habe bei den Abgaswerten ihrer Dieselfahrzeuge nicht betrogen. Weiterlesen

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„Auch Ihr Unimog-Chassis gehört zu den im Jemen-Krieg identifizierten Rüstungsgütern“: Rede von Markus Dufner

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute Vormittag haben wir vor der Messehalle zusammen mit Attac und FridaysForFuture für eine sozial-ökologische Verkehrswende protestiert. Es müsste inzwischen uns allen klar sein, den Aktionärinnen und Aktionären und dem Vorstand und Aufsichtsrat von Daimler, dass es so nicht weitergeht. Wir brauchen eine klimagerechte Mobilität ohne schmutzige großvolumige SUVs.

Meine Damen und Herren, bei Rüstungsunternehmen denken viele zuerst an Krauss-Maffei Wegmann oder Heckler & Koch. Doch auch die deutsche Automobilindustrie verdient mit Rüstungsgeschäften Geld. Bei Daimler reicht das Portfolio von Geländewagen über Kleintransporter bis hin zu Unimogs und schweren Lastwagen.

Herr Zetsche, darauf scheinen Sie richtig stolz zu sein. Weiterlesen

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Daimler: Unschuldsbeteuerungen im Diesel-Abgasskandal widerlegt – Rüstungslieferungen verursachen Blutbad im Jemen

Dachverband und Attac und protestieren am 22. Mai vor der Daimler-Hauptversammlung, Messe Berlin (Süd), Tor 25, vor Eingang Halle 26, Jafféstr. 2

Die Daimler AG macht sich sowohl durch mangelnden Aufklärungswillen beim Dieselskandal als auch durch Rüstungsexporte in Kriegs- und Krisengebiete schuldig. Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre fordert deshalb, Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens bei der Hauptversammlung am 22. Mai nicht zu entlasten.

Lange hat die Daimler AG versucht ihre Verantwortung im Diesel-Abgasskandal klein zu reden. Aber die 2018 vom Kraftfahrbundesamt angeordneten Rückrufe widerlegen diese Beteuerungen. Das Vorstandsmitglied des Dachverbands, Jens Hilgenberg, fordert: „700.000 Fahrzeuge muss der Konzern europaweit zurückrufen, darunter Fahrzeuge die noch letztes Jahr von der Daimler AG als Neuwagen verkauft wurden. Weiterlesen

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Gegenanträge

Zu Tagesordnungspunkt 3: Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstandes

Den Mitgliedern des Vorstandes wird die Entlastung verweigert.

Begründung:

Dass sich die Daimler AG weiterhin mitten im Diesel-Abgasskandal befindet und dieser bei weitem noch nicht ausgestanden, geschweige denn komplett intern aufgeklärt wurde, zeigt eine Reihe von Vorgängen im Geschäftsjahr 2018.

Im Juni 2018 hatte der Bundesverkehrsminister einen offiziellen Rückruf von europaweit rund 700.000 Diesel-Fahrzeugen des Konzerns angekündigt, der nun vom zuständigen Kraftfahrbundesamt ausgesprochen wurde.  Betroffen von diesem offiziellen Rückruf sind Fahrzeuge der Baureihen Vito, C, G, E, S, ML & GLC, alle mit einem Dieselmotor der Abgasnorm Euro 6b. Diese Fahrzeuge sind teilweise noch im Geschäftsjahr 2018 von der Daimler AG als Neuwagen verkauft worden. Weiterlesen

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Daimler = Abgasskandal + Rüstungsexporte + Kartellabsprachen


Wegen Verwicklung in den Abgasskandal, Rüstungsexporten in Kriegsgebiete und Beteiligung an Kartellabsprachen werden wir mit einem Bündnis aus Umweltschützer*innen, Menschenrechtler*innen und Rüstungsgegner*innen dem Vorstand und Aufsichtsrat der Daimler AG die Entlastung verweigern. Zum Beginn der Hauptversammlung protestierten wir vor dem City Cube Berlin.

„Während Kund*innen in den USA mit Entschädigungen rechnen können, werden jene in Europa mit drohenden Fahrverboten und Wertverlust weitgehend alleingelassen“, wirft BUND-Verkehrsreferent Jens Hilgenberg dem Vorstand der Daimler AG vor. Hilgenberg, Vorstandsmitglied des Dachverbands der Kritischen Aktionäre stellt weiter fest: „Der Wertverlust für die Diesel-Kund*innen von heute ist der Dividendengewinn der Aktionär*innen von gestern. Die aus Kostengründen begangenen Fehler müssen jetzt umgehend korrigiert werden.“

Hilgenberg verlangt von Daimler die Garantie, dass alle Fahrzeuge des Konzerns so nachgerüstet werden, dass sie ihre gesetzlichen Schadstoffgrenzwerte auch im Realbetrieb auf der Straße einhalten. Weiterlesen

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Rede von Charlotte Kehne

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
sehr geehrte Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats,

mein Name ist Charlotte Kehne und ich spreche hier heute für die Organisation Ohne Rüstung Leben und für die Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre Daimler sowie zum Gegenantrag von Paul Russmann. In diesem begründen wir, warum wir gegen die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats stimmen werden.

Meine Damen und Herren,

laut Angaben des Geschäftsberichts 2017 der Daimler AG stellen „die zehn Prinzipien des UN Global Compact […] eine grundlegende Richtschnur für unsere Geschäftstätigkeit dar. Als Gründungsteilnehmer und Teil der LEAD-Gruppe sind wir dem Global Compact besonders verbunden.“ Dies begrüße ich, denn mit den zehn Prinzipien verpflichten sich die unterzeichnenden Unternehmen, sich für eine soziale und ökologische Weltwirtschaftsordnung einzusetzen. Weiterlesen

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