In den Medien

„Den Finger in die Wunden legen“

Zur Hauptversammlung der Deutsche Wohnen SE 2019 berichtet ZDF heute über unsere Stimmrechtsübertragung an eine Aktivistin der Initiative Deutsche Wohnen enteignen:

„Wir wollen den Anlegern klar machen, dass sie auf dem Rücken der Bürger mit deren Wohnungsmisere Geld machen und dass dies langfristig keine profitable Strategie sein kann und darf“, erklärt Raab. Möglich macht diese kritische Stellungnahme bei der Hauptversammlung die Übertragung der Eintrittskarten von Aktionären an den Dachverband Kritische Aktionäre, der die damit verbundenen Rede- und Stimmrechte an Aktivisten weitergibt.

Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur von Finanztip, hält die Kritischen Aktionäre für „eine vernünftige Organisation“, die die Konzerne langfristig beobachte und so wichtige Diskussionen anstoße – auch wenn er nicht immer ihre Meinung teile. „Wenn die Initiative ‚Deutsche Wohnen & Co enteignen‘ 77.000 Unterschriften in Berlin für ein Volksbegehren sammelt, dann will ich doch als Aktionär auf der Hauptversammlung erfahren, was sie fordert und was sie kritisiert.“ Eine Hauptversammlung sei schließlich nicht zum Schnittchenessen und Abnicken da.

Zum Artikel von ZDF heute

„Kritik im Magen der Bestie“

Radio Lora München im Gespräch mit unserem Vorstandsmitgleid Christian Russau über unsere Arbeit mit Stimmrechtsübertragungen, die Zusammenarbeit mit Fridays for Future und die kommenden Themen.

Zum Interview (Audio)


„Auf skandalöse Geschäftspraktiken hinweisen“

Das Portal Die Freiheitsliebe im Gespräch mit unserem Vorstandsmitglied Barbara Happe über die Kritik an Rüstungsexporten und unseren Arbeitsansatz, mit Stimmrechtsübertragungen auf Aktionärsversammlungen zu sprechen:

Die Freiheitsliebe: Geht es bei den Aktionen vor allem darum Aufmerksamkeit auf ein Thema zu lenken oder glaubt ihr, dass die Unternehmenspolitik verändert werden kann?

Barbara Happe: Wir machen uns nichts vor: Investorinnen und Investoren wollen Gewinn und damit steigende Renditen sowie Dividenden sehen. Klimaschutz und Menschenrechte sind zweitrangig – wenn überhaupt. Es geht uns vor allem darum, die Aufmerksamkeit von Medien, Öffentlichkeit und weiteren Aktionärinnen und Aktionären allgemein zu bekommen. Unsere wenigen Stimmrechte reichen bei weitem nicht aus, als „Kritischer Investor“ zu agieren.

Zum Interview auf Die Freiheitsliebe

Kritik der Aktionäre perlt an DWS-Führung ab

Zur Hauptversammlung der DWS Group 2019 berichtete Institutional Money:

Unangenehme Fragen musste sich die DWS-Führungsriege auch zu ihrer neu entdeckten Begeisterung für nachhaltige Investments gefallen lassen – Wöhrmann hatte diesem Bereich in seiner Rede große Bedeutung beigemessen. „In Gesprächen mit den Verantwortlichen konnte ich einen gewissen Ehrgeiz und Elan bei diesem Thema erkennen. Aber dennoch werden erst sieben Prozent des verwalteten Vermögens nach nachhaltigen Kriterien gemanagt“, sagte Barbara Happe von der Umwelt- und Menschenrechtsorganisation Urgewald, die für den Dachverband kritischer Aktionäre sprach. „In den größten DWS-Fonds finden sich immer noch die rücksichtslosesten Rüstungskonzerne der Welt“, betonte sie. Das gleiche gelte für die „Kohlegiganten“, die den Klimawandel anheizten. Das sei zwar nicht illegal, aber ethisch fragwürdig.

Zum Bericht von Institutional Money

Aktive Aktionäre: hell- oder dunkelgrün?

Zur Hauptversammmlung der Thyssenkrupp AG 2019 schreibt das Handelblatt Business Briefing Nachhaltige Investments:

Haben Investoren ein diesbezügliches Anliegen zu einem konkreten Geschäftsvorfall oder Geschäftsgebaren, bleibt ihnen fast nur, die Entlastung für Vorstand und/oder Aufsichtsrat zu verweigern. Manche stellen dazu explizit Gegenanträge, wie etwa der Dachverband Kritischer Aktionäre bei Thyssenkrupp. Er wirft dem Konzern vor, mit Rüstungsexporten in Konflikt- und Kriegsgebieten dem UN-Nachhaltigkeitsziel 16 „Förderung friedlicher Gesellschaften“ entgegenzustehen.

Der Dachverband verschafft sich immer wieder auf HVs Gehör. Manche Institutionellen und Firmenvertreter zeigen sich hinter vorgehaltener Hand genervt. Andere nehmen ihn hingegen ernst, weil er gut informiert und vor Ort vernetzt ist und mit Nicht-regierungsorganisationen (NGOs) kooperiert.

Zum Handelsblatt Business Briefing 3/2019

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