In den Medien

Eine Auswahl von Medien, die über uns und unsere Aktivitäten berichtet haben:


„Der Konzern gibt Verantwortung an die Politik ab“

junge Welt, 03.08.2022:
Für Waffenhersteller Heckler & Koch laufen die Geschäfte gut. Verband kritisiert Intransparenz bei Lieferungen. Ein Gespräch mit Tilman Massa: „Knallende Sektkorken werden eher nicht zu hören sein. Heckler & Koch ist sehr darum bemüht, von den letzten Skandalen um illegale Waffenexporte loszukommen. Als feiernder Kriegsprofiteur will der Konzern da sicher nicht wahrgenommen werden. Fest steht aber: Wirtschaftlich geht es Heckler & Koch wieder besser. Auch für dieses Jahr rechnet der Vorstand mit einer Umsatzsteigerung. Grund für die guten Aussichten ist nicht nur der Großauftrag für neue Sturmgewehre an die Bundeswehr. Der Vorstand hofft, von weltweit steigenden Militärausgaben zu profitieren. Noch immer lastet ein hoher Schuldenberg auf Heckler & Koch.“
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Nachhaltige Geldanlage?

manager magazin, 06.07.2022:
„Es reicht nicht einfach, das Geld zu investieren und zu sagen: Bitteschön, macht mal“, sagt auch Jens Hilgenberg (46), Verkehrsexperte beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und zugleich Vorstand im Dachverband Kritische Aktionärinnen und Aktionäre. „Investoren sollten zumindest den Versuch unternehmen, auch Einfluss auf das Unternehmen auszuüben.“ Hilgenberg kämpft seit vielen Jahren auf Hauptversammlungen für Umweltschutz und grüne Themen. Der ESG-Trend hat seine Arbeit bereits merklich verändert. „Früher war ich oft der Einzige, der über Nachhaltigkeit gesprochen hat“, sagt er. „Heute fokussieren sich so viele Fondsmanager darauf, dass ich immer speziellere Aspekte ansprechen muss.“
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Suche nach Fehlern und Verantwortlichen

Deutschlandfunk/tagesschau.de, 09.06.2022:
Der Dachverband der Kritischen Aktionäre sieht jedoch noch andere Verantwortliche. Er werde bei der Hauptversammlung beantragen, dem gesamten Vorstand die Entlastung zu verweigern, erläutert Geschäftsführer Markus Dufner. „Bereits vor der Razzia in der DWS-Zentrale im Mai haben wir wiederholt auf das Greenwashing der DWS im Bereich ESG hingewiesen. Also im Bereich Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung“, so Dufner. „Beispielhaft stehen dafür die Investments der DWS in Bergbaukonzerne wie Vale in Brasilien.“
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Deutsche Bank will sich von Lieferanten ESG-Siegel vorlegen lassen

Handelsblatt, 18.05.2022:
Gefordert wird ein Ende der Finanzierung großer Ölkonzerne: Tilman Massa vom Dachverband Kritische Aktionäre bezeichnete das Nachhaltigkeits-Rating zwar als einen ersten Schritt. Dabei alleine könne es aber nicht bleiben. Ratings könnten noch Umweltzerstörung und Menschenrechtsverstöße verschleiern. Kate Cahoon von der Klimaschutzorganisation 350.org sprach ebenfalls von einem ersten Schritt in die richtige Richtung, wertete die Rating-Initiative aber zugleich als „Greenwashing“ und forderte ein Ende der Finanzierung großer Ölkonzerne.
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„Mit Vollgas gegen Mensch und Natur“

SZ, 11.05.2022:
Manchmal brauchen selbst Umweltschützer ein Auto. Gleich um die Ecke am Petuelring hat Felix Hälbich, Sprecher beim Bund Naturschutz in Bayern, bei einer Mietwagenfirma einen schwarzen BMW geliehen, damit Aktivisten des BN gemeinsam mit dem Dachverband Kritische Aktionäre vor der Konzernzentrale des Autobauers fotogen gegen die Umweltpolitik von BMW protestieren können. Eine junge Frau sitzt an diesem Mittwochmorgen im Schneidersitz auf dem gemieteten Auto und wirft ein Bündel Geldblüten in den warmen Frühlingswind. Zwei Demonstrantinnen halten ein Plakat in die Höhe: „BMW: Mit Vollgas gegen Mensch und Natur“, steht darauf.
Auch Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands der Kritischen Aktionäre, ärgert sich über die Politik bei BMW. Es sei nicht akzeptabel, dass der BMW-Vorstand die Gewinne direkt an die Familie Quandt und Klatten sowie die anderen Aktionäre durchreiche. „Stattdessen müsste der Konzern das Geld in die Abmilderung und die Anpassung an die existenzielle Herausforderung der von BMW mit verursachten Klimakatastrophe und den Umbau des Konzerns investieren.“ Die Kritischen Aktionäre forderten deshalb in einem Antrag, dass statt der Ausschüttung einer Dividende von 5,80 Euro je berechtigter Stückaktie nur zehn Cent pro Aktie ausgeschüttet werden.
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Kapitalisten fürs Klima – wie Anleger messbaren Einfluss nehmen können

WirtschaftsWoche, 18.04.2022:
Vielen Anlegern genügt es nicht mehr, ein paar Solaraktien im Depot zu haben. Sie wollen den Wandel der Konzerne vorantreiben und messbaren Einfluss ausüben. Dazu stehen ihnen zwei Wege offen. Beide sind steinig.
Markus Dufner, der Geschäftsführer des Dachverbands Kritischer Aktionäre war gerade auf der Hauptversammlung der Deutschen Telekom, die ihre Anteilseignerinnen und Anteilseigner zum ersten Mal seit 2019 wieder in Präsenz begrüßte, im World Conference Center in Bonn.
Die Telekom-Tochter T-Systems steht im Verdacht, in Südafrika in einen Korruptionsskandal verwickelt zu sein, der dort im vergangenen Jahr eine Staatskrise auslöste und dem damaligen Präsidenten Jacob Zuma eine Gefängnisstrafe bescherte. …
Unternehmensvertreter bäten teils von sich aus um Hinweise, damit sie von Missständen nicht erst aus den Medien erfahren. Dem komme man gern nach, sagt Dufner – aber: „Wir behalten das natürlich im Blick. Wenn sich im Anschluss nichts ändert, werden wir aktiv.“
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Mit dem Aktienkauf die Welt retten?

Deutschlandfunk Kultur, 05.04.2022:
Nur wer an dem Unternehmen beteiligt ist, kann auch mitreden. Diese Strategie verfolgen Aktionärsverbände wie der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Er übt auf Hauptversammlungen stellvertretend für seine Mitglieder gebündelt die Stimmrechte aus und versucht, die Unternehmen zu mehr Nachhaltigkeit zu bewegen – bislang allerdings nur mit begrenztem Erfolg. Das könnte sich aber ändern, wenn wirklich viele Menschen in großen Stil nachhaltig Geld anlegen, meint der Wirtschaftsprofessor Christian Klein:
„Wenn wir eine kritische Masse von Investoren hätten, die bereit wären, ausschließlich in nachhaltige Unternehmen zu investieren, dann kann das auf jeden Fall etwas bewegen.“Denn dann würden die Aktienkurse der nachhaltigen Unternehmen steigen und die der nicht-nachhaltigen sinken, was sich wiederum auf die Finanzierung der Firmen auswirkt: „Die Idee ist dann Folgende, dass wir quasi einen gespaltenen Kapitalmarkt haben. Wir haben die grünen Unternehmen, die mehr wert sind und für die es leichter ist, sich zu refinanzieren. Und wir haben die braunen Unternehmen, die weniger wert sind. Die braunen Unternehmen haben dann tatsächlich einen Anreiz grüner zu werden, weil sie natürlich auch diese besseren Finanzierungsmöglichkeiten haben wollen.“
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Noch mehr auf Rendite getrimmt

nd, 11.02.2022:
Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre in Köln forderte auf der virtuellen Hauptversammlung den Technologiekonzern auf, dem Pariser Klimaschutzabkommen gerecht zu werden und aus der Finanzierung fossiler Energieprojekte auszusteigen.
Doch die Aktionärskritik zielt über den Einzelfall hinaus. »Um den Umfang der negativen Einflüsse von Siemens auf die Erderwärmung vollständig zu erfassen, müssen auch jene Emissionen erfasst werden, die durch die Nutzung von Siemens-Produkten entstehen«, so die Kritischen Aktionäre. Erstmals weist die Siemens AG aus, wie viele Treibhausgase durch die 2021 verkauften Produkte während ihrer voraussichtlichen Einsatzdauer emittiert werden: 453,4 Millionen Tonnen CO2. Dazu kommen noch die vorgelagerten Emissionen aus den Lieferketten. In Summe ist dies mehr als ein Prozent des jährlichen Treibhausgasausstoßes weltweit und mehr als Länder wie Frankreich emittieren. Die Reduktionsziele von Siemens halten die Kritiker daher für »wenig ambitioniert«.
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Kritik an Buschmann

taz, 14.03.2022:
Die Kritischen Ak­tio­nä­r:in­nen hingegen monierten bereits vergangenes Jahr, dass eine digitale Hauptversammlung Rederecht einschränke. Ak­tio­nä­r:in­nen müssten Fragen häufig vorab einsenden. „Darunter leidet die Aktio­nä­r:in­nen­de­mo­kra­tie“, sagt Tilman Massa von den Kritischen Ak­tio­nä­r:in­nen. Der DGB kritisiert, der Entwurf erschwere den Dialog wichtiger Stakeholder mit dem Unternehmen. Der Gewerkschaftsbund vermutet zudem, dass das Online-Format vielen Konzernen schlicht Kosten spare. Der Entwurf widerspreche zudem dem Koalitionsvertrag. Darin heißt es, die Ampelkoalition ermögliche Online-Hauptversammlungen dauerhaft und wolle die Aktionärsrechte dabei „uneingeschränkt wahren“. Das sei auch dringend nötig, wie Massa von den Kritischen Ak­tio­nä­r:in­nen fordert: Langfristig dürfe die Hauptversammlung nicht nur über Dividenden entscheiden oder den Aufsichtsrat entlasten. Wie etwa in Großbritannien brauche sie mehr inhaltliche Macht. Abstimmungen, inwieweit Strategien den Pariser Klimazielen entsprechen oder ob Konzerne weiter in Kohle investieren. Doch mit dem aktuellen Entwurf schwäche man die Aktionär:innen.
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Protest braucht Präsenz

taz, 19.10.2021:
Seit der Pandemie halten fast alle Konzerne ihre Hauptversammlungen online ab, oft ohne Rederecht der Anteilseigner:innen. Darüber regt sich nun Widerstand bei Aktionärsschützern und Investoren. „Ohne Nachfragen und Interaktion stellt sich schon die Sinnfrage“, sagt Tilman Massa vom Dachverband Kritische Aktionäre.
Laut einer Studie des Branchenverbands BVI ließen lediglich 5 Prozent der Unternehmen aus DAX, MDAX und TecDAX ihre Ak­tio­nä­r:in­nen bei den digitalen Hauptversammlungen 2020 zu Wort kommen. Grundlage dafür sind die Pandemieregeln für Hauptversammlungen, die der Bundestag Anfang September bis August 2022 verlängert hat. Das passt den Kritischen Aktionären nicht. Die Onlinehauptversammlungen drohten zu einer reinen Werbeshow zu verkommen, sagt Massa. Vorab Fragen einzureichen sei zwar möglich, Nachfragen seien aber meist nicht gestattet. Die Kritischen Aktionäre fordern, dass Vorstand und Aufsichtsrat im Gegenzug zumindest ihre Reden vorab veröffentlichen.
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„Unternehmen brauchen von der Politik eine klare Ansage für schnelleren CO2-Ausstieg“

Deutschlandfunk, 24.09.2021:
Markus Dufner fordert von Energie- und Baustoff-Branche mehr Anstrengungen für den Klimaschutz. Ein Pauschalurteil sei schwierig. Zu unterschiedlich seien die Bemühungen in den Unternehmen, als dass sie sich über einen Kamm scheren ließen, heißt es etwa beim Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.
„Es gibt manche, die mehr tun, und manche, die viel zu wenig tun“, sagt der Geschäftsführer des Dachverbands, Markus Dufner. „Wenn man jetzt die Energiebranche oder die Zementindustrie herausgreift, dann müsste man sagen, in diesen Branchen wird von den einschlägig bekannten Unternehmen deutlich zu wenig getan, und das Ziel der Klimaneutralität wird erst viel zu spät erreicht.“ In diese Hinsicht kritisch bewertet Dufner etwa den Baustoff-Hersteller HeidelbergCement oder auch den Energiekonzern RWE.
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Heckler & Koch: Mit Wumms aus der Krise

junge welt, 01.09.2021:
Nach skandalträchtigen Waffengeschäften mit Mexiko brüstet sich die Firma seit 2016 mit der »Grüne-Länder-Strategie«, laut der Feuerwaffen nur in NATO- und mit dem Kriegsbündnis assoziierte Staaten exportiert werden. Trotzdem lieferte der Konzern 2020 an Indonesien, Indien und Südkorea. »Eigentlich will Heckler & Koch nur noch EU- bzw. NATO-Staaten mit Waffen beliefern, findet aber immer wieder Gründe für Ausnahmen«, erklärte Tilman Massa, Sprecher der »Kritischen Aktionäre«, am Dienstag gegenüber junge Welt. Darüber hinaus würden immer auch Länder mit einer besonderen oder strategischen Partnerschaft mit der Bundesrepublik als »grüne Länder« eingestuft.
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Heckler & Koch: Quartalszahlen und kritische Aktionäre bei Hauptversammlung

SWR aktuell, 31.08.2021:
Auch Friedensaktivisten sind Aktionäre bei Heckler & Koch. Die Firmenkritiker haben viele Fragen in der Online-Hauptversammlung – nicht nur zu Zahlen. Bei der online abgehaltenen Hauptversammlung müssen sich Vorstandschef Jens Bodo Koch und Finanzvorstand Björn Krönert auch den Fragen von Friedensaktivisten stellen. Die sind Kleinaktionäre bei dem börsennotierten Unternehmen – ihre Anteilsscheine nutzen sie als Zugang zu der Hauptversammlung, um der Chefetage einmal im Jahr die Leviten zu lesen. Das Bündnis „Kritische Aktionär:innen Heckler & Koch“ hat nach eigenen Angaben mehr als 100 Fragen eingereicht und kritisiert zum Beispiel Waffenlieferungen an Nicht-Nato-Staaten.
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VW wegen Ausschüttung in der Kritik

die tageszeitung (taz), 21.07.2021:
Mit Kurzarbeitergeld über die Coronakrise kommen, sich mit staatlichen Prämien den Verkauf von E-Autos subventionieren lassen – und dann Milliarden Euro in Form von Dividenden an die An­teils­eig­ne­r:in­nen ausschütten. Diese Firmenpolitik des Autobauers Volkswagen lehnen der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und der Dachverband der Kritischen Ak­tio­nä­r:in­nen strikt ab. Die Organisationen fordern, dass der Autobauer Gewinne nicht ausschüttet, sondern in den anstehenden gigantischen Umbau hin zur Elektromobilität steckt. „Eine Dividende, gesponsert von Steu­er­zah­le­r*in­nen – gesellschaftlich verantwortliches Handeln sieht anders aus“, heißt es in einem Antrag der Kritischen Ak­tio­nä­r:in­nen für die digitale VW-Hauptversammlung an diesem Donnerstag.
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„Onlinetreffen kein Ersatz“

die tageszeitung (taz), 18.05.2021:
Markus Dufner: „Tatsächlich wäre es am besten, zu den Präsenzhauptversammlungen zurückzukehren und Aktionärinnen und Aktionären, die nicht anreisen können oder wollen, die zusätzliche Option anzubieten, ihren Redebeitrag im Livestream zu halten und Fragen über das Aktionärsportal einzureichen. So gesehen wäre das eine Hybridhauptversammlung.“
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HeidelbergCement: Rekord-Dividenden trotz Staatshilfen

Business Insider, 06.05.2021:
„Es passt nicht zusammen: Auf der einen Seite profitierte HeidelbergCement letztes Jahr finanziell von Kurzarbeit, auf der anderen Seite soll eine Rekord-Dividende ausgeschüttet werden,“ schrieben die Aktionäre in ihrem Antrag. Die Aktionäre forderten, dass HeidelbergCement zuerst das Kurzarbeitergeld und weitere Corona-Hilfen an den Staat zurückzahlt und erst danach über Dividendenausschüttung nachdenkt. Sonst besteht die Gefahr, dass die Steuergelder die Dividenden subventionieren, so der Antrag.
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RWE-Anleger fordern raschen Kohleausstieg

Tagesschau.de, 28.04.2021: Umweltschützern geht das nicht schnell genug. Klima-Aktivisten, die vor der Zentrale in Essen demonstrierten, beklagten, dass RWE im vergangenen Jahr noch immer 79 Prozent seines Stroms aus Kohle, Gas und Uran erzeugt habe. Damit bleibe der Konzern „ein Klimakiller mit weltweiten Konsequenzen“.
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Lufthansa-Aktionäre üben zur Hauptversammlung harte Kritik

Wirtschaftswoche, 03.05.2021:
Der Bund für Umwelt und Naturschutz sowie der Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre verlangten größere Anstrengungen zum Klimaschutz und zur Sicherung der Arbeitsplätze. Kurzstreckenflüge müssten bis 2030 auf die Schiene verlagert werden, verlangte BUND-Geschäftsführerin Antje von Broock. Es sei nicht akzeptabel, wenn Arbeitsplätze mit hohen Sozialstandards zugunsten niedrigerer Standards bei der Eurowings gestrichen werden, kritisierte der Aktionärsvertreter Markus Dufner.
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Umstrittene Daimler-Dividende soll beschlossen werden

Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), 31.03.2021:
Kritik entzündet sich vor allem daran, dass Daimler im Vorjahr durch Kurzarbeitergeld konzernweit rund 700 Millionen Euro sparte und nun dennoch die Ausschüttungen erhöht. Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre befand, durch dieses Vorgehen mitten in der Pandemie zeige sich Daimler „ignorant für die gesamtgesellschaftliche Stimmung“.
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So helfen sie dem Umweltschutz

Brigitte, 11.01.2021:
Die Aufgabe von Aktivist*innen wie Richter bleibt gleich: Sie vertreten auf den Versammlungen zwischen ein paar Dutzend bis mehrere Hundert Menschen, die ihre Rechte als Anteilseigner*innen direkt an Urgewald oder an den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre abgegeben haben. Dieser Verband, in dem Urgewald Mitglied ist, verteilt wiederum nach Bedarf die Stimmrechte als Eintrittskarten für die Hauptversammlungen. Die Aktionär*innen können ihren Vertreter*innen dabei Weisungen zum Stimmverhalten geben. „Es geht mir nicht darum, die Konzerne zu hauen“, sagt Richter. „Ich will zeigen, welches Potenzial für mehr Nachhaltigkeit sie haben.“
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VW-Aktionäre gegen Dividende

die tageszeitung (taz), 30.09.2020:
Kritische Aktionär:innen haben bei der Hauptversammlung von VW das Managment hart kritisiert. „Steuerfinanzierte Kaufprämien und Kurzarbeitergeld zu nehmen und gleichzeitig eine hohe Dividende auszuschütten, passt nicht zusammen“, sagte Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Die Vereinigung reichte bei der virtuellen Hauptversammlung des Konzerns am Mittwoch in Berlin 3 Gegenanträge und 65 Fragen ein. Das Treffen dauerte bei Redaktionsschluss noch an.
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„Viele Aktionäre denken nur an die nächste Dividende“

Wirtschaftswoche, 07.06.2020:
Interview mit Markus Dufner, Sprecher des Dachverbands der Kritischen Aktionäre und Aktionärinnen
Dufner beobachtet die aktuelle Dividendenpraxis kritisch. Im Interview kritisiert er Unternehmen, die in der Pandemie Staatsgelder beantragen und dennoch Gewinnbeteiligungen ausschütten. Gleichzeitig werde aktuell, wo Hauptversammlungen ausschließlich über digitale Wege stattfinden, Aktionärsrechte beschnitten.
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Corona-Krise: Dachverband und Mitgliedsorganisationen warnen vor Beschneidung von Aktionärsrechten

Handelsblatt, 23.03.2020: Virtuelle Hauptversammlungen sollen erlaubt werden
On Vista, 23.03.2020: Hauptversammlungen ohne Aktionärspräsenz sollen erlaubt werden
Focus Money, 23.03.2020: Virtuelle Hauptversammlungen sollen erlaubt werden
Süddeutsche Zeitung, 24.03.2020: Noch Fragen?
Immobilien-Magazin, 24.03.2020: Aktionäre warnen vor neuer HV-Regel
Tagesspiegel, 25.03.2020: Auskunftsrecht von Aktionären stark eingeschränkt
Wallstreet online, 30.03.2020: Virtuelle Hauptversammlungen legalisiert: Gucken Aktionäre jetzt in die Röhre? – Warnungen


Siemens im Stresstest

Neues Deutschland, 28.09.2020:
Der Münchner Elektronikkonzern trennt sich von seiner Energiesparte… Auch dem Dachverband der Kritischen Aktionäre erscheint es völlig schleierhaft, wie sich Energy zukünftig in Energiemärkten aufstellen und gleichzeitig den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens gerecht werden will. »So bleibt der Eindruck, dass der Spin-off nur eine Variante ist, sich von einer renditeschwachen Unternehmenseinheit zu trennen«, hieß es im Gegenantrag auf der virtuellen Konzern-Hauptversammlung im Juli.
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Prozessauftakt im Dieselskandal

Interview in tagesschau24, 30.09.2019:
Markus Dufner zum Prozessauftakt im VW-Abgasskandal und zur Rechtskultur im Konzern:
„Die Musterfeststellungsklage ist so etwas wie eine Lex Volkswagen: Der Versuch, im größten Industriebetrug der deutschen Nachkriegsgeschichte – dem Dieselskandal – zu irgendeiner Form von Gerechtigkeit zu kommen. Fast eine halbe Million Kunden dürfen jetzt auf eine Entschädigung hoffen, die ihnen VW bisher verweigert.“
„Der VW-Aufsichtsratsvorsitzende Pötsch hat seine Sache gut gemacht – im Sinne der VW-Eigentümerfamilien, aber nicht im Sinne von Transparenz und Aufklärung.“

„Den Finger in die Wunden legen“

ZDF heute, 18.06.2019:
„Wir wollen den Anlegern klar machen, dass sie auf dem Rücken der Bürger mit deren Wohnungsmisere Geld machen und dass dies langfristig keine profitable Strategie sein kann und darf“, erklärt Raab. Möglich macht diese kritische Stellungnahme bei der Hauptversammlung die Übertragung der Eintrittskarten von Aktionären an den Dachverband Kritische Aktionäre, der die damit verbundenen Rede- und Stimmrechte an Aktivisten weitergibt. Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur von Finanztip, hält die Kritischen Aktionäre für „eine vernünftige Organisation“, die die Konzerne langfristig beobachte und so wichtige Diskussionen anstoße – auch wenn er nicht immer ihre Meinung teile. „Wenn die Initiative ‚Deutsche Wohnen & Co enteignen‘ 77.000 Unterschriften in Berlin für ein Volksbegehren sammelt, dann will ich doch als Aktionär auf der Hauptversammlung erfahren, was sie fordert und was sie kritisiert.“ Eine Hauptversammlung sei schließlich nicht zum Schnittchenessen und Abnicken da.
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„Kritik im Magen der Bestie“

Radio LORA München, 08.08.2019:
Radio Lora München im Gespräch mit unserem Vorstandsmitgleid Christian Russau über unsere Arbeit mit Stimmrechtsübertragungen, die Zusammenarbeit mit Fridays for Future und die kommenden Themen.
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„Auf skandalöse Geschäftspraktiken hinweisen“

Die Freiheitsliebe, 30.08.2019:
Gespräch mit unserem Vorstandsmitglied Barbara Happe über die Kritik an Rüstungsexporten und unseren Arbeitsansatz, mit Stimmrechtsübertragungen auf Aktionärsversammlungen:

Die Freiheitsliebe: Geht es bei den Aktionen vor allem darum Aufmerksamkeit auf ein Thema zu lenken oder glaubt ihr, dass die Unternehmenspolitik verändert werden kann?

Barbara Happe: Wir machen uns nichts vor: Investorinnen und Investoren wollen Gewinn und damit steigende Renditen sowie Dividenden sehen. Klimaschutz und Menschenrechte sind zweitrangig – wenn überhaupt. Es geht uns vor allem darum, die Aufmerksamkeit von Medien, Öffentlichkeit und weiteren Aktionärinnen und Aktionären allgemein zu bekommen. Unsere wenigen Stimmrechte reichen bei weitem nicht aus, als „Kritischer Investor“ zu agieren.
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Kritik der Aktionäre perlt an DWS-Führung ab

Institutional Money, 06.06.2019:
Unangenehme Fragen musste sich die DWS-Führungsriege auch zu ihrer neu entdeckten Begeisterung für nachhaltige Investments gefallen lassen – Wöhrmann hatte diesem Bereich in seiner Rede große Bedeutung beigemessen. „In Gesprächen mit den Verantwortlichen konnte ich einen gewissen Ehrgeiz und Elan bei diesem Thema erkennen. Aber dennoch werden erst sieben Prozent des verwalteten Vermögens nach nachhaltigen Kriterien gemanagt“, sagte Barbara Happe von der Umwelt- und Menschenrechtsorganisation Urgewald, die für den Dachverband kritischer Aktionäre sprach. „In den größten DWS-Fonds finden sich immer noch die rücksichtslosesten Rüstungskonzerne der Welt“, betonte sie. Das gleiche gelte für die „Kohlegiganten“, die den Klimawandel anheizten. Das sei zwar nicht illegal, aber ethisch fragwürdig.
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Aktive Aktionäre: hell- oder dunkelgrün?

Handelblatt Business Briefing Nachhaltige Investments, 08.03.2019:
Haben Investoren ein diesbezügliches Anliegen zu einem konkreten Geschäftsvorfall oder Geschäftsgebaren, bleibt ihnen fast nur, die Entlastung für Vorstand und/oder Aufsichtsrat zu verweigern. Manche stellen dazu explizit Gegenanträge, wie etwa der Dachverband Kritischer Aktionäre bei Thyssenkrupp. Er wirft dem Konzern vor, mit Rüstungsexporten in Konflikt- und Kriegsgebieten dem UN-Nachhaltigkeitsziel 16 „Förderung friedlicher Gesellschaften“ entgegenzustehen. Der Dachverband verschafft sich immer wieder auf HVs Gehör. Manche Institutionellen und Firmenvertreter zeigen sich hinter vorgehaltener Hand genervt. Andere nehmen ihn hingegen ernst, weil er gut informiert und vor Ort vernetzt ist und mit Nicht-regierungsorganisationen (NGOs) kooperiert.
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