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Name der Seite: Kampagnen
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Autor: Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre
Stand: 17.12.2018




Konzerne und die SDGs im Praxis-Check

Deutsche Großunternehmen und ihre Verantwortung für das Erreichen der Ziele nachhaltiger Entwicklung der Vereinten Nationen

Die Agenda der Sustainable Development Goals (SDGs) ist die weltweit wichtigste entwicklungspolitische Zielsetzung des nächsten Jahrzehnts. Sie betrifft, im Gegensatz zu den Millenniumszielen, auch die Industrienationen und damit in besonderem Maße auch deutsche Unternehmen. Deutschland hat sich den 17 UN-Zielen für eine nachhaltige Produktions- und Lebensweise verpflichtet, auch viele Unternehmen möchten selbst einen eigenen Beitrag leisten. Doch was heißt das konkret?

In unserer Kampagne thematisieren wir die Verantwortung deutscher und internationaler Konzerne für die Umsetzung der SDGs. Dabei möchten wir nicht nur die UN-Nachhaltigkeitsagenda und ihre Herausforderungen anhand praktischer Fälle veranschaulichen, sondern auch dazu anregen, das Thema Nachhaltigkeit kritisch zu hinterfragen und weiterzudenken.
> Zur Kampagne


Rohstoffe - im Konflikt mit Menschenrechten

Wir sind daran gewöhnt, dass Rohstoffe frei verfügbar und billig sind: Platin aus Südafrika, Kohle aus Kolumbien, Kupfer aus Peru, Wolfram und Tantal aus dem Kongo. Kaum bekannt ist jedoch: 30 Prozent der Menschenrechtsverletzungen weltweit haben mit der Gewinnung von Rohstoffen zu tun. Das wollen wir ändern.

Mit der Kampagne "Rohstoffe – im Konflikt mit Menschenrechten" setzen sich die Kritischen Aktionäre auf Hauptversammlungen für verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflichten der Unternehmen ein.


Gemeinsam für bessere Lebensbedingungen südafrikanischer Minenarbeiter
In unserer Rohstoff-Kampagne legen wir unseren Schwerpunkt auf das britisch-südafrikanische Bergbauunternehmen Lonmin.
> Mehr dazu


Klima schützen! Kohleabbau stoppen!

Im Rheinischen Braunkohlerevier werden Zehntausende Menschen werden gegen ihren Willen umgesiedelt. Dörfer müssen den Tagebauen Hambach und Garzweiler weichen, Menschen werden zwangsumgesiedelt, der Hambacher Wald wird abgeholzt. Und das alles, damit RWE weiter Braunkohle abbauen und in seinen Kraftwerken verbrennen kann.

> Mehr zu "Klima schützen! Kohleabbau stoppen!"
> Widerstand gegen Braunkohlewirtschaft und Zwangsumsiedlung

Vorbilder für Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschutz

Den Hambacher Wald retten und den Braunkohleabbau stoppen!
"Mir ist es ein wichtiges Anliegen, den letzten Rest des Hambacher Walds vor unserer Haustür zu retten", erklärt Antje Grothus. Sie lebt in Kerpen-Buir am Braunkohletagebau Hambach. "Bei der nächsten Aktionärsversammlung von RWE werde ich wieder dabei sein und den Vorstand nicht entlasten."
Erfahren Sie, wie sich Antje Grothus, die Aachenerin Eva Töller und der Kölner Christian Döring engagieren.
> Vorbilder für Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschutz


 

 

Die Umsetzung der UN-Prinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte

"Wir erkennen die gemeinsame Verantwortung von Regierungen und Wirtschaft an, nachhaltige Lieferketten zu fördern und gute Beispiele zu unterstützen."
Aus der G7-Abschlusserklärung 2015, Weltwirtschaft: Verantwortung in globalen Lieferketten

 

Nationaler Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte

Im Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) verankert die Bundesregierung erstmals die Verantwortung von deutschen Unternehmen für die Achtung der Menschenrechte in einem festen Rahmen. Die Bundesregierung formuliert im Aktionsplan ihre klare Erwartung, dass Unternehmen die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht einhalten und Menschenrechte entlang ihrer Liefer- und Wertschöpfungsketten achten.
> Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Corporate Social Responsibility in Deutschland
> Nationaler Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) der Bundesregierung

 

Deutsche Konzerne und ihre Verantwortung für die Lieferkette

Ziel muss es sein, die Menschenrechte entlang der globalen Liefer- und Wertschöpfungskette zu sichern.
Viele deutsche Konzerne weisen aber eine Verantwortung für ihre Lieferketten von sich.
Zwei typische Beispiele:
- Die Daimler AG sagte zu ihren Kontroll- und Sorgfaltspflichten in Bezug auf Menschenrechte, soziale Rechte und Umweltschutz  bei ihren Zulieferern: Eine detaillierte Rückverfolgung der Rohstoffe auf deren sozial- und umweltbezogene Produktionszusammenhänge stehe "derzeit in keinem Kosten-Nutzen-Verhältnis".
- Der deutsche Chemie-Gigant BASF sieht bisher keinen Grund, seinen Platin-Zulieferer Lonmin wegen eines Massakers in Südafrika zur Rechenschaft zu ziehen.
> Verantwortung für die Lieferkette