Gesetze zu Kohleausstieg und Lieferketten – und nun?

Zivilgesellschaftliche Impulse für effektiven Schutz von Klima und Menschenrechten: Unserere Jahrestagung am 25.09.2021

Wir bitten um verbindliche Anmeldung per E-Mail bis 12. September 2021

Politik und Unternehmen brauchen starke Impulse der Zivilgesellschaft, wenn es um den wirksamen Schutz von Menschenrechten, Umwelt und Klima geht. Zuletzt haben viele Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsstrategien überarbeitet und eigene Zielvorgaben bis zur Erreichung einer klimaneutralen Produktion gesetzt. Im Bereich der Kohleverstromung bildet das im Juli 2020 verabschiedete Kohleausstiegsgesetz den entscheidenden Referenzrahmen.

Für mehr menschenrechtliche Sorgfaltspflichten von Unternehmen macht die Initiative Lieferkettengesetz seit Jahren Druck. Lobbyisten der großen Wirtschaftsverbände versuchten bis zuletzt, das ohnehin nicht sehr strenge Gesetz weiter zu verwässern.

Auf der Jahrestagung des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre diskutieren Betroffene aus den Braunkohlerevieren und Aktivist*innen von Umweltschutz- und Menschenrechtsorganisationen über die Gesetze zu Kohleausstieg und Lieferketten und überlegen, was darüber hinaus nötig ist, um Klima und Menschenrechte effektiv zu schützen.

Wir planen mit einer Präsenzveranstaltung in der Melanchthon Akademie Köln, Kartäuserwall 24B, 50678 Köln. Es wird auch möglich sein, die Veranstaltung online zu verfolgen.

Sollte es aufgrund der Pandemie und des Infektionsschutzes sinnvoll oder erforderlich sein, würden wir die Jahrestagung rein virtuell durchführen.

Unser vorläufiges Programm:

Verleihung des Henry Mathews Preises für Konzernkritik 2021

12 – 13 Uhr

Begrüßung und Rückblick 2021
Preisverleihung an
Alle Dörfer Bleiben

Jens Hilgenberg, Dachverband
Laudatio: Markus Dufner, Dachverband

Klimaschutz und Kohleausstieg

14 – 15.30 Uhr

Kohleausstiegsgesetz – und nun?
Situation im Mitteldeutschen Braunkohlerevier
Situation im Lausitzer Braunkohlerevier
Situation im Rheinischen Braunkohlerevier

Referent*innen
Franziska Knauer, Pro Pödelwitz (angefragt)
René Schuster, Umweltgruppe Cottbus (angefragt)
Birgit Cichy, Menschenrecht vor Bergrecht (angefragt)

Konzerne und Menschenrechte

16 – 17 Uhr

Lieferkettengesetz – und nun?
Der Fall Nornickel: Indigene Rechte in Russland und die Verantwortung deutscher Konzerne

Referent*innen
Andrei Danilov, Direktor Sámi Heritage Foundation (angefragt)
Gennadij Schukin, Vorsitzender der Vereinigung indigener Gemeinschaften der Taimyr-Halbinsel (angefragt)
Johannes Rohr, Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie (infoe)

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