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Position:   Newsletter

Newsletter Februar 2019

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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,


wer möchte nicht mit "Mein Schiff" zu einer Karibik-Kreuzfahrt aufbrechen, um dem grauen Alltag zu entfliehen? Wer aber weiß, dass das Personal an Bord vieler TUI-Schiffe, die unter Billigflaggen laufen, nur ein bis zwei Euro Stundenlohn bekommt, wird sich vielleicht dafür entscheiden, auf das verlockende Reise-Schnäppchen zu verzichten.

Wir können entscheiden, welches Fahrzeug wir kaufen und welche Reise wir buchen. Unser Kauf- und Nachfrageverhalten beeinflusst das Angebot der Konzerne. Gleichwohl soll nicht in Abrede gestellt werden, dass die Konzerne versuchen, unsere Entscheidungen zu manipulieren.

Während wir in unserem Privatleben manches dafür tun können, unseren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern, fordern wir Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre bei den Hauptversammlungen die Vorstände auf, den riesengroßen Konzern-Fußabdruck zu reduzieren – nicht nur bei TUI, sondern auch bei Siemens und Thyssenkrupp, wie Sie unten nachlesen können.


Solidarische Grüße

Markus Dufner
Geschäftsführer

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Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • TUI: Unwürdige Entlohnung und gestiegene CO2-Emissionen
  • Aurubis: Arbeitsbedingungen in Kupferminen in der Kritik
  • Siemens: "Grüne" Energie zu Lasten von Menschenrechten
  • Thyssenkrupp: Verantwortung nach Dammbruch in Brasilien
  • Kinderarzt erklärt: Was macht Stickstoffdioxid so gefährlich?
  • Infoabend mit Goliathwatch: Konzernmacht begrenzen – aber wie?
  • Petition: Appell katholischer Christen aktualisiert – jetzt unterzeichnen!

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Hauptversammlung am 12. Februar

Unwürdige Entlohnung und gestiegene CO2-Emissionen bei TUI-Kreuzfahrten

TUI wird Verantwortung für den Schutz der Menschenrechte und des Klimas nicht gerecht

Die Initiative gegen Kreuzfahtschiffe hat heute vor Hauptversammlung der TUI AG in Hannover auf die Missstände in der Kreuzfahrt-Branche hingewiesen. Die Aktivist*innen hängten dazu ein Transparent mit der Aufschrift "Kreuzfahrtschiffe (k)entern – gegen Ausbeutungund Umweltzerstörung" vor der TUI-Arena auf. Paula Lange von der Initiative sagt dazu: "Geworben wird mit der Verwendung von Glasflaschen und Abfallreduktion, aber angesichts der ausgestoßenen Schadstoffe und der CO2-Emissionen wirkt das wie ein Tropfen auf dem heißen Stein."

Kleine, lokale Anbieter an den Tourismuszielen sollten nicht verdrängt oder aufgekauft werden. Wie schon der Einladung zur Hauptversammlung von TUI entnommen werden kann, scheint aber genau dies eine der "Weichenstellungen" zu sein. Arbeitsplätze vor Ort müssen gesichert, Arbeitnehmer*innen dürfen nicht ausgebeutet werden. Die Zielländer sind auf das Geld durch den Tourismus angewiesen, das Geld muss in die Erhaltung der von Touristen besuchten Regionen fließen. Dazu hat sich TUI durch die Unterzeichnung des Global Code of Ethics for Tourism verpflichtet. Doch bei keiner anderen Art des Tourismus bleibt so wenig Geld vor Ort wie bei Kreuzfahrten.

Gleiches sollte für die Arbeitnehmer*innen insbesondere auf den Kreuzfahrtschiffen (hier greift das Konzept des "Flaggenstaats") gelten. Die Arbeitszeiten sind deutlich zu lang, Überstunden die Regel und der Lohn mit teilweise nur 1 bis 2 € die Stunde noch dazu deutlich zu niedrig.
Durch neue, moderne Technologien spart TUI nach eigener Aussage unter anderem Treibstoffe ein und reduziert den CO2-Fußabdruck erheblich. Durch eine Erhöhung der Flottenkapazität sind die CO2-Emissionen jedoch um 25,23% gestiegen. So ist auch der Einsatz von Schweröl um 27,55% gestiegen.

> Pressemitteilung
> Initiative gegen Kreuzfahrtschiffe
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Unsere Gegenanträge

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Aurubis muss sich um Arbeitsbedingungen in peruanischen Kupferminen kümmern

Glencore und Hudbay liefern peruanisches Kupfer nach Hamburg / Dachverband fragt bei Hauptversammlung am 28. Februar nach

Mit der Mine Antepaccay des Schweizer Betreiber Glencore und der Mine Constancia des kanadischen Hudbay-Konzerns sind noch zwei weitere große Minen in der Region aktiv. Als die Proteste dagegen nicht abreißen wollten, verhängte die Nationalregierung in Lima im Januar 2018 den Ausnahmezustand über die gesamte Kupfertrasse. Diese ist 482 Kilometer lang, schlängelt sich von der Provinz Cusco über die Provinz Apurimac bis Arequia und von dort zum Pazifikhafen Matarania. Hier wird das Kupferkonzentrat verladen und unter anderem nach Europa verschifft. Einer der Abnehmer ist Aurubis.

Viele Unternehmen haben damit begonnen, sich bei ihrer Nachhaltigkeitsberichterstattung an den 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedeten 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals) zu orientieren. Bei Aurubis scheint es bisher nur rudimentäre Ansätze dafür zu geben.

> Unsere Gegenanträge

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Unsere Reden auf der Hauptversammlung

Siemens: "Grüne" Energie zu Lasten von Menschenrechten

Dachverband kritisierte Rechtsverstöße bei Windparks und Staudammprojekten

Khadja Bedati (Foto) von der Saharauischen Jugend machte Ihre Position zu den umstrittenden Windparks in der Westsahara gegenüber dem Siemens-Verantwortlichen klar: "Wir sind uns im Grundsatz ja einig: Klimafreundliche, grüne Energie darf Menschenrechte nicht außer Kraft setzen. Saubere Energie muss auch mit sauberen Methoden produziert werden."

Dennoch war sie wieder zur Hauptversammlung gekommen, da die entscheidene Frage weiter von Siemens nicht beantwortet war: "Warum hat Siemens Gamesa nicht um unsere Erlaubnis gebeten, auf unserem Land zu arbeiten?" In seiner Antwort hat Siemens-CEO Joe Kaeser nun immerhin versprochen, sich um eine Stellungnahme und Anwort bei der Tochterfirma zu bemühen.

In unseren weiteren Redebeiträgen forderten wir, dass das neue Programm von Siemens zur Achtung der Menschenrechte in der Lieferkette zügig umgesetzt werden müsse. Bei Staudammprojekten in Kolumbien und Kanada oder Windparks in Mexiko mit Siemens-Beteiligung werden betroffene indigene Gemeinden nicht hinreichend konsultiert – trotz klarer juristischer Regelungen.


> Rede Khadja Bedati zu Windparks in der Westsahara
> Rede Tilman Massa zum Staummdammprojekt in Kanada und Klimaschutz
> Rede Andrea Lammers zum Menschenrechtsprogramm
> Rede Cristina Valdivia zu Windparks in Mexiko
> Rede Alejandro Pacheco Zapata zu Staudammprojekt in Kolumbien

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Unsere Themen auf der Hauptversammlung

Thyssenkrupp muss Verantwortung nach Dammbruch in Brasilien gerecht werden

Geborstener Damm wurde von früherer Konzerntochter gebaut
Konzern hält an Rüstungskooperation mit Ägypten und der Türkei fest

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Kaum zwei Jahre ist es her, dass sich Thyssenkrupp einer „bleischweren“ Altlast in Brasilien entledigt und das Stahlwerk TKCSA verkauft hat - schon droht neues Unheil. Der Ende Januar geborstene Damm der Eisenerzmine Córrego do Feijao in Brasilien, durch den nach derzeitigem Stand über 100 Menschen getötet wurden, wurde von der früheren Konzerntochter Ferteco Mineração gebaut und gehörte dem Konzern bis 2001.

„Wir erwarten von Thyssenkrupp eine umfassende Kooperation bei der Klärung der Ursachen für den Dammbruch. Es muss geprüft werden, ob das Unternehmen bei Bau und Wartung damals sauber gearbeitet hat“, forderte Tilman Massa vom Dachverband auf der Hauptversammlung in Bochum.

Für Kritik sorgen auch die Rüstungsexportgeschäfte des Konzerns: Die für Korruptions- und weitere Reputationsrisiken berüchtigte Marinesparte will der neue Konzernchef Guido Kerkhoff trotz des laufenden Konzernumbaus weiterführen, dem Bereich Überwasserschiffbau möchte er sogar wieder ein größeres Gewicht geben.

„Thyssenkrupp setzt im Marinegeschäft weiter auf Export und nimmt dafür die Aufrüstung autokratischer Regierungen wie in der Türkei und Ägypten in Kauf“, kritisierte urgewald-Campaignerin Kathrin Petz auf der Hauptversammlung. „Neben der menschenrechtlich verheerenden Bilanz liefern auch die blanken Zahlen genug Gründe gegen diese Strategie. Der Projektfortschritt liegt unter, die Kosten liegen über den Erwartungen.“

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> Rede Kathrin Petz
> Rede Tilman Massa

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Debatte um Luftqualität

Kinderarzt erklärt: Was macht Stickstoffdioxid so gefährlich?

Kinderarzt Christian Döring ist bestürzt, dass viele seiner kleinen Patienten schon Experten im Umgang mit Atemluft-Messgeräten und Asthmasprays sind. Andererseits ist das kein Wunder, denn in Köln ist die Atemluft besonders belastet. Neben Feinstaub ist das Dieselabgasgift Stickstoffdioxid, kurz NO2, einer der gefährlichsten Luftschadstoffe. Aber warum eigentlich?

Döring, der seit Jahren mit dem Dachverband der Kiritschen Aktionärinnen und Aktionäre zusammen arbeitet, erklärt im Interview sehr anschaulich, wie NO2 im Körper wirkt: Kurz gesagt, wird daraus in der Lunge Salpetersäure, das kann zu chronischen Entzündungen führen und diese gelangt durch die Lunge in den gesamten kindlichen Organismus.

> Zum Interview bei der DUH

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Veranstaltungen und weitere Termine

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Mittwoch, 27. Februar 2019

Konzernmacht begrenzen – aber wie?

Projekt MAIZ: Informations - & Diskussionsveranstaltung mit Thomas Dürmeier, Geschäftsführer von Goliathwatch e.V.

Der Chemieriese Bayer aus Leverkusen hat vor einem Jahr das US-amerikanische Gentechnikmonster Monsanto aufgekauft. Jetzt teilen sich nur noch vier Konzerne den weltweiten Markt für Saatgut und Pestizide. Die Folgen sind fatal: Glyphosat als Gift im Essen, Bienensterben und Agrarfabriken trotz Welthunger überall.

Eine Einführung in die Ursachen und Folgen der Fusion zeigt die Notwendigkeit einer anderen Kartellpolitik. Warum sind die Wettbewerbsämter untätig und wie setzen wir sozial-ökologischen Schranken gegen die Marktmacht der Megakonzerne? In dem Vortrag wird ein Überblick zu der Fusion von Bayer-Monsanto gegeben, aufgezeigt, was seit der Fusion geschehen ist, sowie alternative Kartellpolitik als Weg gegen die Agrokonzerne vorgestellt. Am Ende öffnen wir den Raum für eine Diskussion.

Über den Referent*en:
Dr. Thomas Dürmeier ist ausgebilderter Volkswirt. Derzeit ist er als Geschäftsführer des konzernkritischen Vereins Goliathwatch e.V. aus Hamburg tätig und referiert bundesweit als Experte zum Thema Konzernmacht und Kartellpolitik.

Parallel zur Veranstaltung werden Bilder aus der Fotoausstellung "AGROindustie schwarz/weiß" des in Köln ansässigen mexikanischen Künstlers Jaime Rodriguez vom kollektiv tonalli gezeigt. Die Ausstellung ist vom 27.2-10.3 in den Räumen der Alten VHS Bonn zu sehen. Öffnungzeiten 18-22 Uhr und bei Veranstaltungen.

Datum: Mittwoch, den 27.Februar 2019
Uhrzeit: 18.30 Uhr
Ort: Alte VHS Bonn, Kasernenstraße 50, 53111 Bonn

Facebook: MAIZ Treemedia e.V.
Kontakt: maiz[at]treemedia.org

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Petition

Appell Katholischer Christen aktualisiert

Dörfer an den Tagebauen Garzweiler und Hambach erhalten!

Aufgrund der Empfehlungen der Kohlekommission haben wir den "Appell katholischer Christen: Schöpfung bewahren! Kohleabbau stoppen! Hambacher Wald retten!" aktualisiert und um eine Forderung ergänzt.

Dieser Absatz ist neu: Mittlerweile liegt auch der Bericht der Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung (Kohlekommission) vor. Die Landesregierung ist aufgefordert, mit den Menschen, die umgesiedelt werden sollen, in einen Dialog einzutreten und Umsiedlungen, die nicht sozialverträglich sind, zu vermeiden und über Hunderte von Jahren gewachsene Dörfer mit ihren Kirchen zu erhalten.

Herr Kardinal Marx, wir bitten die Deutsche Bischofskonferenz dringend um konkrete politische Unterstützung bei der Auseinandersetzung um ein Ende der Kohlewirtschaft, die Rodung des Hambacher Walds bei Kerpen und die Erhaltung von Dörfern an den Tagebauen Garzweiler und Hambach.

Die fett markierten Passagen sind aktualisiert und beinhalten die neue Forderung.

Ich hoffe, dass Sie die aktualisierte Petition auch weiter mittragen können und wäre Ihnen dankbar, wenn Sie erneut helfen würden, die Petition zu verbreiten: Senden Sie den Link zur Petition "Appell katholischer Christen" an Ihre Freund/innen und Bekannte!

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