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Position:   Newsletter  >>  Newsletter Archiv  >>  Newsletter August 2018

Newsletter August 2018

Versprechen gebrochen

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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,


am 16. August jährt sich das Massaker von Marikana zum sechsten Mal, bei dem 34 friedlich streikende Minenarbeiter von der südafrikanischen Polizei erschossen wurden. Danach gab es viele Versprechen, das Anliegen der Streikenden zu achten: würdige Arbeits- und Lebensbedingungen. Auf unseren Druck hin wollte auch die BASF auf Platin-Zulieferer Lonmin einwirken. Wirklich passiert ist jedoch – nichts, wie eine ARD-Reportage nun eindrücklich aufzeigt.

Der Fall zeigt beispielhaft, dass Konzerne zwar auf Druck eigene Verantwortung für ihre Lieferketten anerkennen, sich dann aber mit bloßen Versprechen der Zulieferer zufrieden geben. Wieso auch mehr Staub aufwirbeln, wenn man von günstigen Rohstoffpreisen profitiert?
Gerne laden wir Sie und Euch dazu ein, diese Probleme auf unserer Jahrestagung am 22. September in Köln zu diskutieren – alle Infos zu Programm und Anmeldung weiter unten.


Solidarische Grüße
Tilman Massa
Referent

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Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • BASF: Chemieriese räumt Missstände bei Zulieferer Lonmin ein
  • Unsere Jahrestagung 2018: Konzerne und die SDGs im Praxis-Check
  • Einladung zur Mitgliederversammlung
  • Südzucker: Skrupelloses Ausnutzen der Marktmacht
  • Hapag-LLoyd: Unterstützung der Rüstungs- und Atomindustrie
  • Sommer der Klimacamps: Übersicht der Aktionen zum Klimaschutz

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ARD-Reportage: BASF räumt Missstände bei Zulieferer Lonmin ein

BASF gibt erstmals öffentlich zu, dass sein Zulieferer Lonmin seine Versprechen für bessere Lebensbedingungen in Marikana nicht einhalten kann. Konsequenzen zieht BASF daraus jedoch keine.

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BASF hat gegenüber der ARD zugegeben, dass Platin-Zulieferer Lonmin sein Versprechen von 5.000 Häusern für die Minenarbeiter und ihre Familien nicht einhalten wird. Thorsten Pinkepank, BASF Direktor Nachhaltigkeit, sagte im Interview in einer Reportage des ARD Wirtschaftsmagazins plusminus: "Diese 5.000 Hausversprechungen in der Tat hat Lonmin inzwischen zurückgezogen. Das haben sie auch gesagt, das war ein Versprechen, dass sie nicht halten konnten."

Ändern will Pinkepank die bisherige Strategie von BASF gegenüber Lonmin jedoch nicht. In der Reportage beklagen Minenarbeiter wie Menschenrechtsaktivist*innen die weiterhin desolaten Lebensbedingungen in Wellblechhütten ohne Strom und Wasser:

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Es ist aber auch zu sehen, wie die südafrikanische Zivilgesellschaft nicht aufgibt. Zusammen mit unserem Netzwerk Plough Back the Fruits haben wir den Kampf um ein würdiges Leben auch dieses Jahr wieder zur Hauptversammlung von BASF getragen. Wir werden weiter unsere Partner aus Südafrika unterstützen und alle Verantwortlichen dazu drängen, die Situation in Marikana nicht länger hinzunehmen.

> Reportage in plusminus:
Umstrittener Platinabbau Welche Verantwortung trägt die deutsche Industrie?
> Beitrag in den Tagesthemen (ab Min. 17:50)
> SWR:
BASF kauft Platin aus umstrittenen Minen in Südafrika

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Unsere Jahrestagung 2018

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Die UN-Nachhaltigkeitsziele und deutsche Konzerne im Praxis-Check

In ihren Nachhaltigkeitsberichten brüsten sich die deutschen Konzerne mit ihren Beiträgen zu den 17 Zielen der UN-Nachhaltigkeitsagenda, den Sustainable Development Goals (SDGs). Auf unserer Jahrestagung 2018 machen wir den Praxis-Check anhand der Debatten um menschenrechtliche Sorgfaltspflichten, Rüstungsexporte und den Klimaschutz durch den Kohleausstieg.

Auf unserer Jahrestagung werden wir unsere Themen und Aktionen zu den diesjährigen Hauptversammlungen Revue passieren lassen. Unseren diesjährigen Henry-Mathews-Preis für Konzernkritik verleihen wir an die HondurasDelegation und das Ökumenische Büro für Frieden und Gerechtigkeit. Beide haben in den letzten Jahren intensiv zu der Beteiligung von Siemens und Voith Hydro an dem umstrittenden Staudammprojekt Agua Zarca in Honduras recherchiert, informiert und auf den Hauptversammlungen von Siemens dazu gesprochen. Die Umweltaktivistin Berta Cáceres wurde aufgrund ihres Protestes gegen das Projekt von Auftragsmördern umgebracht. Der Prozess gegen die Hintermänner dauert an.

Als zweiten Schwerpunkt werden wir die Rüstungsexporte von Thyssenkrupp, Rheinmetall und Heckler & Koch in Krisen- und Konfliktregionen thematisieren: Wie haben die Unternehmen bisher auf den erhöhten Druck reagiert, die Exporte zu beenden? In einem dritten Schwerpunkt möchten wir die Rolle der Konzerne für Klimaschutz und Kohleausstieg diskutieren. Wie haben sie auf unsere Kritik auf den Hauptversammlungen reagiert, welche Rolle spielen sie im Zusammenhang mit der Kohlekommission?

Hier geht es zu unserem Programm.

Wann: Samstag, 22. September 2018
Wo: Melanchthon-Akademie Köln, Kartäuserwall 24b, 50678 Köln
Eintritt: frei, um Anmeldung per E-Mail wird gebeten

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Skrupelloses Ausnutzen der Marktmacht

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Ruinöses Preisdiktat, moderner Landraub und Einsatz von Agrargiften: Der Dachverband kritisierte auf der Hauptversammlung von Südzucker den Umgang des Konzerns gegenüber Bäuerinnen und Bauern.

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Die Südzucker AG setzt ihre Marktmacht rücksichtslos gegen unabhängige Zuckerrübenbäuerinnen und -bauern ein. „Nach dem Ende der europäischen Zuckermarkt-Verordnung will Südzucker die Rübenbäuerinnen und -bauern weiter preislich massiv unter Druck setzen, so dass sie restlos dem Diktat der Konzerne ausgeliefert sein werden“, kritisiert Christian Russau, Vorstandsmitglied des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.

Zudem entzieht auch Südzucker wie viele andere Investoren immer mehr Landwirten Acker- und Weideland. Ein solcher Fall ist die 2.500 Hektar große Fläche in Sömmerda (Thüringen), die der Großkonzern 2016 für 29 Millionen Euro von einer ehemaligen LPG, erworben hat. „Wir Kritischen Aktionäre lehnen diese Politik des anhaltenden Landkaufs in Konkurrenz zu kleinbäuerlichen, lokalen Betrieben weiterhin kategorisch ab – das ist moderner Landraub!“ so Russau weiter.

Südzucker ist auch direkt mitverantwortlich, dass weiterhin massiv Pestizide, Herbizide und Insektizide in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Nur 0,4 Prozent der Zuckerrüben werden agrarbiologisch angebaut. In den vergangenen Jahren war Südzucker zudem in etliche Skandale verwickelt, darunter das Zuckerkartell und die Millionenstrafe wegen wettbewerbsbeschränkender Gebiets-, Quoten- und Preisabsprachen.
> Rede von Christian Russau

 

 

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Hapag-Lloyd unterstützt
Rüstungs- und Atomindustrie


Auf der Hauptversammlung von Hapag-Lloyd kritisierten Aktivistinnen die fortgesetzten Uranhexafluorid-Transporte zur Versorgung der Atomindustrie sowie Rüstungstransporte.

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Die Hamburger Initiative gegen Rüstungsexporte kritisierte fortgesetzte Rüstungstransporte. Diese will Hapag-Lloyd nach den geltenden Vorschriften unter Zustimmung eines Ethikrats weiter führen, wenn auch nicht direkt in Kriegs- und Krisengebiete. Im Beitrag von Helga Janssen von der Initiative gegen Rüstungsexporte dazu hieß es jedoch: "Es ist allseits bekannt, dass Waffen wandern: Sie werden verkauft, weiterverkauft, gestohlen, erobert. Wer heute Freund ist kann morgen Feind sein. So ist die Forderung berechtigt, dass grundsätzlich auf Rüstungstransporte aus dem Hamburger Hafen verzichtet wird." Auf eine Selbstverpflichtung, keine Rüstungstransporte mehr durchzuführen, verzichtet Hapag-Lloyd jedoch, obwohl der Gewinn mit diesen Transporten nur im Promillebereich liegt.
> Rede von Irene Thesing
> Rede von Hanna Poddig
> Rede von Helga Janssen

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Vorschau und weitere Termine

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