Thyssenkrupp AG Pressemitteilung Hauptversammlung 2021

NGOs fordern Ausstieg aus Rüstungs- und Kohlegeschäften

  • U-Boote für die Türkei trotz aggressiver Außenpolitik Erdogans
  • Konzern rüstet Kohlekraftwerke und -minen aus

Anlässlich der morgigen Hauptversammlung von Thyssenkrupp fordern die Menschenrechts- und Umweltorganisation urgewald und der Dachverband der Kritischen Aktionär*innen den Industriekonzern auf, die eigenen Nachhaltigkeitsversprechen ernst zu nehmen: Rüstungsgeschäfte mit kriegführenden und autokratisch regierten Staaten sowie Kohlegeschäfte müssen beendet werden.

Thyssenkrupp nimmt Destabilisierung des Mittelmeerraums billigend in Kauf

Die Menschenrechtslage in der Türkei und in Ägypten ist verheerend. Dennoch liefert Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS), die Marinesparte des Essener Konzerns, Kriegsschiffe und U-Boote an diese Länder aus, die zudem in völkerrechtswidrige Kriegshandlungen im Jemen, in Libyen bzw. Syrien verstrickt sind. Weiterlesen

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Siemens AG Pressemitteilung Hauptversammlung 2021

“Vollgas in die Krise“: NGOs fordern Kurswechsel statt Lippenbekenntnissen von Siemens

  • Festhalten am fossilen Geschäftsmodell nicht zukunftsfähig
  • Siemens‘ Gaskraftwerk in Israel gegen Regierungsbeschluss weiter geplant
  • Siemens finanziert Öl- und Gasfirmen mit Millionen

Man habe dazugelernt aus dem Adani-Desaster, versichern Siemens-Chef Joe Kaeser und dessen designierter Nachfolger Roland Busch im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens. Man muss aber nicht tief graben, um Zweifel an dieser Behauptung der Konzernlenker zu bekommen: Trotz Abspaltung der Kraftwerkssparte finanziert der Finanzarm von Siemens Unternehmen, die in riesige Gas- und Ölprojekte im östlichen Mittelmeerraum und in den USA involviert sind. Einen Tag vor der Hauptversammlung von Siemens fordern der Dachverband der Kritischen Aktionär*innen und die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald den Konzern auf, endlich ehrlich und konsequent aus fossilen Energieträgern auszusteigen. Weiterlesen

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Siemens AG Hauptversammlung 2021

Maßnahmen zum Schutz des KIimas und der Menschenrechte: Unsere Fragen an den Vorstand von Siemens

In unserem Gegenantrag kritisieren wir, dass der Vorstand der Siemens AG nicht hinreichend seinen menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten nachgekommen ist. Zudem werden bisherige und angekündigte Klimaschutzmaßnahmen von Siemens nicht dem Pariser Klimaschutzabkommen gerecht.

Zum Thema Klimaschutz:

Siemens ist sich sehr bewusst, dass die meisten Treibhausgasemissionen in den eigenen Liefer- bzw. Wertschöpfungsketten (Scope 3) anfallen. Hier liegt auch die große Verantwortung und der weltweite Einfluss von Siemens für den Schutz des Klimas und für die Energiewende. Auf der letzten ordentlichen Hauptversammlung hatte Joe Kaeser angekündigt: „Wir analysieren jedenfalls unsere komplette Wertschöpfungskette genau. Mit dem Ziel, Emissionen schneller und umfassender an allen Stellen dieser Kette zu verringern. Weiterlesen

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Thyssenkrupp AG Hauptversammlung 2021

Riskante Rüstungs- und Kohlegeschäfte: Unsere Fragen an den Vorstand von Thyssenkrupp

In unserem Gegenantrag zu TOP 3 kritisieren wir, dass der Vorstand der Thyssenkrupp AG nicht hinreichend seiner Verantwortung nachkommt, einen Beitrag zu den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens und der UN-Nachhaltigkeitsagenda zu leisten.

Fragen zum Thema Klimaschutz:

Thyssenkrupp gehört mit knapp 23 Mio. Tonnen Treibhausgasemissionen (Scope 1 und 2) weiterhin zu den klimaschädlichsten Unternehmen Deutschlands. Doch entscheidend sind auch die Emissionen der Wertschöpfungskette, vor allem jene, die durch die Nutzung von Thyssenkrupp-Produkten entstehen (Scope 3). Ausgerechnet hierzu finden sich keine Angaben im aktuellen Geschäftsbericht. Laut Science Based Targets initiative (SBTi) entspricht das Ziel von Thyssenkrupp, die Scope-3-Emissionen bis 2030 um magere 16 Prozent zu senken, nicht den Reduktionen, die erforderlich sind, um die Erderwärmung auf 1,5°C zu begrenzen. Weiterlesen

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RWE AG Klima schützen – Kohle stoppen

Solidarität mit Lützerath

Der Dachverband fordert RWE auf, den Abriss von Dörfern am Braunkohletagebau Garzweiler sofort zu stoppen und den Kohleausstieg zu beschleunigen.

Blinde Zerstörung: Seit dem 18. Januar reißt RWE das Dorf Lützerath ab.

Vergangene Woche hat der RWE-Konzern einen großen Teil des Dorfes Lützerath abgerissen. In dem Ort, der nur noch wenige hundert Meter vom Rand des Braunkohletagebaus Garzweiler entfernt ist, sind noch einige Häuser bewohnt. Zwei Bürger weigern sich, ihre Grundstücke an RWE zu verkaufen.
„Ich war am 19. Januar in Lützerath und mir bot sich ein Bild des Grauens“, berichtet Markus Dufner, der Geschäftsführer des Dachverbands. „Zwei Bagger rissen intakte Häuser ein. Weiterlesen

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Hauptversammlung 2021 Siemens Energy AG

Gegenanträge

Zu Tagesordnungspunkt 2: Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, den Mitgliedern des Vorstands die Entlastung zu verweigern.

Begründung:

Die vom Vorstand der Siemens Energy AG angekündigten Klimaschutzmaßnahmen werden dem Pariser Klimaschutzabkommen nicht gerecht. Es braucht dringend einen konkreten Fahrplan zur Reduktion der eigenen Treibhausgasemissionen, die dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens entspricht. Entscheidend ist dafür eine zügige Minderung der CO2-Emissionen, die durch die Nutzung von Siemens-Energy-Produkten entstehen (Scope 3).

Kohleausstieg weder verantwortungsvoll noch konsequent

Von einem „verantwortungsvollen und konsequenten“ Kohleausstieg, wie vom Aufsichtsratsvorsitzenden Joe Kaeser angekündigt, kann bisher keine Rede sein. Der Vorstand verspricht bloß, sich nicht mehr an der Ausschreibung reiner Kohlekraftwerke neu zu beteiligen. Weiterlesen

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Aurubis AG Hauptversammlung 2021

Gegenanträge

(English version of the countermotions further down)

TOP 2: Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns

Die vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns wird abgelehnt.

Begründung:

Die Verwendung des Bilanzgewinns muss schädliche Folgen des Kupferbergbaus und der Kupferproduktion berücksichtigen. Die Kupferproduktion belastet die Umwelt und führt zu gesundheitlichen Schäden bei der Bevölkerung in den Bergbauregionen und an den Standorten der Kupferhütten. Mit einem Dividenden-Verzicht können die Aktionärinnen und Aktionäre einen Beitrag zur Abmilderung der ökologischen, gesundheitlichen und sozialen Schäden, die bei der Kupferproduktion entstehen, leisten.
 
Aus dem Bilanzgewinn der Aurubis AG für das zurückliegende Geschäftsjahr soll keine Dividende von 1,30 € je Stückaktie (insgesamt 56.756.739,00) ausgeschüttet werden. Weiterlesen

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Thyssenkrupp AG Hauptversammlung 2021

Gegenanträge

Zu Tagesordnungspunkt 2: Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, den Mitgliedern des Vorstands die Entlastung zu verweigern.

Begründung:

Der Vorstand der Thyssenkrupp AG kommt nicht hinreichend seiner Verantwortung nach, einen Beitrag zu den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens und der UN-Nachhaltigkeitsagenda zu leisten.

Lieferungen für Kohleprojekte konterkarieren Beitrag zum Klimaschutz

Thyssenkrupp gehört mit knapp 23 Mio. Tonnen Treibhausgasemissionen (Scope 1 und 2) weiterhin zu den klimaschädlichsten Unternehmen Deutschlands. Doch entscheidend sind auch die Emissionen der Wertschöpfungskette, vor allem jene, die durch die Nutzung von Thyssenkrupp-Produkten entstehen (Scope 3). Ausgerechnet hierzu finden sich keine Angaben im aktuellen Geschäftsbericht. Weiterlesen

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